Montag, 2. April 2018

FEUERSCHUTZ - GLORIA - EIN WELTBEGRIFF

Hier im GLORIA Feuerlöscher-Museum findet Ihr meine gesammelten Werke - sozusagen meine ganz privaten GLORIA-WERKE, wie sie bis 2004 auch noch hießen.
Das, was Firmengründer Heinrich Schulte-Frankenfeld im Jahre 1945 in Leben rief, hat sich zu durch seinen unermüdlichen Unternehmergeist, harte Arbeit und pfiffige Ideen zu einem Riesenerfolg "Made in Münsterland" entwickelt, wie es eine Fernsehreportage über die heutige Nr. 1 in Europa aus Wadersloh einst sehr treffend formulierte. Wer mehr über die Firma GLORIA erfahren möchte, kann sich gern den Artikel "GLORIA - eine westfälische Erfolgsgeschichte" informieren.

Ansonsten bemühe ich mich redlich, hier jeden Feuerlöscher aus meiner Sammlung nach dem gleichen Muster zu präsentieren. Neben einem Bild gibt die wichtigsten Angaben zum Gerät selbst nach diesem Beispiel:



Hersteller: GLORIA-WERKE

DIN PULVER 6
Typ: Pi 6 G
Baujahr: 1970
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 33/59
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 140 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1969-1971

©. Menzel 2018

Hierbei ist folgendes zu beachten:
1.) Bauart: Bei allen Geräten ab EN3 ist diese Angabe fiktiv, da jegliche Bauartbezeichnungen mit ihr entfallen sind.

2.) Gewichte: Die Gewichte, die ich hier angebe, beziehen sich ausschließlich auf das vorgestellte Gerät und sind nicht repräsentativ für eine ganze Baureihe, Typenserie oder sonst etwas. Es kann durchaus Abweichungen geben. Wer etwas offizielles, belastbares zu den Gewichten haben möchte, muss sich an den Hersteller wenden oder entsprechende Informationen des Herstellers nutzen.
Zu den aktuellen Geräten von GLORIA findet sich alles auf der GLORIA-Homepage. Zu älteren Geräten der 1980er und 1990er Jahre liegen mir Broschüren vor. Zu noch älteren Geräten aus den 1950er-1970er Jahren habe ich unter Umständen auch Informationen, allerdings nicht vollständig.

3.) Bauzeit: Diese Angabe beruht allein auf meinen Beobachtungen an Geräten meiner Sammlung. Im Großen und Ganzen passt das, kann aber hier und da um 1-2 Jahre abweichen.

Im Museumsbestand befinden sich momentan etwa 650-700 Feuerlöscher, von denen einige hundert hier noch gar nicht stehen
.
Ausführliche Geschichten werden in der gänzlich neu geschaffenen Rubriken "Report aus dem Museum" oder "Feuerlöschergeschichten" erzählt bzw. auch einige alte, besonders gut gelungene hierhin adaptiert.




GLORIA EASY, PRO und STAR

Report aus dem Museum
Ein P 50 Baujahr 1964
Die erste Baureihe der Typenserie Pi
Kohlensäure-Schnee-Löschgerät TYP KS 2x6
KFZ.-SONDERLÖSCHER TYP P 6 SG Bj. 1957
GLORIA TYP Pi 6 G - Mit dem Tanker um die Welt
Auf großer Fahrt nach Leonberg
"Light-Water®" und der TYP Wi 10 LW
Der GLORIA TYP P 6 K
Der Sonderlöscher GLORIA TYP P 6 GT mit Rückentrage
Der GLORIA KS 2 SG - Ein Feuerlöscher nur für Gasbrände
Zwei fahrbare Feuerlöscher aus der Möbelfabrik und jede Mange Erinnerungen

Feuerlöschergeschichten:
Der GLORIA TYP PA 6 GD im Jakob-Koenen-Bad Lippstadt
Die GLORIA TYP Pi 12 G im real Supermarkt Lippstadt
Der GLORIA TYP Pi 6 G in der Volksbank Lipperode
Der GLORIA TYP Pi 6 G im Minipreis Lippstadt
Die GLORIA Feuerlöscher in den SB-Zentralmärkten Paderborn und Lippstadt
Der GLORIA P 50 G bei Möbel Turflon Werl
Sonderausstellung der Stadt Lippstadt "Badespaß - früher und heute"

Erinnerungen an Feuerlöscher anderer Hersteller

Kommen wir jetzt zu den einzelnen Feuerlöschern. Würde ich streng chronologisch vorgehen, d.h. mich danach richten, was wann zugelassen worden ist müsste ich mit den Tetralöschern anfangen. Warum tue ich das nicht? Ganz einfach: Es gäbe ein total unübersichtliches Chaos, auf welches ich jetzt an diesem Punkt auch nicht näher eingehen möchte. Ich habe mich dazu entschlossen, die Feuerlöscher nach ihrem Inhalt, also dem Löschmittel, zu unterteilen und innerhalb dieser gehe ich dann nach Zulassung bzw. auch Bauart vor. Da die Pulverlöscher diejenigen waren, die uns über den längsten Zeitraum - etwa von 1955 bis ins Jahr 2000 - in allen Bereichen des Lebens allgegenwärtig begleitet haben, möchte ich auch mit diesen beginnen.

GLORIA Pulver-Aufladelöscher
Sowohl die alten GLORIA-WERKE als auch die heutige GLORIA GmbH hatte eine Vielzahl von Pulver-Aufladelöschern im Programm, welche ich Euch wie folgt in chronologischer Reihenfolge präsentieren möchte.
1952-1957: Die Pulverlöscher alter Bauart
1957

Die Pulverlöscher der Serie DIN TROCKEN alter Bauart 1952-1957
Die Serie DIN TROCKEN wurde im Jahre 1952 mit den beiden Baugrößen "9" und "6" ins auf den Markt gebracht. Der DIN TROCKEN 6 war mit seinen 6 kg Inhalt schon eine typische Nachkriegsgröße, wohingegen der DIN TROCKEN 9 mit einem Inhalt von 9 kg Pulver noch den Normen von 1941 entsprach - allerdings in einer Neuauflage von 1952.
Da die GLORIA erst kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet wurde, dürfte der GLORIA DIN TROCKEN 9 nach jetzigen Erkenntnissen der einzige gänzlich neu nach der DIN 14406 zugelassene Feuerlöscher mit 9 kg Inhalt gewesen sein und heute zu einem der seltensten Feuerlöscher überhaupt gehören. Die Bauform entspricht mit dem am Behälterboden mündenden Pulvertrichter dem technischen Stand der Vorkriegszeit, doch war diese auch im Jahre 1952 noch aktuell.
Angeboten wurden die Löscher alter Bauart ausschließlich mit BC-Löschpulver, der Druckaufbau erfolgte mit bis zu 0,9 kg Kohlendioxid permanent nach dem Injektorprinzip - d.h. die Löscher dieser Konstruktion wurden während des Einsatzes permanent befeuert.

Alte Bauart 6/9 kg Inhalt
GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 6 Baujahr 1954
GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 6 Baujahr 1956
GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 6 Baujahr 1957
GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 6 Baujahr 1957
GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 6 Baujahr 1957 - letzte Bauserie

Die Pulverlöscher der Serie DIN TROCKEN, P 6 S und P 12 neuer Bauart 1956 - 1958
Ab 1956 traten zu den Feuerlöschern alter Bauart die ersten Feuerlöscher 
der Typen DIN TROCKEN 6 S, DIN TROCKEN 12 und P 6 S nach neuer Bauart in Erscheinung, welche von ihrer Konstruktion her im Vergleich zu den alten Modellen natürlich etwas ganz anderes waren.
An die Stelle des Pulvertrichters am Behälterboden trat ein Fußring, sodass diese Geräte auch hingestellt werden konnten. Zudem verfügten sie erstmals über einen Schlauch mit abstellbarer Löschpistole, welcher eine gezielte und dosierte Ausbringung des Löschmittels ermöglichte. Die neuen Modelle funktionierten nicht mehr nach dem Injektorprinzip sondern waren die ersten wirklichen Hochdruck-Aufladelöscher.



Der KFZ-Sonderlöscher Bauart P 6 LKW 1957
Hier haben wir den ersten ABC-Feuerlöscher mit 6 kg Inhalt, den die noch junge Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik von Heinrich Schulte-Frankenfeld auf den Markt gebracht hatte. Einem alten, leider zerbröselten Werks-Kontrollkärtchen sowie eines Fotos von einem Werbe-VW vom Typ T1 aus dieser Zeit führte das Unternehmen zumindest zeitweise die Bezeichnung "Eisen- und Metallwarenfabrik" - auf den Feuerlöschern tauchte dies jedoch niemals auf. Der KFZ-Sonderlöscher Typ P 6 SG wurde ursprünglich nur auf LKW und anderen größeren Fahrzeugen sowie Garagen verwendet. Man sieht daran deutlich, dass das giftige TETRA in diesen Bereichen weitgehend ausgedient hatte, obwohl es diese Modelle auch immer noch gab. Soweit ich das rekonstruieren kann, gab es dieses Modell nur 1957 und nur mit 6 kg Inhalt.


Die nicht abstellbaren Pulverlöscher P 6 1958 - 1963
1957/58 endete die Ära der Feuerlöscher alter Bauart endgültig und GLORIA brachte mit dem einfachen Typ P 6 ein ähnliches Modell nach neuer Bauart auf den Markt. Anstelle eines Schlauches besaß er wie die alten Modelle lediglich einen Ausblasstutzen - allerdings nicht mehr unten am Behälterboden sondern am Deckel. Den einfachen Typ P 6 gab es nur mit Standard-BC-Pulver.
Das bis dato oben im Aufdruck befindliche GLORIA-Signet wanderte nach unten als eine Art Stempel bzw. Qualitätssiegel und an seine Stelle trat der fortan übergroße, gebogene GLORIA-Schriftzug. Die anderen Typen der Typenserie P folgten diesem Vorbild.



Die Pulverlöscher der Serie P 6 S/SG und P 12 / P 12 G (M) 1958 - 1996
1957 entstand aus den Modellen DIN TROCKEN 6 S und DIN TROCKEN 12 erstmals eine wirkliche Typenserie. Vorangestellt wurde der Buchstabe P für das Löschmittel "Pulver" und sie umfasste anfänglich nur die Typen P 6 S, und P 12. Das "S" steht für Schlauch und das "G" für Glutbrandpulver - das war neu. Man konnte jetzt wählen, ob man diesen Typ mit BC-Standard-Füllung (EXTIN) haben wollte oder mit ABC-Glutbrandfüllung (GLUTEX).
Während der langen Bauzeit änderten die Geräte dieser Serie recht oft ihr Erscheinungsbild, was man bei der Durchsicht der einzelnen Baujahre sehr gut sehen kann. Ich meine gut: Die späteren Typen Pi und Pn wurden auch viele Jahrzehnte Produziert, wobei die Armatur bzw. der Griff immer gleich blieb und so diesen Typen einen hohen Wiedererkennungswert gab.

Bei dieser Serie änderte sich der Griff hingegen im Laufe der Dekaden. Der fest am Behälter verschweißte, massive Bügelgriff wurde von 1958 bis 1973 verwendet. Er wurde ab 1960 etwas runder, blieb an sich aber gleich. Allerdings wanderte er 1959 von der rechten Seite auf die Vorderseite des Deckels, so wie wir hier links bei dem letzten Modell in dieser Ausführung von 1964 sehen.

Ab dem Modelljahr 1965/66 fand man den Griff nun wieder auf der rechten Seite, allerdings tiefer unter der Deckelnaht. Auch entsprang der Schlauch nun nicht mehr am Behälterdeckel sondern wurde wie bei den Typen Pi/Pn über ein kurzes Steigrohr hufeisenförmig an der Behälterrückseite entlanggeführt. Das reduzierte die Ausmaße dieses Gerätes dann erheblich. Hier links sehen wir ein solches Modell, platzsparendes Modell von 1966.



Die Entwicklung ging natürlich weiter und ab 1973/74 verschwand der am Behälter verschweißte starre Griffbügel. Ersetzt wurde er durch den markanten, zur rechten Seite abstehenden Haken aus schwarzem Kunststoff mit den ergonomisch geformten Griffmulden. Wie bei allen anderen GLORIA- Feuerlöschern war nun auch hier der Griff auf dem Behälterverschluss zu finden. Ein Alleinstellungsmerkmal dieser neuen, modernen Serie P war die im Griff integrierte Signalautomatik. Sobald der Behälter mit Druck beaufschlagt wurde, sprang ein neonroter Stift aus dem Griff und zeigte Betätigung an. Das gabs bei keinem anderen Löscher und die spätere Serie PS führte diese Signaltechnik bei den starken Modellen der Typen PS 6/12 G und PS 6 GX bis ins Jahr 2011 fort.

6 kg Inhalt
Die Feuerlöscher mit 12 kg Pulver tragen übrigens kein "S" in der Typenbezeichnung, sodass der Typ "P 12" die 12er-Variante des P 6 S mit BC-Pulver ist und der "P12 G" die des P 6 SG mit ABC-Pulver ist. Diese Nomenklatur wurde bis zum Produktionsende der Serie mit Einführung der DIN EN3* auch so beibehalten.

* Einige Sondermodelle wie den P 12 M oder P 6 S gab es teilweise noch bis 1996 in dieser Form.




GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 G Baujahr 1960
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 G Baujahr 1964

Die Pulverlöscher der Serie Pi
Die Typenserie Pi wurde 1959 erstmals zugelassen und das berühmte (erste) Zulassungszeichen P1-33/59 war früher derart präsent, dass ich es a.) heute immer noch vor Augen habe und es b.) sogar auswendig kenne.
Der Typ Pi war meines Erachtens nach nicht nur der meistverkaufte Feuerlöscher des umfangreichen GLORIA-Produktprogramms sondern vermutlich auch der meistverkaufte Feuerlöscher Deutschlands. Vor allem die Geräte zwischen 1964 und 1992 waren überall... wirklich überall!





Warum fand der Pi einen solchen Absatz? Weil er eine echte Revolution war! 
Sensationell neu für die ausgehenden 1950er Jahre waren die kompakten Abmessungen durch die innenliegende Treibgaspatrone und den hufeisenförmig verlegten Schlauch an der Rückseite des Behälters; und das Ende der 1950er Jahre, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Hinzu kommt noch die halbautomatische Aufladung per Zughebelarmatur. DAS hatte damals noch keiner und auch die 2011 eingeführte STAR-Line besitzt diese Technik, welche sich Jahrzehnte bewährt hat. Den Pi gab es in verschiedenen Versionen; mit weitem Abstand am häufigsten gab es die Typen Pi 6 G und Pi 12 G mit ABC-Pulver, mit deutlichem Abstand gefolgt vom Pi 6 und Pi 12 mit dem einfachen Standard-BC-Pulver. Verschwindend gering war der Anteil am nicht abstellbaren Pi 6 S und am sündhaft teuren Metallbrandlöscher Pi 12 M.

Die Typenserie Pi wurde 2005 in Deutschland nach fast 50 jährigem Bestehen vom Markt genommen - rechts sehen wir die letzte Version. Krass, wie sich das Erscheinungsbild zwar geändert, er aber durch seine typischen Merkmale dennoch einen prägnanten Wiedererkennungswert hat.
In dieser langen Zeit hat es meinen Aufzeichnungen zur Folge allein vom Pi 6 G über 20 verschiedene Versionen gegeben, welche ich wohl alle mein Eigen nennen kann. Was mir noch fehlt sind Versionen der Typen Pi 6 und Pi 12 ab 1970 sowie des Pi 6 S vor 1970.
Interessant zu wissen ist auch, dass ab ungefähr 1987 der Pi auch mit mindestens drei verschiedenen Pulver-Füllungen gegeben hat - neben dem standardmäßigen GLUTEX PL-3/65 tauchten auch das ADEX PL 17/87 und eine mir namentlich (noch) unbekannte Pulversorte aus dem Jahre 1982 auf.

GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 1978
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 1980 - Schweizer Ausführung
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 1981
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 1983
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 1987
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 1993

Auch den Pi hat es sowohl mit ABC-Pulver, als auch mit BC-Pulver  in der 12er-Version gegeben. Der einfache Pi 12 mit Standard-BC-Pulver wurde allerdings mit Inkrafttreten der DIN EN3 aus dem Programm gestrichen.








GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 12 G Baujahr 1988
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 12 M Baujahr 1983 - Metallbrand
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 12 M Baujahr 1995 - Metallbrand

Die Pulverlöscher der Serie Pn
Die Typenserie Pn war sozusagen die kleine Schwester des Pi und kam 1960 - also ein Jahr später - auf den Markt. Von den Abmessungen her bot der Pn die gleichen Vorzüge wie der Pi, lediglich die Aufladung erfolgte nicht halbautomatisch, sondern manuell durch einen heute sehr weit verbreiteten Schlagknopf.
Die erste Serie Pn 6 besaß eine gelbe Kunststoff-Überwurfmutter mit Kunststoff-Ventilkörper sowie einen Griffbügel, natürlich ebenfalls aus Kunststoff. Griffbügel und Überwurfmutter wurden schon wenig später aus Metall gefertigt, der Kunststoff-Ventilkörper blieb jedoch bis 1978 erhalten.
Wie den seltenen Pi 6 S gab es auch einen Pn 6 S in einer nicht abstellbaren Variante mit einfacher Düse am Ende des Schlauches. Dieser war im Vergleich zum Pi 6 S allerdings wesentlich häufiger anzutreffen. Ansonsten war der Pn dem Pi zahlenmäßig unterlegen. Am häufigsten traf man ihn meinen Erfahrungen nach in öffentlichen Gebäuden, Kliniken und Parkhäusern. Zwischen 1970 und 1992 wurden Pn von vielen Kommunen zur Ausstattung von öffentlichen Gebäuden angeschafft; so auch die Stadt Dortmund. In den 1950er und 1960er Jahren kamen vielfach natürlich Löscher der heimischen Concordia Elektrizitäts AG (CEAG) an die Wände, doch nachdem die Löschersparte von CEAG in den 1970er Jahren an Minimax verkauft worden war, wechselte zu Geräten der Marke GLORIA. Zum Einsatz kamen überwiegend die Pn 6 G und Pn 12 G sowie auch der WSi 10 N - ein Pn mit Wassefüllung sozusagen.


Die Produktion wurde mit der Neuzulassung der Typenreihe PS im Jahre 1989 eingestellt. Hier links sehen wir einen der letzten 12er aus dem Jahre 1988. Obwohl der Typ Pn lange vor der EN3 aus dem Programm genommen wurde, war seine Technik wegweisend, denn auf dieser Technik des Pn beruht die aktuelle, seit 2011 erhältliche PRO-LINE.







6 kg Inhalt

GLORIA Pulverlöscher TYP Pn 12 G Baujahr 1988

Die Pulverlöscher der Serie PE
Tja - was GLORIA lange Jahre nicht im Programm hatte, war ein Aufladelöscher mit Druckhebelarmatur wie der große Mitbewerber Minimax, der spätestens ab 1962 ausschließlich solche Geräte fertigte. Seit 1956 war GLORIA in Bezug auf Pulver-Aufladelöscher der Variante mit Löschpistole treu geblieben, doch das änderte sich 1985 mit der Typenreihe PE. Das besondere an diesen Modellen war, dass sie wieder mit Standnocken ausgestattet wurden. Ab 1983 hatten alle Aufladelöscher von GLORIA einen stabilen Fußring aus Kunststoff mit integrierter Schlauchhalterung - außer eben der PE. Die Standnocken wurden 1987 etwas verändert, doch blieben sie bis zur Überführung in die DIN EN 3 bestehen. 1995 wurde der Typ PE - den es nur noch als GA-Version mit dem Löschmittel ADEX gab - von der Serie PEP abgelöst. Diese war im Prinzip baugleich, doch besaß den besagten Fußring und die Armatur war nicht mehr silbern, sondern schwarz-rot.
Obwohl der PE gut 25 Jahre jünger war als die Typen Pi und Pn, tauchte er doch relativ häufig auf - z.B. im "plaza" Lippstadt (westf. Platza oder Plaaaza ausgesprochen, ähnlich wie Wollwort, Wollwott oder schlicht Wulle anstatt Woolworth); obwohl er gut 25 Jahre jünger war als die Typen Pi und Pn, konnte er viel Boden gut machen.

Es gab den PE noch in der Version PE 6 GA, doch war er ein ziemlicher Ausreißer und sehr selten, da er mit der PA-Armatur ausgestattet wurde. Der PE 6 GA wurde 1986 nachgereicht, aber warum und wieso, vermag ich nicht zu sagen. Gleiches Löschmittel, gleiche Bedienung und alles - so wie beim EFS im Bereich Wasser.







6 kg Inhalt
GLORIA Pulverlöscher TYP PE 6 G Baujahr 1985
GLORIA Pulverlöscher TYP PE 6 G Baujahr 1987

12 kg Inhalt
GLORIA Pulverlöscher TYP PE 12 G Baujahr 1987
GLORIA Pulverlöscher TYP PE 12 G Baujahr 1992

>>>>>>>>>> DIESER BEREICH WIRD ÜBERARBEITET <<<<<<<<<<

Die Pulverlöscher der Serie PS
Die Serie PS wurde im Jahre 1989 eingeführt und ersetzte die bis dahin bewährte Typenserie Pn. Die Bedienung über einen Schlagknopf blieb gleich, allerdings änderte sich der Handgriff. Anstelle des beweglichen, zuletzt verchromten Bügelgriffs bekam die Armatur nun einen starren, schwarzen Griff aus Kunststoff. Die Armatur des PS hat sich bis heute gehalten und findet aktuell auch in den Serien PRO und STAR Verwendung.
Den PS gab es schon in der ersten Serie mit unterschiedlichen Löschmitteln, welche anhand der Typenbezeichnungen "G" und "GA" unterschieden wurden. Der PS 6 G hatte die altbekannte PL-3/65-Glutexfüllung, wogegen der PS 6 GA mit dem recht neuen, etwas schwächeren PL-17/87 ADEX gefüllt war. Obwohl es unter der DIN 14406 1-3 noch kein wirkliches Rating gab, ist hier schon ein deutlicher Trend in Richtung EN3 zu sehen. Den Pi hat es gegen Ende der 1980er auch mit unterschiedlichen Füllungen gegeben, doch wurde dies aus der Typenbezeichnung nicht ersichtlich. 
Die Typenserie PS hat es auch unter der EN3 gegeben - und zwar in den drei Varianten PS 6 GA, PS 6 G und PS 6 GX, welche sich durch ihre Löschkraft, d.h. durch ihr Löschmittel unterschieden haben.

GLORIA Pulverlöscher TYP PS 6 G Baujahr 1990 - erste Serie
GLORIA Pulverlöscher TYP PS 6 GA Baujahr 1990 - erste Serie
GLORIA Pulverlöscher TYP PS 6 GA Baujahr 1993
GLORIA Pulverlöscher TYP PS 12 GA Baujahr 1992
GLORIA Pulverlöscher TYP PS 12 G Baujahr 1992

Die Pulverlöscher der Serie PA (Dauerdrucklöscher)
Die Typenreihe PA löste 1978 nicht nur die Dauerdrücker der GD-Serie ab, sondern war auch Namensgeber der berühmten "PA-Armatur" und wegweisend für die erste Generation von Dauerdrückern nach Einführung der EN2.
Die sog. "PA-Armatur" besteht aus einem schwarzen Handgriff mit ergonomischen Griffmulden sowie einem roten Druckhebel mit gelber Sicherungslasche und war Ende der 1970er etwas völlig Neues. Zum ersten mal in der Geschichte der Handfeuerlöscher wurden die drei Schritte "Entsichern" (gelb), "Tragen" (schwarz) und "Auslösen" (rot) farblich dargestellt - so wie es heute üblich ist.
Neben den Pulver-Dauerdrucklöschern bekamen auch die gänzlich neuen Wasser-Dauerdrucklöscher sowie die neuen Halonlöscher diese Armatur. Damit man sie auf den ersten Blick auseinanderhalten konnte, bekamen sie verschiedenfarbige Kunststoffringe am Kragen: Pulver war weiß, Wasser blau und Halon gelb.
Der Typ PA wurde von der Serie PD vollständig verdrängt und die Produktion wurde etwa 1990 eingestellt. Die Armatur wurde bis Ende der 1990er-Jahre weiterverwendet, zuletzt bei den Modellen der Serie Si 6/9 NI.

GLORIA Pulverlöscher TYP PA 6 GD Baujahr 1978 *Erste Serie*
GLORIA Pulverlöscher TYP PA 6 GD Baujahr 1986
GLORIA Pulverlöscher TYP PA 12 GD Baujahr 1979

Die Pulverlöscher der Serien D / H / K / D / GD (Dauerdrucklöscher)
Den Begriff "PD" wollen wir hier einmal dekadenübergreifend verwenden, denn seinen Ursprung fand der 1979 zugelassene Typ PD im einfachen P 6 D. Die Erstzulassung erfolgte 1966 und zur Mitte der 1960er Jahre waren Dauerdrucklöscher etwas völlig neuartiges. Sie lösten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die teuren Auflader in Privathaushalten ab, da sie durch ihre wesentlich einfachere Konstruktion erheblich günstiger waren.
Dem P 6 D folgten bald der P 6 H, der P 6 GD mit Glutbrandfüllung sowie der P 6 K.
Der P 6 K ist in diesem Sinne als Exot zu betrachten, denn er war der einzige Dauerdrucklöscher aus dem Hause GLORIA, der nicht abstellbar war. Ihn gab es nur einen relativ kurzen Zeitraum und allzu viele sind denke ich auch nicht davon verkauft worden, sodass die wenigen noch existenten Exemplare begehrte Sammlerstücke sind.
Markantestes Merkmal der P 6 D und P 6 GD ab 1972 war der verkürzte Druckhebel. Die Formen waren zu Beginn noch recht eckig und ab 1974 dann richtig schön geschwungen. Ach herrlich diese Armatur - und als ich klein war, hatte ich richtig Respekt davor.
Meine Großtante hatte im Keller vorm Heizungraum einen P 6 GD Bj. 1976 ohne Schlauch direkt unter der Decke hängen und ich war immer schon aufgeregt, wenn wir die schmale Treppe hinunter gingen. Dann tauchte er plötzlich im Flackern der Neonröhren auf - ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.
So - aber da haben wir wieder gaunau das, was ich in der Einleitung zu dieser Seite schon erwähnte: ich erzähle zu viel...
Weiter im Text: 1979 erfolgte schließlich die Zulassung der Typenserie PD, welche mit 6 und 12 kg-Geräten hauptsächlich der Typen PD 6 G und PD 12 G auf den Markt kam und in Unmengen verkauft wurden. Den PD gibt es heute immer noch in nahezu unveränderter Form.


6 kg Inhalt
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 D Baujahr 1975
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 D Baujahr 1975
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 D Baujahr 1977
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 D Baujahr 1978
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 GD Baujahr 1972
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 GD Baujahr 1973
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 GD Baujahr 1974
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 GD Baujahr 1975
GLORIA Pulverlöscher TYP P 12 GD Baujahr 1977

Die Pulverlöscher der Serie PD (Dauerdrucklöscher)
Weiter im Text: 1979 erfolgte schließlich die Zulassung der Typenserie PD, welche mit 6 und 12 kg-Geräten hauptsächlich die Typen PD 6 G und PD 12 G ersetzen sollte und in Unmengen an private Haushalte verkauft wurden. Man könnte denken, dass der PD jetzt die direkte Ablöse des GD gewesen ist, doch dieser Serie folge 1978 erst der massive PA. 1979 kam dann schließlich der leichtere PD parallel auf den Markt, welchen es bis heute immer noch in nahezu unveränderter Form gibt.





6 kg Inhalt
GLORIA Pulverlöscher TYP PD 6 Baujahr 1981
GLORIA Pulverlöscher TYP PD 6 G Baujahr 1980
GLORIA Pulverlöscher TYP PD 6 G Baujahr 1981
GLORIA Pulverlöscher TYP PD 6 G Baujahr 1983
Die Wasserlöscher der Serien DIN NASS / N / Wi / WSi / EN / EF / EF-30 / ENV / DN / DF
Die erstmals 1950 zugelassenen Wasserlöscher der Serie DIN NASS 10 gehörten zu den ersten Feuerlöschern der noch jungen GLORIA-WERKE. Es waren einfache, nicht abstellbare Geräte mit Schlagknopf und sie erinnern an eine überdimensionierte Ölkanne.
Diese einfache Form wurde bis einschließlich 1963 gebaut und dann verschwanden die Wasserlöscher erst einmal für ganze 10 Jahre vom Markt und traten erst 1973 in Form des Wi und WSi wieder in Erscheinung.
Ihre Urtümlichkeit hatten sie Anfang der 1970er Jahre endgültig abgelegt und ihre Erscheinung erinnerte nun an den Pi bzw Pn 12 - allerdings mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass bei den Nasslöschern der Schlauch nicht einem kurzen, außenliegenden Steigrohr an der Unterseite des Behälters entspringt, sondern direkt aus dem Behälterdeckel kommt. Die Füllmenge betrug weiterhin 10 Liter und es gab den Wi 10 in der Version N (nicht frostsicher) und F (frostsicher bis -30 °C). Meines Wissens hat es den WSi mit der Pn-Armatur dagegen nur in der frostfreien Variante geben.
Den ersten Wasser-Dauerdrücker gab es ab 1978 in Form des W 10 DF mit PA-Armatur und blauem Kragen; die Normalversion ohne Frostschutz folgte erst 1984.
Zwei Jahre zuvor, nämlich 1982, wurde der Wi 10 EN zunächst als P2-Sonderlöscher zugelassen, doch dieser Typ sollte in seinen vielen verschiedenen Varianten die Wi und WSi bis zum Ende der 1980er Jahre völlig verdrängen. 

GLORIA Wasserlöscher TYP DIN NASS 10 Baujahr 1957
GLORIA Wasserlöscher TYP N 10 Hn Baujahr 1958 *weiß*
GLORIA Wasserlöscher TYP N 10 Hf-30 Baujahr 1959
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 N Baujahr 1976
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 N Baujahr 1977
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 N Baujahr 1981
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 N Baujahr 1984
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 F Baujahr 1980
GLORIA Wasserlöscher TYP WSi 10 N Baujahr 1977
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 EN Baujahr 1982 *DIN Feuerlöscher
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 EN Baujahr 1982 *Sonderlöscher
GLORIA Wasserlöscher TYP W 10 DF Baujahr 1993

Die Schaumlöscher der Serien Cn / LW / Ni
Die ersten Schaumlöscher des Typs CN wurden Anfang der 1950er Jahre zugelassen und sie wurden - wie es eben Anfang der 1950er Jahre üblich war - auf chemische Art unter Druck gesetzt. Der Löscher wurde auf den Kopf gedreht, wobei sich in einer Art Kartusche Natron und Salz- oder Schwefelsäure mischten. Die chemische Reaktion erzeugte Kohlendioxid, welches das Schaummittel aus dem Behälter trieb.
Soweit ich das gesehen habe, gab es den Cn bis etwa Anfang der 1960er Jahre, wo er dann zusammen mit den Wasserlöschern vollständig verdrängt wurde. Die nächste Generation Schaumlöscher gab es dann erst wieder 1973 mit dem Typ Wi 10 LW und dem neuartigen Löschmittel LW 100. Der Wi 10 LW war sozusagen ein Einzelgänger, denn die Produktpalette erweiterte sich erst gegen Ende der 1980er Jahre um den Si 10 LW sowie den Si 10 Ni.

GLORIA Schaumlöscher TYP S 10 Cn Baujahr 1960
GLORIA Schaumlöscher TYP Wi 10 LW Baujahr 1978
GLORIA Schaumlöscher TYP SI 10 LW Baujahr 1994
GLORIA Schaumlöscher TYP Si 10 NI Baujahr 1993

Die Kohlendioxidlöscher der Serien 802 / 806 / S / SE / SB / SBS / D / DB
Die Kohlensäure-Schneelöscher gehören zu den ältesten Geräten aus den Hause GLORIA und erhielten ihre Zulassung im Jahre 1950 als Sonderlöscher. Zunächst gab es die Varianten 806 mit 6 kg und 802 mit 1,5 kg Inhalt.
Ende der 1950er Jahre waren mit den Typen KS 6, KS 1,5 D und KS 1,5 S schon drei Modelle im Programm und in den 1960ern erweiterte sich die Produktpalette mit den Typen KS 6 S, KS 6 SG, KS 1,5 SG, KS 1,5 SB sowie weiteren Sondermodellen für Bund und Behörden erheblich. Auch der fahrbare KS 2x6 war ab 1961 erhältlich.
Mit dem Jahre 1977 endete die Produktion der 1,5 kg-Geräte und an ihre Stelle traten 1978 erstmals solche mit 2 kg Inhalt. Ab etwa 1980 kamen die ersten Hochdruck-Aluminiumbehälter auf den Markt, sodass die Kohlendioxidlöscher neben der altbekannten Stahlausführung fortan auch mit Alubehälter erhältlich waren.

1,5 kg Inhalt
GLORIA Kohlensäure-Schneelöscher TYP 802 Baujahr 1955
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1980 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1981 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1982 - Stahl
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1982 -Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1984 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1988 - Stahl
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 SE Baujahr 1984 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 SE Baujahr 1986 - Stahl
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 SE Baujahr 1992 - Stahl
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 SE Baujahr 1992 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 SE Baujahr 1993 - Stahl
GLORIA Kohlensäure-Gaslöscher TYP KS 6 SG Baujahr 1976


Die Tetralöscher der Serien TETRA-LÖSCHER! / DIN TETRA
Tetralöscher gehören zu den ersten Feuerlöschern überhaupt und auch GLORIA hatte sie spätestens seit 1950 im Programm.
Bis 1963 brachte GLORIA unter der internen Seriennummer 700 eine Vielzahl von Tetralöschern in allen möglichen Größen heraus; der Inhalt betrug 0,5 bis max. 6,0 Liter reines Tetrachlormethan. Um 1957/58 fand eine Typenbereinigung statt und fortan gab es bis zum Produktionsende 1963 nur noch die Größen 0,8 und 2,0 Liter. Wirkliche Typenbezeichnungen hat es nie gegeben und auf den ersten Löschern steht noch nicht einmal eine Inhaltsangabe - diese musste man sich zunächst noch aus der internen Seriennummer herausreimen - im Schriftbild tauchten solche Bezeichnungen 1952 das erste Mal auf. 1964 wurde dem Tetrachlormethan als Löschmittel endgültig die Zulassung entzogen und an seine Stelle traten dann ausschließlich die weitaus weniger giftigen CB-Löscher.

GLORIA TETRA-LÖSCHER TYP 0,8 Ltr Baujahr 1958
GLORIA TETRA-LÖSCHER TYP 0,8 Ltr. Baujahr 1962
GLORIA TETRA-LÖSCHER TYP 1 Ltr. Baujahr 1951
GLORIA TETRA-LÖSCHER TYP 1 Ltr. Baujahr 1952
GLORIA TETRA-LÖSCHER TYP 702 - 2 Ltr. Baujahr 1956
GLORIA DIN TETRA 2 TYP 702 - 2 Ltr. Baujahr 1957
GLORIA DIN TETRA 2 TYP 702 - 2 Ltr. Baujahr 1961
GLORIA TETRA-LÖSCHER TYP 704 - 4 Ltr. Baujahr 1955

Die CB-Löscher der Serien CB / Vergaserbrand-Löscher CB 0,2
Die ersten CB-Löscher des Hauses GLORIA erhielten ihre Zulassung 1957 und fanden vor allem in der 0,2 Liter-Version als Vergaserbrand-Löscher große Verbreitung. Bei Automarken wie VW zum Beispiel gehörten diese kleinen GLORIA-Vergaserbrand-Löscher in einigen Modellen zur Grundausstattung, weswegen sie heute recht begehrte Sammlerstücke sind. Es gab noch eine 0,8 Liter-Version, doch diese ist relativ selten und stand immer im Schatten der günstigeren Tetralöscher. Nach dem Verbot der Tetralöscher konnten diese noch auslaufend, d.h. bis zum Einsatz verwendet werden, die Neufüllung erfolgte dann allerdings mit CB. So kann es sein, dass hier und da 2 Ltr.-Geräte kursierten, doch sind dies im Ursprung alles umgerüstete Tetralöscher. Das CB verschwand bei GLORIA spätestens Ende der 1960er Jahre aus dem Programm. Die letzten Modelle, die ich so gesehen habe stammten von 1967.

GLORIA Vergaserbrand-Löscher TYP CB 0,2 Baujahr 1957/58

Die Halonlöscher der Serien H / V / VN / AV / DB / Nürburg
Ab 1973 gab es mit dem Bromchlordifluormethan, kurz Halon 1211 oder Freon 12 B 1, wieder ein Löschmittel aus den Autoklaven der Chlorchemie und dieses war auch wieder wesentlich ungiftiger als sein Vorgänger CB. Wirklich gesund war es natürlich immer noch nicht und es vermochte in hohen Dosen das Nervensystem ganz gehörig durcheinander zu bringen. Zudem schädigte es massiv die Ozonschicht - das wusste man in den 1970er Jahren allerdings noch nicht. Das neue Halon 1211 war im Gegensatz zu seinen Vorgängern Tetra (Halon 1400) und CB (Halon 1011) gasförmig und da man das Verhalten des Dampfdrucks und die Aggressivität der neuen Chemikalie noch nicht 100%ig sicher einschätzen konnte, wurde das erste Halon 1211 in massive Behälter auch Chrom-Molybdän-Stahl gefüllt, wodurch die Geräte irrsinnig teuer waren. Das Halon selbst war schon sehr teuer und so ein H 2,0, wie Ihr hier links seht, kostete stolze 279,50 ab Werk zzgl. Mehrwertsteuer. Die Inhaltsangabe war noch in Litern, sodass ein H 2,0 mit gut 4 kg Halon 1211 gefüllt war.
1978 wurde das Halon in einfache Stahlblechbehälter gefüllt, da sich die immensen Sicherheitsvorkehrungen als nicht notwendig herausstellten. Teuer blieben sie trotzdem. Halon 1211 war das effektivste Löschmittel gegen Brände von Stoffen der Brandklassen B- und C und auch bis heute gibt nicht einmal ansatzweise etwas vergleichbares. Aufgrund der FCKW-Halon-Verbotsverordnung verschwanden die Halonlöscher 1994 schlagartig von der Bildfläche und sind heute nur noch schwer zu bekommen. Lest bald mehr...

GLORIA Halonlöscher TYP H 2,0 Baujahr 1977
GLORIA Halonlöscher TYP HA 2 DB Baujahr 1981
GLORIA Halonlöscher TYP Nürburg HA 2 AV Baujahr 1981
GLORIA Halonlöscher TYP HA 2 V Baujahr 1978
GLORIA Halonlöscher TYP HA 4 V Baujahr 1983
GLORIA Halonlöscher TYP HA 6 V Baujahr 1978 - erste Version
GLORIA Halonlöscher TYP HA 6 V Baujahr 1981
GLORIA Halonlöscher TYP HA 6 V Baujahr 1983
GLORIA Halonlöscher TYP HA 4 VN Baujahr 1986 BCF Fire Extinguisher
GLORIA Halonlöscher TYP HA 6 VN Baujahr 1990
GLORIA Halonlöscher TYP HA 6 VN Baujahr 1991

Auto-Feuerlöscher
GLORIA Pulverlöscher TYP P 0,8 G Baujahr 1960
GLORIA Pulverlöscher TYP P 0,8 G Baujahr 1960 chrom
GLORIA Pulverlöscher TYP P 1 G Baujahr 1961
GLORIA Pulverlöscher TYP P 1 G Baujahr 1962
GLORIA Pulverlöscher TYP P 1 G Baujahr 1963
GLORIA Pulverlöscher TYP P 1 G Baujahr 1964
GLORIA Pulverlöscher TYP P 1 G Baujahr 1965
GLORIA Pulverlöscher TYP PG 1 H Baujahr 1966
GLORIA KFZ-Pulverlöscher TYP PG 2 E Baujahr 1973

Schnittmodelle / Übungslöscher
GLORIA Schnittmodell TYP Pi 6 G Baujahr 1961 (Werks-Ausfertigung)
GLORIA Schnittmodell TYP Pi 6 Baujahr 1977 (Werks-Ausfertigung)
GLORIA Übungslöscher TYP ÜL 6 Baujahr 1994

Fahrbahre Feuerlöscher
GLORIA Pulver-Löschgerät TYP P 50 Baujahr 1975
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 6 S Baujahr 1982 - Englischsprachiger Raum

Feuerlöscher OVP
GLORIA Wasserlöscher TYP Wi 10 F Bj. 1979 - OVP
GLORIA Vergaserbrandlöscher TYP CB 0,2 Bj. 1967 - OVP

Die Feuerlöscher nach DIN EN 3
Mitte 1992 trat die Europäische Norm EN 3 (DIN EN 3) in Kraft und brachte wesentliche Änderungen zur bisher gültigen DIN 14406 Teil 1-3 mit sich, wie z. B. die Ermittlung des Löschvermögens (Rating) für die Brandklassen A und B, geänderte Füllmengen bei Kohlendioxid-, Pulver- und Nassfeuerlöschern oder den Wegfall der Bauart-Kennbuchstaben. Ihr fielen nach und nach fast alle bekannten Feuerlöschertypen der DIN 14406-Ära zum Opfer, sodass sie eine deutliche und ganz wesentliche Zäsur in der bisherigen Feuerlöscherwelt darstellt.

Pulverlöscher der Serien Pi / PS / PE / PEP / PSP / PSE
GLORIA Pulverlöscher TYP Pi 6 G Baujahr 2000


Pulver-Dauerdrucklöscher der Serie PD
GLORIA Pulverlöscher TYP PD 4 GA Baujahr 1994
Schaumlöscher der Serien SKK / S / Si / SE / SDE
GLORIA Schaumlöscher TYP SKK 6 LW Baujahr 1999

Schaumlöscher der Serien EASY / PRO / STAR

*Die Typen ENI werden offiziell als Wasserlöscher bezeichnet, doch enthalten sie kein Wasser sondern "IMPREX A" - ein spezielles Schaummittel für die Brandklasse A. ENI-Geräte sind demnach Schaumlöscher.

Wasserlöscher der Serien EASY / PRO / STAR
GLORIA Wasserlöscher TYP WH 6 EASY Baujahr 2012
GLORIA Wasserlöscher TYP WF 9 EASY Baujahr 2015

Kohlendioxidlöscher der Serien SBS / S / SE / ST / AM
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 5 S Baujahr 1993 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 5 S Baujahr 1998 - Stahl
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 5 SE Baujahr 1998 - Stahl ohne Fußring
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 5 SE Baujahr 2000 - Alu
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 5 SE Baujahr 2003 - Alu Check-Control
GLORIA Kohlendioxidlöscher TYP KS 5 AM Baujahr 2005 - Antimagnetisch

Fettbrandlöscher der Serien RC / FC / DRC / DFC / SFI / EASY
GLORIA Fettbrandlöscher TYP W 3 DRC Baujahr 2005
GLORIA Fettbrandlöscher TYP W 3 DFC Baujahr 2008
GLORIA Fettbrandlöscher TYP SFI 6 Baujahr 2011
GLORIA Fettbrandlöscher TYP FB 6 EASY Baujahr 2017

Designlöscher der Serien F2000 und F6
GLORIA Pulverlöscher TYP F6 G Exclusive Baujahr 1998

Weitere Informationen zu GLORIA-Feuerlöschern
Piktogramme der Brandklassen 1973 - 2005
GLORIA-Aufdrucke 1949-1992 - der Versuch einer Chronik
Kohlensäure-Gaslöscher - Die schöne und das Biest
Vom Sammeln und Horten: So sammelt man richtig


©. Menzel 2018-2022

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