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Freitag, 10. April 2026

Pulverlöscher in Aktenlagern, Antiquariaten und Archiven

Normalerweise werden Pulverlöscher seit ungefähr 30 Jahren wegen der immensen Löschmittelschäden ganz konsequent aus nahezu allen Innenbereichen verbannt und üblicherweise durch Schaumlöscher ersetzt. Nur dort, wo sie unentbehrlich sind, werden sie weiter vorgehalten. Typische Anwendung finden sie unter anderem in frostgefährdeten Bereichen wie Außenanlagen, Tiefgaragen und Parkhäusern, in Anlagen, wo versteckte, schwer zugängliche Brandherde vorhanden sein können wie in Heizungsanlagen oder KFZ-Werkstätten, in Betrieben, in denen hohe Temperaturen zu erwarten sind, die zu gefährlichen Wechselwirkungen mit nassen Löschmitteln führen können wie Gießereien, Verbrennungsanlagen, Brennöfen und nicht zuletzt auch in Anlagen und Betrieben, wo schnell viel Power gebraucht wird wie etwa Tankstellen, Lackstraßen, Tanklager, Raffinerien und Chemiebetriebe - in Sonderheit solche - wo Chemikalien verarbeitet und gelagert werden, die keinesfalls mit Feuchtigkeit in Verbindung gebracht werden dürfen (u.a. Ammoniunitrat, Karbid, Chlorate und Peroxide).

Das Löschmittel Pulver scheint heutzutage also als reines Sonderlöschmittel für ganz spezielle Anwendungszwecke eingesetzt zu werden und von daher dürfte es in diesem Zusammenhang sehr interessant zu lesen sein, dass Pulverlöscher häufig auch in Aktenlagern, Archiven und Antiquariaten mit verpflichtend aufzubewahrenden Aktenbeständen, zum Teil sehr alten, einzigartigen und unwiederbringlichen Dokumenten und/oder Büchern zum Einsatz kommen. Nicht etwa, weil es die günstigste Lösung ist sondern ganz bewusst und man kann sich durchaus die berechtigte Frage stellen, warum das denn so ist.

Vor einiger Zeit hatte  ich ein sehr angenehmes, aufschlussreiches und informatives Gespräch mit Klaudia Ketz, der Inhaberin des Antiquariates Hans-Jürgen Ketz in Münster. Wir saßen in einem alten Haus an einem alten Tisch auf alten Stühlen und waren umgeben von Unmengen wirklich alter und wahrscheinlich auch wertvoller Bücher. Der Grund meines Besuchs war dieser alte Feuerlöscher von GLORIA, Typ Pn 6 S von 1965, den wir hier links sehen. Die Atmosphäre war toll, das muss ich wirklich sagen und der alte Feuerlöscher hat vom Ambiente sehr gut dort hineingepasst.

Wir unterhielten uns natürlich über den Feuerlöscher, welcher 1965 mit der neuen Ölheizung in das wesentlich ältere Gebäude (ich schätze 1930er Jahre) eingezogen ist und eigentlich im Keller hing und nicht im Antiquariat selbst. Damals sorgte er dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechend für den ausreichenden Schutz der Feuerungsanlage und Frau Ketz fragte, ob der Feuerlöscher denn noch funktionstüchtig wäre - doch das konnte ich nur vereinen. Sie hatte es sich natürlich schon gedacht, dass ein 60 Jahre alter Feuerlöscher keinen Schutz mehr bietet und deshalb hat sie ihn ja auch abgegeben. Ich fügte noch an, dass das enthaltene BC-Pulver schon in den späten 1970er Jahren nicht mehr den Anforderungen der Feuerungsverordnung entsprach und es sich für so etwas wie antiquarische Bücher auch in keinster Weise eignen würde. Im Grundsatz gehören Bücher - egal ob antiquarisch oder neu - ausschließlich der Brandklasse A an, und Brände von Stoffen der Brandklasse A sind mit dem Standard-BC-Löschpulver nicht löschbar.


Schaut man mal in den entsprechenden Abschnitt der Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.2, liest man sehr schnell, dass sich bei Bränden von Stoffen der Brandklasse A anstelle von (ABC)-Pulver ohnehin Wasser- oder Schaumlöscher wesentlich besser eignen würden, da beim Einsatz solcher Geräte die Löschmittelschäden nur auf das Brandobjekt beschränkt bleiben. Soweit so gut, doch genau in diesem Punkt liegt das Problem. Wasser und Schaum zählen zu den nassen Löschmitteln und wenn Bücher nass werden, wird das Papier wellig, es klebt zusammen, schimmelt und was weiß ich und das Buch bzw. die Bücher, welche bei einem Entstehungsbrand  abgelöscht würden, wären danach definitiv und unwiederbringlich ein Fall für die Tonne. Frau Ketz bemerkte hierzu, dass das eigentliche Buch zunächst durch den Einband sehr gut eine gewisse Zeit vor der Einwirkung von Feuer, Hitze und Rauch geschützt ist. Auch an den offenen Kanten liegen die einzelnen Seiten so dicht aufeinander, dass ein Entstehungsbrand auch hier erst einmal nicht mehr Schaden als angesengte Ränder anrichten würde. Hitze und Feuer tun dem eigentlichen Inhalt des Buches in der Entstehungsphase eines Brandes also erst einmal nichts und um das Buch in dieser Phase nicht sprichwörtlich kaputt zu löschen, finden eben die ABC-Pulverlöscher auf diesem Gebiet eine doch breitere Anwendung, als man meint.
Beruflich betreue ich einige Archive mit wirklich alten Beständen und dort hängen auch nur Pulverlöscher. Ich weiß noch, als ich das erste Mal dort hinkam dachte ich auch… Pulverlöscher?? Aber nach etwas analytischem und einfachem Nachdenken erschloss sich mir dann der Grund zur Vorhaltung dieser Geräte. Um es ehrlich zu sagen: Auf der einen Seite wird beim Einsatz eines Pulverlöschers im Brandfall die Verschmutzung großer Teile des Bestandes billigend in Kauf genommen, was auf der anderen Seite jedoch gar nicht verhindert werden kann, wenn einzelne, direkt am Brandgeschehen beteiligte Bücher oder sonstige Dokumente bestmöglich erhalten bleiben sollen. Ebenso wie der Entstehungsbrand kann auch das Löschpulver so einem Buch erst einmal nichts anhaben, solange alles trocken ist bzw. bleibt. Der Löschpulver-Staub kann nämlich einfach abgebürstet, abgeblasen oder abgesaugt werden. Interessant oder? Also, wenn ihr demnächst mal irgendwo Pulverlöscher seht, könnt ihr ja mal darüber nachdenken, ob sie einfach die billigste Lösung für den Betreiber waren oder ob sie nicht doch einen ganz speziellen Zweck erfüllen.

C. Menzel 2026


Sonntag, 16. November 2025

GLORIA Typ P 6 GD Baujahr 1979

Hier haben wir nochmal einen klassischen 6 kg Dauerdrucklöscher nach alter DIN 14406. Dieser Feuerlöscher ist Baujahr 1979 und dürfte einer der allerletzten seiner Art sein, da die DIN 14406 bereits 1978 grundlegend überarbeitet wurde - zudem waren 1979 auch die neuen PD-Modelle schon am Markt.

C. Menzel 2025

Freitag, 14. November 2025

PFAS in Schaum- und Fettbrandlöschern

Das Thema rund um PFAS taucht immer häufiger in den Medien auf und diese als PFAS abgekürzten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen werden nun auch immer häufiger in einem Atemzug mit dem Wort Feuerlöscher verwendet. In meinem Beruf als Brandschutzbeauftragter und Brandschutztechniker habe ich täglich mit dem aktuellen PFAS-Diskurs zu tun und möchte nun auch hier einmal die Gelegenheit ergreifen, über dieses Thema zu sprechen. Die PFAS gehören zur Stoffgruppe der polyfluorierten Tenside (PFT) und stecken vor allem in Schaumlöschern und auch in allen anderen Nasslöschern, welche für die Brandklasse B geeignet und zugelassen sind. Die neuzeitlichen Schaumgemische, wie es sie seit Mitte der 1970er Jahre gibt, wurden in den letzen 50 Jahren schon einmal alle durch die Bank weg verboten und durch weniger schädliche Mittel ersetzt. Genau wie den PFOS und PFOA belasteten AFFF- (Lightwater / Glorilight) und Imprex-Schäumen (z.B. Imprex 05 / Imprex eco+, Imprex S etc.)* geht es nun also auch den weitaus weniger schädlichen, aber PFAS-haltigen Löschmitteln an den Kragen. Was ist denn daran so schlimm?

Das Problem an den PFAS bzw. an der ganzen Stoffgruppe der PFT ist, dass sie zu den sogenannten Ewigkeitschemikalien gehören. Diese künstlich geschaffenen chemischen Verbindungen sind persistent und bauen sich nicht ab. Dadurch, dass sie nicht abbaubar sind, gelangen sie über verschiedene Wege wie z.B. das Grundwasser in unsere Nahrungskette und reichern sich im Körper an. Selbst bei den Eisbären in der Antarktis seien schon PFAS im Blut nachgewiesen worden, wie ich erst vor einigen Monaten bei einer Fachtagung hörte. Alles, was sich im Körper anreichert und dort nicht hingehört, ist potentiell schädlich und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. So wie das Rauchen… aber das ist ein anderes Thema. Die aktuelle PFAS-Regulierung sieht vor, den Einsatz solcher Löschmittel zunächst drastisch zu reduzieren und in absehbarer Zeit ganz zu verbieten. Notwendige Neufüllungen mit fluorhaltigen Löschmitteln sind ab diesem Jahr nicht mehr möglich und nach jetzigem Stand müssen bis zum 31.12.2029 alle betroffenen Geräte vom Markt sein.

Jetzt stellt sich natürlich die spannende Frage, welche Geräte betroffen sind und eine Antwort auf diese Frage kann herstellerübergreifend unter völligem Verzicht von Typenbezeichnungen oder Zulassungsnummern ganz einfach getroffen werden: Alle Schaum- und Fettbrandlöscher, welche im Siebdruck das Piktogramm der Brandklasse B tragen und vor 2022 produziert worden sind, werden ein PFAS-belastetes Löschmittel haben. Viele 2022er Geräte darüber hinaus auch noch - ganz einfach deshalb, da das Ganze so eine Art Nacht-und-Nebel-Aktion war. Ich erinnere mich an den Dezember 2021 - da gab es dann ganz hoheitlich von GLORIA selbst ein Online-Briefing - es war ja Corona - zum Thema und ab da nahm das Ganze dann seinen Lauf. Die Hersteller mussten dann natürlich head over heels entsprechende Löschmittel ohne PFAS entwickeln und das ging halt nicht von heute auf morgen… und deshalb wurden 2022 noch viele fluorhaltige Schaum- und Fettbrandlöscher verkauft. Wirklich sicher sein einen fluorfreien Schaum- oder Fettbrandlöscher zu besitzen kann man tatsächlich nur dann, wenn man im Fachhandel ein Gerät kauft bzw. gekauft hat, welches eindeutig als fluorfrei deklariert ist. Begriffe wie Öko, Eco, Eco+, Bio, Nature und dergleichen zählen nicht. Auch bildliche Darstellungen wie Bäume und allsonstiges sind irreführend, wenn da nicht fluorfrei drunter steht. Manche Hersteller haben auch im Siebdruck irgendwo noch dazugeschrieben, dass das Löschmittel nur 0,04% Fluor enthält… das ist ja alles gut und schön, doch es sind dann aber immer noch 0,04% Fluor zu viel.

Der Fachhandel empfiehlt, fluorhaltige Schaum- und Fettbrandlöscher alsbald im Rahmen der nächsten anstehenden Instandhaltung durch ein fluorfreies Gerät zu ersetzen. Noch ist die Entsorgung nämlich einigermaßen günstig. Wenn das Verbot erst einmal in voller Reichweite gegriffen hat, dann steigen auch die Entsorgungskosten. Es soll in Europa nur eine Hand voll Anlagen geben, die in der Lage sind, fluorhaltige Abfälle nach den neuen Kriterien fachgerecht zu entsorgen. Das lässt die Entsorgungskosten natürlich explodieren wie beim Halon. Die Entsorgungskosten von 1kg Halon liegen aktuell bei satten 25,00 € (6 kg-Halonlöscher = 125,00 € Entsorgungskosten) und diesen teuren Weg werden auch die fluorhaltigen Löschmittel einschlagen. Daher nochmals die dringende Empfehlung, PFAS-haltige Feuerlöscher bei der nächsten Gelegenheit fachgerecht entsorgen zu lassen und zu ersetzen.

Betroffen sind wie gesagt nur Nasslöscher, welche auch für die Brandklasse B zugelassen sind und aus dem Hause GLORIA wären das die Schaumlöscher der Typenreihen SKK, SK, SE, SE+, SHKE, SKH, Ni, SDE, S6 und S2 sowie die Fettbrandlöscher Typ SFI und FB. Die SK-Serie ist auf fluorfreies Löschmittel umrüstbar, sofern der betreffende Löscher noch nie aktiviert und neu gefüllt wurde. Ob sich eine Umrüstung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt, hängt vom Alter und Zustand des Gerätes ab. Auch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Leistung für die Brandklasse B durch die Umrüstung erheblich sinkt. Fluorfreie Schaum- und Fettbrandlöscher der Typenserien SKA+ und FA würden sich als gleichwertiger Ersatz sehr gut eignen. Grundsätzlich nicht betroffen sind Wasserlöscher (A), Pulverlöscher (ABC / BC / D) und Kohlendioxidlöscher (B).

Dienstag, 28. Oktober 2025

GLORIA Typ P 12 GD Baujahr 1977

Hier haben wir einen der imposanten P 12 GD der späten 1970er Jahre, welcher alle typischen Merkmale bestens zum Ausdruck bringt. Am markantesten ist wohl die Druckhebelarmatur mit dem kurzen Druckhebel und dem langen, zum Ende hin geschwungenen Tragegriff. Die mittig am Behälter verlaufende Schweißnaht teilt den Aufdruck und sorgt in diesem Bereich für ein sperriges Erscheinungsbild. Der Schlauch ist im Vergleich zum riesigen Behälter geradezu winzig, weil diesbezüglich zwischen den wesentlich kleineren 6 kg-Geräten und den 12ern kein Unterschied gemacht wurde. Der Schlauch hatte immer dieselbe Länge, wodurch er beim großen 12er etwas kurz ist. Im Prinzip gab es diese großen 12kg Dauerdrucklöscher nur in Privathaushalten vor der Ölheizung und auch nur bei denen, die mehr als 5.000 Liter Heizöl bevorrateten. Die meisten Häuser, so wie auch unseres, haben Tanks bis 5.000 Liter Inhalt und somit kamen diese Geräte längst nicht so häufig vor, wie die kleinen 6er. In Industrie und Handel fand man sie kaum, aber genau solch ein Gerät hing bei Zoo Gerke in Lippstadt (Gartenstraße) im Kassenbereich. Es gab einen Tresen, wo die Kasse draufstand und an der Rückwand, wo sich auch noch allerlei anderes Zeug befand, hing auf etwa 1,80 m Höhe dieser riesige Feuerlöscher. Ich war häufiger mal bei Zoo Gerke, da sie dort eine große Teich- und Zierfischabteilung hatten und genau aus diesem Sortiment wurde immer etwas gekauft. Das muss so Anfang der 1990er Jahre gewesen sein und ich stand dann, wenn es ans Bezahlen ging, immer mit großen Augen an der Kasse und blickte ehrfürchtig auf diesen wahrhaft majestätischen Feuerlöscher.

Dieser Feuerlöscher hier hat eine schöne Geschichte zu erzählen, denn ich kannte ihn schon lange, bevor ich ihn mein Eigen nennen konnte. Er hing im Keller unserer damaligen Nachbarn, den Haases. Es hatte sich irgendwie so eingebürgert, dass Lothar und Edeltraud Haase immer am 2. Weihnachtstag am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen zu uns kamen und da die beiden selbst keine Kinder hatten, brachte „Onkel Haase“, wie wir ihn nannten, mir und meinem Bruder zu Weihnachten immer tütenweise Weihnachtsgeschenke mit. Ganz tolle Sachen, viel Lego für mich und für meinen Bruder, der 6 Jahre jünger ist als ich, gab es auch immer etwas nach seinen Interessen. Das machte ihnen großen Spaß, uns zu beschenken und es war immer richtig klasse. Im Gegenzug luden sie meine Eltern und uns Kinder dann immer an Neujahr zu sich ein und Haases hatten einen ganz tollen Partykeller mit Billardtisch, Spielautomaten, Jukebox und so weiter. Es dauerte dann natürlich nie lange, bis wir da runter wollten und unserem Wunsch wurde auch jedes Mal nachgekommen. Das Beste für mich war aber immer der Weg zum Partykeller, denn der führte am Heizraum vorbei und genau dort hing seit 1977 dieser Feuerlöscher auf einer schwarzen Tapete mit goldenen Ornamenten und lila Blumen. Den habe ich jedes Mal bewundert - haben konnte ich ihn aber lange Zeit nicht, da er nach den Maßgaben der FeuVO da hängen musste. Dann eines Tages - das muss so 2000/2001 gewesen sein - sah ich zufällig den Wagen eines Brandschutz-Kundendienstes vorm Haus und ich beobachtete weiter, dass der Mitarbeiter einen kleinen, neuen PD 6 G ins Haus trug. Wo ist denn „der Dicke“ fragte ich mich. Ein paar Tage oder Wochen später - so genau weiß ich das nicht mehr - traf ich Edeltraut vor der Haustür und fragte, ob sie einen neuen Feuerlöscher bekommen hätten, was sie bejahte. Auch auf meine Frage, ob der alte noch da ist, antwortete sie mit „Ja“ und schob direkt - sie kannte meine Vorliebe für Feuerlöscher - ein „Willst du den haben?“ hinterher und das war natürlich das Größte. Nach all den Jahren durfte ich ihn haben und ja - jetzt ist er schon seit etwa 25 Jahren in meinem Besitz - Kinder, wie die Zeit vergeht. Mittlerweile ist er natürlich drucklos und entleert.

C. Menzel 2025

Dienstag, 26. August 2025

80 Jahre GLORIA

Wenige Monate nach Ende des 2. Weltkriegs gründete Heinrich Schulte-Frankenfeld am 26. August 1945 im westfälischen Gütersloh sein eigenes Unternehmen, welches sich zunächst mit der Reparatur von Feuerlöschgeräten und Pflanzenschutzspritzen beschäftigte. Ab 1946 wurden in der „Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik“ eigene Geräte unter dem Namen GLORIA produziert und der erste Slogan, wie ich es jetzt mal nenne, lautete wie folgt: In alter Bewährung - GLORIA - schützt Besitz u. Ernährung. Ich bin sehr stolz, Euch zum 80. Geburtstag diesen allerersten Slogan hier links im Original präsentieren zu können! Der Aufdruck ist von einem Wasserlöscher, welchen ich 2023 aus Bremen geholt habe und welcher bisher noch nicht auf meiner Seite zu bewundern ist. Auf dem Behälter stehen weder Baujahr noch Seriennummer und somit ist es sicher, dass dieses Gerät vor 1950 produziert worden ist. Ab 1950 gab es eingeschlagene Typenbezeichnungen, Behälternummern und Baujahre (z.B. 700/56/1244).

Ja - GLORIA - seit 80 Jahren steht Dein Name nicht nur für Tradition sondern auch für Innovationen, die ihres Gleichen teilweise bis heute vergeblich suchen. Denken wir an das Jahr 1959, wo der legendäre und platzsparende Typ Pi mit Halbautomatik-Aufladung die Bühne betrat und auf einen Schlag die sperrigen Außenflaschenlöscher in vielen Bereichen ablöste oder an das Jahr 1994, in welchem der SKK mit der sehr wartungs- und kundenfreundlichen Schaum-Kolben-Kartusche (dafür steht  SKK) die Zeit des modernen, im Unterhalt bezahlbaren und somit langlebigen Schaumlöschers einläutete. Ich könnte jetzt noch viele weitere Meilensteine aufzählen, doch wir brauchen ja auch noch etwas für den 100. Geburtstag - da greifen wir dann mal ganz tief in die Zigarrenkiste und ich hoffe, dass ich bis dahin dann auch alles griffbereit geordnet habe.

Frei interpretiert nach Abraham Lincoln sind es letztendlich ja nicht die Jahre, die zählen sondern vielmehr das, was in diesen Jahren passiert ist. In 80 Jahren ist viel passiert und die Marke GLORIA hat in eben diesen 80 Jahren viele gute sowie auch einige schlechte Zeiten erlebt und auch viele Herausforderungen - dem Geist der Zeit entsprechende oder im Rahmen sich stetig ändernder Anforderungen - gemeistert, wie das FCKW-Halon-Verbot zu Beginn der 1990er Jahre, die Entwicklung effektiver Fettbrandlöschmittel oder die aktuelle PFAS-Diskussion zeigen. Wir hoffen, dass in diesem Sinne auch in der Zukunft Für jeden Brand - GLORIA - Handfeuerlöscher in ausreichender Anzahl bereitstehen.

C. Menzel 2025

Donnerstag, 9. Juni 2022

GLORIA Typ W 9 DN Bj. 2007

Hersteller: GLORIA GmbH (UTC)
Feuerlöscher
Typ: W 9 DN
Baujahr: 2007
Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 67/94 DIN EN3
Inhalt: 9 l Wasser + 150 g PL-9/94
Rating: 13 A
Treibmittel: Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 16,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2007 - heute

©. Menzel 2022

Mittwoch, 8. Juni 2022

GLORIA Typ SH 9 PRO Bj. 2013

Hersteller: GLORIA GmbH
Feuerlöscher
Typ: SH 9 PRO
Baujahr: 2013
Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: SP 36/12 DIN EN3
Inhalt: 9 l Imprex S eco
Rating: 55 A - 233 B
Treibmittel: 60 g Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2013 - 2015

©. Menzel 2022


Sonntag, 29. Mai 2022

GLORIA Typ SKK 6 LW Bj. 2011

Hersteller: GLORIA GmbH
Feuerlöscher
Typ: SKK 6 LW
Baujahr: 2011
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP-97/94 DIN EN3
Inhalt: 5,88 l Wasser + 0,120 l GLORILIGHT+
Rating: 21 A - 233 B 
Treibmittel: 45 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 10,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2011

©. Menzel 2022

Mittwoch, 30. März 2022

GLORIA Typ SE 6 I Bj. 2011

Hersteller: GLORIA GmbH
Feuerlöscher
Typ: SE 6 I
Baujahr: 2011
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 02/05 DIN EN3
Inhalt: 6 l Imprex 05 
Rating: 34 A - 183 B
Treibmittel: 55 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 10,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2010 - 2011
©. Menzel 2022

GLORIA Typ SE 6 I Bj. 2007

Hersteller: GLORIA GmbH
Feuerlöscher
Typ: SE 6 I
Baujahr: 2007
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 02/05 DIN EN3
Inhalt: 6 l Imprex 05 
Rating: 27 A - 183 B
Treibmittel: 55 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 10,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2005 - 2010

©. Menzel 2022

GLORIA Typ SH 9 PRO Bj. 2017

Hersteller: GLORIA GmbH
Feuerlöscher
Typ: SH 9 PRO
Baujahr: 2017
Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: SP 36/12 DIN EN3
Inhalt: 9 l Imprex S eco
Rating: 55 A - 233 B
Treibmittel: 60 g Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2017 - heute

©. Menzel 2022

Mittwoch, 9. Februar 2022

GLORIA Typ P 12 EASY Bj. 2019

Hersteller: GLORIA GmbH (UTC)
Feuerlöscher
Typ: P 12 EASY
Baujahr: 2019
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 13/07 DIN EN3
Inhalt: 12 kg ABC-Pulver ADEX-K 
Rating: 55 A - 233 B
Treibmittel: 280 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 18,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2016 - heute

©. Menzel 2022

GLORIA Typ WF 9 EASY Bj. 2015

Hersteller: GLORIA GmbH (UTC)
Feuerlöscher
Typ: WF 9 EASY
Baujahr: 2015
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 17/07 DIN EN3
Inhalt: 3 l Wasser + 6 l Frostschutz
Rating: 21 A
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 8 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 15,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2011 - heute

©. Menzel 2022

Freitag, 17. Dezember 2021

GLORIA Typ PD 6 GA Bj. 2001 mit Manometer

Hersteller: GLORIA-WERKE
Feuerlöscher
Typ: PD 6 GA
Baujahr: 2001
Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 33/92 DIN EN3
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver Adex PL-17/87
Rating: 34 A - 183 B
Treibmittel: Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 15 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 9,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1993 - 2001
Alter des Gerätes zum jetzigen Zeitpunkt: 20 Jahre
©. Menzel 2021


Sonntag, 12. Dezember 2021

GLORIA Typ HA 4 V Bj. 1983

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher 4 kg Halon 1211
Typ: HA 4 V
Baujahr: 1983
Bauart: Ha 4 L
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 21/78
Inhalt: 4 kg Halon 1211
Treibmittel: 15 bar Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 15 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 6,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1983-1985

©. Menzel 2021

Samstag, 27. November 2021

GLORIA Typ Wi 6 EN bj. 2005

Hersteller: GLORIA-WERKE
Feuerlöscher
Typ: Wi 9 EN
Baujahr: 2005
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1-39/92 DIN EN3
Inhalt: 6 l Wasser + Netzmittel
Rating: 13 A
Treibmittel: 35 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2005-2008

©. Menzel 2021

GLORIA Typ Wi 9 EN Bj. 2004

Hersteller: GLORIA-WERKE
Feuerlöscher
Typ: Wi 9 EN
Baujahr: 2004
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1-15/92 DIN EN3
Inhalt: 9 l Wasser + Netzmittel
Rating: 13 A
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 16,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1996-2004

©. Menzel 2021

Dienstag, 24. August 2021

GLORIA Typ SKK 6 LW Bj. 1999

Hersteller: GLORIA-WERKE
Feuerlöscher
Typ: SKK 6 LW
Baujahr: 1999
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 97/94 DIN EN3
Inhalt: 5,65 l Wasser + 0,135 l LW 100
Rating: 13 A - 233 B 
Treibmittel: 45 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1994 - 2000

©. Menzel 2021 

GLORIA Typ SKK 6 LW Bj. 2008

Hersteller: GLORIA GmbH
Feuerlöscher
Typ: SKK 6 LW
Baujahr: 2008
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP97/94 DIN EN3
Inhalt: 5,88 l Wasser + 0,120 l GLORILIGHT+
Rating: 21 A - 233 B 
Treibmittel: 45 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2006 - 2010

©. Menzel 2021 

Sonntag, 15. August 2021

GLORIA TETRA-LÖSCHER! TYPE 702 Bj. 1953

Hersteller: H. SCHULTE-FRANKENFELD, (21a) GÜTERSLOH
TETRA-LÖSCHER!
Typ: 702 - 2 Ltr.
Baujahr: 1953
Bauart: T 2 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 8/50
Inhalt: 2 l Tetrachlormethan (TETRA, Halon 1400)
Treibmittel: Druckluft
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 4,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1950 - 1955

©. Menzel 2021