Donnerstag, 22. Januar 2026

Crans Montana - Ein Feuerlöscher hätte geholfen

Am Neujahrsmorgen bricht gegen 01:30 in einer voll besetzten Bar im Schweizer Skiort Crans Montana ein Brand aus, welcher 40 überwiegend sehr junge Menschen das Leben kostet und knapp 120 weitere Gäste teils schwer verletzt. Als Ursache für diese verheerende Bilanz wird von verschiedenen Seiten ein Pyrolysebrand mit anschließender Durchzündung der Rauchgase angegeben. Als Brandschutzbeauftragter besitze ich selbstverständlich umfangreiche Kenntnisse über das Brandverhalten von Baustoffen und der unter der Decke verbaute, salopp als „Pyramidenschaum“ bekannte Dämmstoff gehört unbehandelt definitiv zu den schlimmsten Stoffen, die in Brand geraten können. Bei Feuerwehren und auch in meiner Welt des vorbeugenden Brandschutzes ist er als „fester Treibstoff“ bekannt und gehört in die Baustoffklasse B3. Materialien dieser Kategorie haben zumindest in Deutschland nichts in derartigen Etablissements zu suchen  (siehe z. B. Sonderbauverordnung NRW).

Problematisch bei vielen Schaumstoffen wie diesem ist, dass sie aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung - teilweise auch noch verstärkt durch den Herstellungsprozess - einen hohen Brennwert bzw. Heizwert besitzen, welcher im oberen Bereich in etwa mit dem von Benzin, Diesel oder Heizöl EL vergleichbar ist. Hoher Brennwert bedeutet heißes Feuer und somit auch hohe Temperaturen beim Brand. Zudem entwickeln Schaumstoffe in kürzester Zeit Unmengen an giftigem Rauch, welcher noch voller brennbarer Bestandteile steckt. So kommt es, dass bei einem Brand von Schaumstoff der Rauch sehr schnell dicker und dicker wird und das heiß brennende Feuer viel Hitze sowohl in die Rauchschicht, als auch die Umgebung bringt. Durch die aufgeheizte Umgebung breitet sich das Feuer exponentiell aus und in Windes Eile brennen plötzlich mehrere Quadratmeter, was zu einem weiteren, enormen Temperaturanstieg im Brandraum führt. Andere brennbare Stoffe im Raum, wie z.B. Möbel, Holzverkleidungen und Kunststoffe fangen an zu dampfen und beginnen, brennbare Pyrolysegase freizusetzen, welche sich ebenfalls in der Rauchschicht anreichern. Irgendwann ist durch den permanenten Input von Hitze schließlich der Punkt erreicht, an dem das Rauch-Pyrolysegas-Gemisch so heiß wird und zündet. Dieser Prozess läuft sehr schnell ab, sodass es in der Regel nicht mehr als drei Minuten braucht, bis der Raum in Vollbrand steht. Temperaturen von 800 bis 1.000 Grad Celsius sind dabei keine Seltenheit. 

Ich möchte jetzt nicht auch anfangen zu erörtern, wer warum wie Schuld ist - das tun schon alle anderen und es ändert jetzt auch nichts an dem, was passiert ist. Es ist nunmal passiert und viel wichtiger ist es doch einmal zu fragen, ob es irgendetwas gegeben hätte, um einen Brand diesen Ausmaßes zu verhindern. Die Antwort lautet: Ja, ein Feuerlöscher! Feuerlöscher sind Kleinlöschgeräte, welche binnen weniger Sekunden einsatzbereit sind und einen im Entstehen begriffenen Brand sicher eindämmen und ablöschen können. Es gibt Videos im Netz, wo ein Gast versucht, das schnell immer größer werdende Feuer mit seinem Pullover oder seiner Jacke auszuschlagen. Funktioniert natürlich bei einem Feuer dieser Größe nicht mehr, aber mit einem Feuerlöscher hätte er den Brand in diesem Stadium noch wirksam bekämpfen können. Er hatte aber keinen und genau das war der letzte verhängnisvolle Baustein zur Katastrophe. Wäre innerhalb der ersten Minute ein Löschangriff mit einem oder mehreren Feuerlöschern erfolgt, wäre alles noch glimpflich ausgegangen und der Vorfall hätte - wenn überhaupt - höchstens in der örtlichen Zeitung gestanden. Entstehungsbrände, die mit einem Feuerlöscher bekämpft werden, tauchen in den Medien in der Regel gar nicht auf, weil nichts spektakuläres passiert.

Dieser Brand zeigt auf tragische Weise, wie wichtig Feuerlöscher sind, wie wichtig es ist, dass sie vor Ort sind, wie wichtig es ist, dass sie auch funktionieren, wie wichtig es ist, dass sie sichtbar, schnell erreichbar und sofort einsatzbereit sind und ebenso wie wichtig es ist, dass es auch ständig Personen vor Ort gibt, die wissen, wo der Feuerlöscher ist und wie er funktioniert. Letzteres kann man von Gästen natürlich nicht erwarten, weshalb dieser besagte Kenntnisstand beim Personal gut aufgehoben wäre und regelmäßig aktualisiert werden sollte. 

C. Menzel 2026

Freitag, 16. Januar 2026

GLORIA Typ P 6 D Baujahr 1970

Dieser P 6 D von 1970 erscheint im klassischen Stil seiner Zeit. Zum typischen Erscheinungsbild gehören der umlaufende, dreifache Aufdruck, die zugehörigen drei Haltelaschen sowie die griffigen Gummibeschichtungen an Tragegriff und Druckhebel. Im Gegensatz zu den früheren Modellen fällt auf, dass der Ventilkörper nicht mehr einfach nur aus einem Messingblock mit eingelegtem Tragegriff besteht sondern deutlich schlanker daherkommt. Verchromt oder vernickelt mit aufgesetztem Tragegriff sehen Ventilkörper und Armatur nun aus wie eine Einheit. Schön!

Dieser Feuerlöscher ist ein ganz besonderes Modell für mich, denn es war der erste Feuerlöscher, den ich als kleiner Knirps wirklich ganz in Ruhe aus der Nähe betrachten und sogar anfassen konnte. Dauerdrucklöscher wie dieser fanden sich im Prinzip nur in privaten Haushalten vor der Ölheizung und nur ganz selten in der Öffentlichkeit. Dieser hier - und es ist wirklich das originale Gerät - hing bei Familie Wolff im Keller. Sie waren von 1978 - 1984 unsere Nachbarn und Edith hat ab ungefähr meiner 8. Lebenswoche auf mich aufgepasst und mich umsorgt, da meine Mutter schon früh wieder arbeiten gehen musste. Heute würde man Tagesmutter sagen, aber den Begriff gab es früher glaube ich noch gar nicht und das würde unser Verhältnis nicht auch nur im Ansatz richtig umschreiben. Edith und ihr Mann Heiner waren wie Eltern für mich sowie auch für meinen Bruder und nachdem wir 1984 von Lipperode ins benachbarte Esbeck gezogen sind, blieb dieses Verhältnis bestehen, woraus sich eine wirklich echte Freundschaft entwickelt hat. Heute sind beide weit über 80 und erst vor zwei Wochen haben wir mit meinem Bruder und den beiden zusammengesessen und über alte Geschichten erzählt. Schön! Das gibt es nicht oft.

Ja - wie damals üblich in Wohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre bollerte auch bei Edith und Heiner eine Ölheizung im Keller und die Feuerungsverordnung schrieb vor, dass ein Feuerlöscher griffbereit vorhanden sein musste. Das war dann genau dieses Gerät, welches unmittelbar neben der Tür zum Heizraum in einem kleinen Vorsprung hing. Er hing auf etwa gut 1,80 m Höhe wenn ich mich recht erinnere und was glaubt ihr, wie oft ich da runter wollte nachdem ich wusste, dass er da hängt. Immer, jedes Mal, wenn ich da war - und das war oft. Wenn mich Edith oder Heiner auf dem Arm in den Keller trugen, hatte er die perfekte Höhe zum gucken und anfassen für mich. Als ich dann etwas älter war, hat Heiner den Feuerlöscher wann immer ich das wollte nach oben in die Wohnung geholt und da wurde er erstmal geputzt und gewienert, bis er mit der Sonne um die Wette glänzte. Ganz toll fand ich immer diesen kippeligen Boden, das weiß ich noch.

Und dann - das haben sie bei unserem Treffen letztens noch erzählt - wurde 1989 die Ölheizung durch eine Gasheizung ersetzt und hinfort waren alle Verordnungen und Vorschriften, die diesen Feuerlöscher dort sehen wollten und dann habe ich ihn bekommen - und das ist jetzt auch schon 37 Jahre her. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

C. Menzel 2026

Samstag, 29. November 2025

Auf Spurensuche im Klinikum Lippstadt (EVK)

In Lippstadt gibt es zwei Krankenhäuser, welche vor gar nicht allzu langer Zeit unter der Bezeichnung „Klinikum Lippstadt GmbH“ zusammengefasst wurden. Unter sehr vielen Lippstädtern sowie auch bei mir sind noch die alten Bezeichnungen „Katholisches Krankenhaus oder Dreifaltigkeits-Hospital“ (Standort Klosterstraße) und „Evangelisches Krankenhaus EVK“ (Standort Wiedenbrücker Straße) in Gebrauch und ich glaube, dass sich das in den Köpfen von denen, die es noch so kennen, auch nicht ändern wird - also bei mir glaube ich nicht, ich tue mich da immer sehr schwer mit sowas. Hier links sehen wir das EVK mit seiner markanten Rettungswagen-Abfahrt im November 2025. In beiden Krankenhäusern war ich schon sowohl als Patient, als auch (zum Glück wesentlich häufiger) als Besucher unterwegs und ich bin ja einer, der auch früher schon immer und überall auf die Feuerlöscher geachtet hat. Heutzutage kommt zum reinen Interesse auch noch eine Form von Berufskrankheit hinzu und deshalb schau ich natürlich doppelt und dreifach hin.


Ja - just diese Tage war ich sehr häufig im EVK unterwegs und da kamen mir eben diese alten Erinnerungen an frühere Besuche von vor 30 - 40 Jahren wieder in den Sinn und ich fand es natürlich mächtig interessant, wie sich alles verändert hat. Also meine frühesten Erinnerungen reichen bis in die 1980er Jahre zurück, denn das EVK hatte eine Kinderklinik, in welcher mein Bruder lag weil er als Frühchen auf die Welt kam. Genau wie heute auch musste er da so lange liegen und umsorgt werden, bis alles wohlbehalten ist und das kann ja nun mal mehrere Wochen dauern. Damals war es so, dass das Kind alleine - ohne Mutter - dort lag und somit standen tägliche Besuche meiner Eltern an der Tagesordnung. Hin und wieder „musste“ ich mit, weil sich niemand um mich kümmern konnte und das war auf der einen Seite immer ziemlich blöd, da ich als Kind keinen Zutritt hatte und gefühlt stundenlang allein in einem Wartebereich zubringen musste mit meinen Herrenbüchern von Roger Hargreaves oder Lurchis Abenteuern. Andererseits waren die Besuche dort sehr interessant, weil es in so einem Krankenhaus jede Menge Feuerlöscher gibt. Aus dieser frühen Zeit erinnere ich mich allerdings nicht an wirklich viel - lediglich an einen GLORIA KS 6 S der ersten Version, welcher am Treppenabgang zum Heizkeller hing, so wie wir hier links einen sehen. Erblicken konnte ich ihn nur deshalb, weil damals wohl gerade Teile der Heizungsanlage getauscht wurden. Es lagen zumindest haufenweise Rohre auf der Wiese vor der Heizzentrale, die Tür stand offen und genau in diesem Moment konnte ich einen Blick darauf erhaschen. Toll war das und ich weiß noch heute, wie gern ich diesen Feuerlöscher gehabt hätte. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich da auch von geträumt habe. Heute könnte ich nicht mal genau sagen, wo das denn war, da sich alles so verändert hat.

Ich habe jetzt die Tage dann auch erstmal versucht herauszufinden, wie das denn mal alles war und am Besten in Erinnerung geblieben sind mir die Besuche in den 1990er Jahren. Diese lagen mit 1993 und 1996 auch recht nah beieinander - 1993 war ich dort eine gute Freundin der Familie besuchen und 1996 war ich selbst als Patient dort - überstellt von Dr. Budde zum Röntgen wegen einer akuten Stirnhöhlenentzündung. Der ganze Komplex geht im Kern auf die 1960er Jahre zurück, wie man hier links anhand dieses markanten Vorbaus im Außenbereich sehen kann und drinnen an den Aufzugtypenschildern (Baujahr 1965) oder dem grünlichen Natursteinboden im hinteren Treppenhaus. Ansonsten steht da irgendwie kein Stein mehr auf dem anderen, denn das EVK wurde seit den 1990ern mächtig saniert und es gibt zahlreichen Um- und Anbauten im Innen- und Außenbereich. Wenn man ungefähr vor 30 Jahren das letzte Mal da war, ist das in Gesamtheit alles nicht mehr nachvollziehbar, wie wo was gewesen ist.

Der große KS 6 SE
Ich erinnere mich aber sehr gut daran, dass damals links im Eingangsbereich so eine Art Pforte oder Zentrale mit allerhand elektrischen Einbauten gewesen ist und dort saßen bei einem der Besuche zwei in weiß gekleidete junge Männer - weißes Poloshirt, weiße Hose, Tennissocken und weiße Clogs; so ähnlich wie die Jungs in der Schwarzwaldklinik. Es war warm - es muss August 1993 gewesen sein - die Tür stand offen und gab den Blick frei auf einen riesigen GLORIA KS 6 SE in der letzten Version der neuen Generation unter der DIN 14406 mit schwarzem Tragegriff und dem davon sehr weit abstehenden roten Druckhebel. Wer sich mal gefragt hat, warum die Armatur so sperrig ist: Zwischen Tragegriff und Druckhebel befindet sich das Sicherheitsventil mit Berstscheibe und das macht diese Armatur besonders, denn so etwas hatte es vorher nie gegeben und später auch nie wieder. Ein wahres Monster, über 1 m hoch in der Stahl-Variante und ich glaube, dass ich diesen Typ dort das erste Mal gesehen habe. Mega, dieses Gerät und auch den wünschte ich natürlich gern zu besitzen damals. Wie bei dem KS 6 S aus der Heizzentrale ein paar Jahre zuvor.

Grundsätzliche Ausstattung Anfang der 1990er Jahre
Ansonsten ist mir noch sehr präsent, dass am Anfang der Flure auf der linken Wand immer zwei Feuerlöscher hingen - und zwar nebeneinander ein ABC-Pulverlöscher GLORIA Typ Pn 6 G und rechts daneben ein Kohlendioxidlöscher GLORIA Typ KS 2 SBS - in Etwa so, wie wir es hier links sehen. 
Dass diese beiden Geräte genau in der Reihenfolge hingen, ist völlig unstrittig, doch ob es jetzt wirklich am Anfang der Flure war… Ich meine schon. Zumindest in den Fluren, wo ich damals gewesen bin. Bei Pulverlöscher und Krankenhaus werden jetzt viele wahrscheinlich die Nase rümpfen - zurecht, das tue ich in der heutigen Zeit auch, aber man soll es nicht meinen: Es gibt in den 2020er Jahren tatsächlich noch Krankenhäuser, wo Pulverlöscher auf den Fluren hängen. Ein Wahnsinn, denn mit 1x drücken kann je nach Ausstattung ein Schaden von mehreren 10.000 € entstehen.

Pulver war Standard
Damals vor über 30 Jahren war das Löschmittel Pulver jedoch Standard - im Supermarkt, in der Schule und natürlich auch im Krankenhaus. Es gab zwar in den 1980er Jahren auch wieder Schaumlöscher, doch die waren teuer in der Anschaffung und teuer im Unterhalt, sodass sie kaum am Markt vertreten waren. Ich habe gerade mal überlegt, wo ich als Kind in den 1980er und frühen 1990er Jahren mal einen DIN-Schaumlöscher gesehen habe… nirgendwo. Wenn irgendwo eine Alternative zu einem Pulverlöscher her musste, dann wurde in der Regel auf Wasserlöscher zurückgegriffen. Obwohl die Leistung im Vergleich zu Pulver deutlich geringer war, kamen sie in Schulen oder Verwaltungen häufiger zum Einsatz - das habe ich zum Beispiel damals an meiner alten Schule, dem Ostendorf-Gymnasium selbst erlebt. Dort gab es einen Wasserlöscher im alten Osttrakt vor dem markanten Übergang zum Mitteltrakt. Aber Wasserlöscher in einem Krankenhaus… da war man skeptisch und ich habe dort auch noch nie einen gesehen. In Krankenhäusern kommen große Mengen brennbarer Flüssigkeiten der Brandklasse B zum Einsatz und es gibt Unmengen von Schaumstoffen und anderen Kunststoffen… da kommt ein reiner Wasserlöscher nicht gegen an.
Hinzu kommt, dass es bis zur Ablösung der deutschen DIN 14406 durch die Euronorm EN 3 im Jahre 1993 (de facto am Markt wahrscheinlich nicht vor 1994) die Schaum- und Wasserlöscher ausschließlich mit 10 l Inhalt gab und sie dementsprechend schwer und klobig waren. Hier links sehen wir einen zeitgenössischen Wasserlöscher nach DIN mit 10 l Inhalt - Wasser + Netzmittel ergibt 10,3 kg Netto-Löschmittelmasse plus Behälter und Anbauteile - so ein Ding ist wirklich groß und schwer und kratzt an der 18 kg-Marke. Da war ein Pulverlöscher mit nur 6 kg Inhalt und einem Gesamtgewicht um 10 kg deutlich einfacher zu handhaben und zudem auch deutlich effektiver. Die benutzte Pn-Variante, s. o., war durch den rückseitig am Behälter verlaufenden Schlauch auch einer der kompaktesten Feuerlöscher seiner Zeit und bot wahrscheinlich das beste Preis-Leistungsverhältnis. In vielen städtischen Gebäuden sowie in Parkhäusern war der Pn auch zu finden.

Ein Hauch von Erstausstattung
Um also alle in einem Krankenhaus vorherrschenden Brandgefahren sicher mit einem Handfeuerlöscher abdecken zu können, blieb den damals Verantwortlichen im Prinzip wahrscheinlich gar nichts anderes übrig, als der Einsatz von Pulverlöschern. Wenn man bedenkt, dass das Gebäude ursprünglich aus den 1960er Jahren stammt, kann eigentlich von Seiten des Brandschutzkonzeptes damals auch nichts anderes gefordert worden sein. In den 1960er Jahren gab es auch überhaupt keine Schaum- und Wasserlöscher, da diese so ziemlich herstellerübergreifend ab 1959 vollständig durch die leistungsstarken, verhältnismäßig günstigen, pflegeleichten und universell einsetzbaren Pulverlöscher verdrängt wurden. Zudem war der Begriff „Löschmittelschäden“ bei den Versicherern bis Anfang der 2000er Jahre noch nicht wirklich im Vokabular. Hier links sehen wir einen GLORIA Pn 6 G aus den späten 1960ern und genau ein solches Modell hätte zur Erstausstattung gehören können. Ich habe auf einer Station GLORIA-Standardhalterungen aus der Zeit von 1965-1972 entdeckt - zwar gekürzt und neu aufgehängt, weshalb man anzweifeln muss, dass das der originale Standort ist - aber trotzdem ein Hauch von Erstausstattung. Was da allerdings ursprünglich für Löscher dranhingen, weiß ich leider nicht. Kohlendioxidlöscher bzw. Kohlensäure-Schneelöscher, wie sie bis 1979 hießen, waren es nicht, denn die hatten andere Halterungen - auch die großen K6. Dieser alte Pn von 1969 dient nur als Beispiel. Es könnten auch Pi dort gewesen sein, aber ich weiß es wie gesagt leider nicht.
Vielleicht auch in weiß, denn bis etwa 1970 wurden in Krankenhäusern durchaus auch weiße Feuerlöscher installiert. Warum? Nun, man war der Ansicht, dass ein knallroter Feuerlöscher auf einer weißen Wand Körper und Geist soweit in Unruhe versetzen könnte, dass dadurch unter Umständen die Genesung beeinträchtigt wird… Verrückt… mir geht es so, wenn ich einen weißen Feuerlöscher mit knallrotem Aufdruck sehe… aber gut, so war das damals. Hier links sehen wir einen solchen Exoten vom Typ Pi 6 G aus der zweiten Hälfte der 1960er Jahre. Privatpersonen bzw. im Prinzip jeder, der solch ein Modell in weiß haben wollte, konnte diese Ausführung auch kaufen für Gewerbe oder privat. Ich meine irgendwo in einem alten Prospekt mal gelesen zu haben, dass ein Gerät in weiß 2 DM teurer war, als eines in rot. Muss ich nochmal gucken bei Gelegenheit, wo ich das gesehen habe. Wie gesagt: die weißen Modelle gab es bis etwa 1970 und somit kann es durchaus sein, dass die Erstausführung der Standard-Pulverlöscher in der Farbe weiß gewesen ist.

Kohlendioxid löscht rückstandsfrei 
Dass sich allerdings allem Standard zum Trotz über die Themen Löschmittelschäden und dadurch verursachte Ausfälle mitunter lebensrettender Geräte Gedanken gemacht wurden, zeigt die Tatsache, dass zumindest ab 1990 dem Pulverlöscher ein vollkommen rückstandsfrei löschender Kohlendioxidlöscher zur Seite gestellt wurde. Der benutzte Typ KS 2 SBS wurde erst 1990 zugelassen. Ob vorher auch schon eine Kombination aus Pulver und Kohlendioxid vorgehalten wurde, kann ich nicht sagen. Aus originalen Bauunterlagen anderer Krankenhäuser aus den 1970er Jahren weiß ich, dass das Löschmittel Kohlendioxid nur in OP- und EDV-Bereichen eingezeichnet war und möglicherweise ist es hier ähnlich konzipiert gewesen und die Kohlendioxidlöscher kamen später hinzu. Gut mitgedacht auf jeden Fall, denn wenn wirklich nur eine Kleinigkeit kokelt oder an irgendeinem Gerät - sei es irgendetwas aus der Medizintechnik oder der Fernseher im Patientenzimmer - ein Kabel schmort, kann das mit dem Löschmittel Kohlendioxid ohne jeglichen weiteren Schaden wortwörtlich ausgepustet werden. Vor gar nicht allzu langer Zeit war ich beruflich in einem Klinikum und habe dort zusammen mit meinem Kollegen auf Geheiß der Versicherung sozusagen an bestimmten Einrichtungen wie Unterverteilungen, ELA, Aufzugsmaschinenräume und dergleichen insgesamt über 30 Kohlendioxidlöscher nachgerüstet. Ich bin mir fast sicher, dass ich damals diesen Typ KS 2 SBS auch zum ersten Mal im EVK gesehen habe.

Die ASR fordert Schaumlöscher
Die Arbeitsstätten-Richtlinien in ihrer letzten Fassung von 1976 wurden 2004 durch die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) abgelöst und diese fordern, dass bei der Auswahl der eingesetzten Feuerlöscher die Folgen von Löschmittelschäden zu berücksichtigen, d.h. so gering wie möglich zu halten sind. Seit gut 20 Jahren ist es daher so, dass standardmäßig Schaumlöscher eingesetzt werden, da diese die in den meisten Bereichen vorherrschenden Brandgefahren durch Stoffe der Brandklassen A und B sicher beherrschen und den dabei geringsten Schaden verursachen. Schaum ist ein punktuelles Löschmittel - es wird nur der Brandherd selbst verschmutzt. Die modernen Schäume sind auch deutlich leistungsfähiger als die aus den 1980er Jahren und die 1993 neu eingeführte EN 3 ermöglichte zudem den Einsatz von handlichen 6 l Schaumlöschern - anstatt der dicken Eimer mit 10 l Inhalt und fast 20 kg Einsatzgewicht. Das Bild hier links zeigt den aktuellen Standard mit zwei Schaumlöschern auf dem Flur, wie hier links im Originalbild von mir selbst fotografiert am 01.11.2025. Kohlendioxid gibt es hier nicht mehr.
Ich wiederhole noch einmal, dass das EVK in den frühen 2000er Jahren umfassend saniert, um-, an- und ausgebaut wurde und im Zuge dessen zogen vermutlich die ersten modernen Schaumlöscher des Typs SKK 6 LW ein, so wie wir hier links und auch im Bild oben einen sehen. Der Typ SKK läutete Anfang der 1990er Jahre als eines der ersten Geräte unter der neuen EN 3 die Ära eines völlig neuartigen Schaumlöschers mit Kartuschentechnik ein, welcher im Unterhalt bezahlbar war und großen Anklang fand. Ich kenne das selbst von der Arbeit - alle Gebäude, die vor 2012 mit Schaumlöschern ausgestattet wurden, hatten alle den SKK und ich möchte einmal die Behauptung aufstellen, dass der Typ SKK ebenso wie der Typ Pi das meist verkaufte Gerät seiner Zeit war.
Aber die Ära des SKK und auch die des Nachfolgers SK ist vorbei. An ihre Stellen treten in den nächsten der neue fluorfreie Typ SKA+. Auch die beiden SKK, die ich im EVK gesehen habe, sind als 2005er Geräte am Ende ihrer Lebenszeit und sollten bei der nächsten Instandhaltung ausgetauscht werden.
Eine sehr schöne Reise bzw. Zeitreise an einen Ort, wo ich schon öfter war aber ewig nicht gewesen bin und es ist wirklich sehr interessant zu sehen, wie sich Orte verändern und wie sich - mit dem nötigen Hintergrundwissen dann - das Puzzle langsam ein Ganzes wird. Die Objekte, die ich als Brandschutzbeauftragter und Brandschutztechniker betreue, kenne ich persönlich nicht von früher, da ich in Lippstadt und nicht im Ruhrgebiet aufgewachsen bin. Es gibt zwar auch dort Hinweise und Relikte, die erahnen lassen, wie es früher einmal gewesen sein muss, aber das ist natürlich etwas ganz anderes im Vergleich zu Objekten, die man wirklich aus früheren Zeiten kennt.

Wer sich vielleicht jetzt fragt, was ich privat in einem Krankenhaus gemacht habe: Mein kleiner Sohn ist Ende Oktober im Klinikum Lippstadt, im alten EVK, zur Welt gekommen und in Anbetracht dessen ist so ein Krankenhausbesuch natürlich etwas sehr erfreuliches :)

C. Menzel 2025

Sonntag, 16. November 2025

GLORIA Typ P 6 GD Baujahr 1979

Hier haben wir nochmal einen klassischen 6 kg Dauerdrucklöscher nach alter DIN 14406. Dieser Feuerlöscher ist Baujahr 1979 und dürfte einer der allerletzten seiner Art sein, da die DIN 14406 bereits 1978 grundlegend überarbeitet wurde - zudem waren 1979 auch die neuen PD-Modelle schon am Markt.

C. Menzel 2025

Freitag, 14. November 2025

PFAS in Schaum- und Fettbrandlöschern

Das Thema rund um PFAS taucht immer häufiger in den Medien auf und diese als PFAS abgekürzten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen werden nun auch immer häufiger in einem Atemzug mit dem Wort Feuerlöscher verwendet. In meinem Beruf als Brandschutzbeauftragter und Brandschutztechniker habe ich täglich mit dem aktuellen PFAS-Diskurs zu tun und möchte nun auch hier einmal die Gelegenheit ergreifen, über dieses Thema zu sprechen. Die PFAS gehören zur Stoffgruppe der polyfluorierten Tenside (PFT) und stecken vor allem in Schaumlöschern und auch in allen anderen Nasslöschern, welche für die Brandklasse B geeignet und zugelassen sind. Die neuzeitlichen Schaumgemische, wie es sie seit Mitte der 1970er Jahre gibt, wurden in den letzen 50 Jahren schon einmal alle durch die Bank weg verboten und durch weniger schädliche Mittel ersetzt. Genau wie den PFOS und PFOA belasteten AFFF- (Lightwater / Glorilight) und Imprex-Schäumen (z.B. Imprex 05 / Imprex eco+, Imprex S etc.)* geht es nun also auch den weitaus weniger schädlichen, aber PFAS-haltigen Löschmitteln an den Kragen. Was ist denn daran so schlimm?

Das Problem an den PFAS bzw. an der ganzen Stoffgruppe der PFT ist, dass sie zu den sogenannten Ewigkeitschemikalien gehören. Diese künstlich geschaffenen chemischen Verbindungen sind persistent und bauen sich nicht ab. Dadurch, dass sie nicht abbaubar sind, gelangen sie über verschiedene Wege wie z.B. das Grundwasser in unsere Nahrungskette und reichern sich im Körper an. Selbst bei den Eisbären in der Antarktis seien schon PFAS im Blut nachgewiesen worden, wie ich erst vor einigen Monaten bei einer Fachtagung hörte. Alles, was sich im Körper anreichert und dort nicht hingehört, ist potentiell schädlich und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. So wie das Rauchen… aber das ist ein anderes Thema. Die aktuelle PFAS-Regulierung sieht vor, den Einsatz solcher Löschmittel zunächst drastisch zu reduzieren und in absehbarer Zeit ganz zu verbieten. Notwendige Neufüllungen mit fluorhaltigen Löschmitteln sind ab diesem Jahr nicht mehr möglich und nach jetzigem Stand müssen bis zum 31.12.2029 alle betroffenen Geräte vom Markt sein.

Jetzt stellt sich natürlich die spannende Frage, welche Geräte betroffen sind und eine Antwort auf diese Frage kann herstellerübergreifend unter völligem Verzicht von Typenbezeichnungen oder Zulassungsnummern ganz einfach getroffen werden: Alle Schaum- und Fettbrandlöscher, welche im Siebdruck das Piktogramm der Brandklasse B tragen und vor 2022 produziert worden sind, werden ein PFAS-belastetes Löschmittel haben. Viele 2022er Geräte darüber hinaus auch noch - ganz einfach deshalb, da das Ganze so eine Art Nacht-und-Nebel-Aktion war. Ich erinnere mich an den Dezember 2021 - da gab es dann ganz hoheitlich von GLORIA selbst ein Online-Briefing - es war ja Corona - zum Thema und ab da nahm das Ganze dann seinen Lauf. Die Hersteller mussten dann natürlich head over heels entsprechende Löschmittel ohne PFAS entwickeln und das ging halt nicht von heute auf morgen… und deshalb wurden 2022 noch viele fluorhaltige Schaum- und Fettbrandlöscher verkauft. Wirklich sicher sein einen fluorfreien Schaum- oder Fettbrandlöscher zu besitzen kann man tatsächlich nur dann, wenn man im Fachhandel ein Gerät kauft bzw. gekauft hat, welches eindeutig als fluorfrei deklariert ist. Begriffe wie Öko, Eco, Eco+, Bio, Nature und dergleichen zählen nicht. Auch bildliche Darstellungen wie Bäume und allsonstiges sind irreführend, wenn da nicht fluorfrei drunter steht. Manche Hersteller haben auch im Siebdruck irgendwo noch dazugeschrieben, dass das Löschmittel nur 0,04% Fluor enthält… das ist ja alles gut und schön, doch es sind dann aber immer noch 0,04% Fluor zu viel.

Der Fachhandel empfiehlt, fluorhaltige Schaum- und Fettbrandlöscher alsbald im Rahmen der nächsten anstehenden Instandhaltung durch ein fluorfreies Gerät zu ersetzen. Noch ist die Entsorgung nämlich einigermaßen günstig. Wenn das Verbot erst einmal in voller Reichweite gegriffen hat, dann steigen auch die Entsorgungskosten. Es soll in Europa nur eine Hand voll Anlagen geben, die in der Lage sind, fluorhaltige Abfälle nach den neuen Kriterien fachgerecht zu entsorgen. Das lässt die Entsorgungskosten natürlich explodieren wie beim Halon. Die Entsorgungskosten von 1kg Halon liegen aktuell bei satten 25,00 € (6 kg-Halonlöscher = 125,00 € Entsorgungskosten) und diesen teuren Weg werden auch die fluorhaltigen Löschmittel einschlagen. Daher nochmals die dringende Empfehlung, PFAS-haltige Feuerlöscher bei der nächsten Gelegenheit fachgerecht entsorgen zu lassen und zu ersetzen.

Betroffen sind wie gesagt nur Nasslöscher, welche auch für die Brandklasse B zugelassen sind und aus dem Hause GLORIA wären das die Schaumlöscher der Typenreihen SKK, SK, SE, SE+, SHKE, SKH, Ni, SDE, S6 und S2 sowie die Fettbrandlöscher Typ SFI und FB. Die SK-Serie ist auf fluorfreies Löschmittel umrüstbar, sofern der betreffende Löscher noch nie aktiviert und neu gefüllt wurde. Ob sich eine Umrüstung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt, hängt vom Alter und Zustand des Gerätes ab. Auch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Leistung für die Brandklasse B durch die Umrüstung erheblich sinkt. Fluorfreie Schaum- und Fettbrandlöscher der Typenserien SKA+ und FA würden sich als gleichwertiger Ersatz sehr gut eignen. Grundsätzlich nicht betroffen sind Wasserlöscher (A), Pulverlöscher (ABC / BC / D) und Kohlendioxidlöscher (B).

Dienstag, 28. Oktober 2025

GLORIA Typ P 12 GD Baujahr 1977

Hier haben wir einen der imposanten P 12 GD der späten 1970er Jahre, welcher alle typischen Merkmale bestens zum Ausdruck bringt. Am markantesten ist wohl die Druckhebelarmatur mit dem kurzen Druckhebel und dem langen, zum Ende hin geschwungenen Tragegriff. Die mittig am Behälter verlaufende Schweißnaht teilt den Aufdruck und sorgt in diesem Bereich für ein sperriges Erscheinungsbild. Der Schlauch ist im Vergleich zum riesigen Behälter geradezu winzig, weil diesbezüglich zwischen den wesentlich kleineren 6 kg-Geräten und den 12ern kein Unterschied gemacht wurde. Der Schlauch hatte immer dieselbe Länge, wodurch er beim großen 12er etwas kurz ist. Im Prinzip gab es diese großen 12kg Dauerdrucklöscher nur in Privathaushalten vor der Ölheizung und auch nur bei denen, die mehr als 5.000 Liter Heizöl bevorrateten. Die meisten Häuser, so wie auch unseres, haben Tanks bis 5.000 Liter Inhalt und somit kamen diese Geräte längst nicht so häufig vor, wie die kleinen 6er. In Industrie und Handel fand man sie kaum, aber genau solch ein Gerät hing bei Zoo Gerke in Lippstadt (Gartenstraße) im Kassenbereich. Es gab einen Tresen, wo die Kasse draufstand und an der Rückwand, wo sich auch noch allerlei anderes Zeug befand, hing auf etwa 1,80 m Höhe dieser riesige Feuerlöscher. Ich war häufiger mal bei Zoo Gerke, da sie dort eine große Teich- und Zierfischabteilung hatten und genau aus diesem Sortiment wurde immer etwas gekauft. Das muss so Anfang der 1990er Jahre gewesen sein und ich stand dann, wenn es ans Bezahlen ging, immer mit großen Augen an der Kasse und blickte ehrfürchtig auf diesen wahrhaft majestätischen Feuerlöscher.

Dieser Feuerlöscher hier hat eine schöne Geschichte zu erzählen, denn ich kannte ihn schon lange, bevor ich ihn mein Eigen nennen konnte. Er hing im Keller unserer damaligen Nachbarn, den Haases. Es hatte sich irgendwie so eingebürgert, dass Lothar und Edeltraud Haase immer am 2. Weihnachtstag am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen zu uns kamen und da die beiden selbst keine Kinder hatten, brachte „Onkel Haase“, wie wir ihn nannten, mir und meinem Bruder zu Weihnachten immer tütenweise Weihnachtsgeschenke mit. Ganz tolle Sachen, viel Lego für mich und für meinen Bruder, der 6 Jahre jünger ist als ich, gab es auch immer etwas nach seinen Interessen. Das machte ihnen großen Spaß, uns zu beschenken und es war immer richtig klasse. Im Gegenzug luden sie meine Eltern und uns Kinder dann immer an Neujahr zu sich ein und Haases hatten einen ganz tollen Partykeller mit Billardtisch, Spielautomaten, Jukebox und so weiter. Es dauerte dann natürlich nie lange, bis wir da runter wollten und unserem Wunsch wurde auch jedes Mal nachgekommen. Das Beste für mich war aber immer der Weg zum Partykeller, denn der führte am Heizraum vorbei und genau dort hing seit 1977 dieser Feuerlöscher auf einer schwarzen Tapete mit goldenen Ornamenten und lila Blumen. Den habe ich jedes Mal bewundert - haben konnte ich ihn aber lange Zeit nicht, da er nach den Maßgaben der FeuVO da hängen musste. Dann eines Tages - das muss so 2000/2001 gewesen sein - sah ich zufällig den Wagen eines Brandschutz-Kundendienstes vorm Haus und ich beobachtete weiter, dass der Mitarbeiter einen kleinen, neuen PD 6 G ins Haus trug. Wo ist denn „der Dicke“ fragte ich mich. Ein paar Tage oder Wochen später - so genau weiß ich das nicht mehr - traf ich Edeltraut vor der Haustür und fragte, ob sie einen neuen Feuerlöscher bekommen hätten, was sie bejahte. Auch auf meine Frage, ob der alte noch da ist, antwortete sie mit „Ja“ und schob direkt - sie kannte meine Vorliebe für Feuerlöscher - ein „Willst du den haben?“ hinterher und das war natürlich das Größte. Nach all den Jahren durfte ich ihn haben und ja - jetzt ist er schon seit etwa 25 Jahren in meinem Besitz - Kinder, wie die Zeit vergeht. Mittlerweile ist er natürlich drucklos und entleert.

C. Menzel 2025