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Samstag, 10. November 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ Wi 6 EN Bj. 1994

Hersteller: GLORIA-WERKE
Feuerlöscher
Typ: Wi 6 EN - Vollstrahl
Baujahr: 1994
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 39/92 DIN EN3
Inhalt: 5,3 l Wasser + 0,7 l PL 2-59 (Netzmittel)
Rating: 8 A
Treibmittel: 35 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 8 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1994 - 1997

©. Menzel 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ WH 6 EASY Bj. 2014

Hersteller: GLORIA GmbH (UTC)
Feuerlöscher
Typ: WH 6 EASY
Baujahr: 2014
Aufladelöscher
Zulassungs-Kennzeichen: SP 18/07 DIN EN3
Inhalt: 4,5 l Wasser + 1,5 l Imprex AX 
Rating: 34 A
Treibmittel: 35 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 8 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 2011 - heute

©. Menzel 2018

Montag, 16. April 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ Wi 10 EF 30 Bj. 1992

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher
Typ: Wi 10 EF 30
Baujahr: 1992
Bauart: W 10 H-30 - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 1/85
Inhalt: 3,3 l Wasser + 6,7 l Frostschutz PL - 2/59 (10 l)
Treibmittel: Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1985-1992
©. Menzel 2018

Montag, 9. April 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ N 10 Hn Bj. 1958

Hersteller: H. SCHULTE-FRANKENFELD
DIN NASS 10
Typ: N 10 Hn
Baujahr: 1958
Bauart: W 10 H-0 - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 5/55
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel, ohne Frostschutz
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1958-1960
©. Menzel 2018

GLORIA Wasserlöscher W 10 DN Bj. 1992

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher
Typ: W 10 DN
Baujahr: 1992
Bauart: W 10 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 5/84
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel, ohne Frostschutz
Treibmittel: Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1984-1992
©. Menzel 2018

Donnerstag, 5. April 2018

GLORIA Typ WSi 10 N Bj. 1977

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN WASSER 10
Typ: WSi 10 N
Baujahr: 1977
Bauart: W 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 17/73
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel, ohne Frostschutz
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1976-1978
©. Menzel 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ Wi 10 N Bj. 1977

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN WASSER 10
Typ: Wi 10 N
Baujahr: 1977
Bauart: W 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 17/73
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel, ohne Frostschutz
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1976-1978
©. Menzel 2018

Mittwoch, 4. April 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ Wi 10 N Bj. 1984

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher
Typ: Wi 10 N
Baujahr: 1984
Bauart: W 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 27/83
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel, ohne Frostschutz
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1983-1990
©. Menzel 2018

Dienstag, 3. April 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ Wi 10 N Bj. 1981

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher
Typ: Wi 10 N
Baujahr: 1981
Bauart: W 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 17/73
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel, ohne Frostschutz
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1978-1983
©. Menzel 2018

Montag, 2. Januar 2017

GLORIA Typ Wi 10 N Bj. 1984

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN WASSER 10
Typ: Wi 10 N
Baujahr: 1984
Bauart: W 10 H-0 - Wasserlöscher ohne Frostschutz
Inhalt: 10 l Wasser + 300 g Netzmittel
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: 8 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 15,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1983 - 1984


Geschichte:
Der hier vorgestellte GLORIA Typ Wi 10 N aus dem Jahre 1984 ist ein äußerst rares Modell und auch ich als GLORIA-Experte habe bis vor einigen Wochen nicht gedacht, dass es den Typ in dieser Erscheinungsform überhaupt gegeben hat.
Der Typ Wi 10 N wurde erstmals 1973 zugelassen und bereicherte die GLORIA-Produktpalette nach gut 10-jähriger Abstinenz wieder um einen Wasserlöscher.
Das grundsätzliche Baumuster entspricht dem des Typs Pi 12, dennoch weist er in Bezug auf die Schlauchführung ein markantes Unterscheidungsmerkmal auf. Der Schlauch entspringt nicht wie beim Pi 12 an einem kurzen, außenliegenden Steigrohr rechts unten am Behälter, sondern oben am Behälterdeckel.
Ich habe schon bei den Vorgängern lange gesessen und gegrübelt, warum das denn so ist. Von technischer Seite her wäre es nämlich überhaupt kein Problem gewesen, den Schlauch über einen kurzen Steigrohrstutzen außen am Behälter entlang zu führen. Aufgrund dieser Tatsache komme ich wieder zu dem Schluss, dass es vielmehr nur ein reines Unterscheidungsmerkmal zum Pi sein soll.
Wenn wir aber mal ehrlich sind, ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen: Gut 95% der Menschen latschen mitunter 30 mal am Tag an ein und dem selben Feuerlöscher vorbei und wissen nicht einmal, dass er da hängt, geschweige denn, wie er genau aussieht - das ist einfach so; und ein Sachkundiger müsste an diversen anderen Stellen diesen Wasserlöscher vom Typ Wi von einem fast gleich aussehenden Pulverlöscher des Typs Pi zielsicher unterscheiden können.
Deswegen scheint mir die Argumentation des Unterscheidungsmerkmals selbst nicht so ganz schlüssig, aber eine andere Antwort habe ich im Augenblick nicht.

Dieses 84er Modell ist weiterhin noch mit den altbekannten Standnocken ausgerüstet und dürfte in dieser Form zu einem der letzten so ausgerüsteten Modelle gehören, da bereits im selben Jahr - zumindest bei den Pulvermodellen vom Typ Pi und Pn - auf den schwarzen Kunststoff-Fußring mit integrierter Schlauchhalterung umgerüstet wurde.
Jetzt stellt sich mir zumindest hier an dieser Stelle die Frage, ob es nicht überhaupt einer der letzten Wi 10 N sein könnte. Der Typ Wi 10 N existierte parallel zum Typ Wi 10 EN mit Druckhebelarmatur und letzterer konnte sich auch bis über das Jahr 2000 hinweg behaupten. Darüber hinaus habe ich einen Wi 10 N nach dem Muster des Typs Pi mit Kunststoff-Fußring noch nicht gesehen.

Ihr seht, einige Fragen zu diesem Typ bleiben noch offen, welche auch ich momentan nicht unfallfrei beantworten kann, doch eines ist ganz klar: Der 1984er Typ Wi 10 N gehört zu einem der seltensten Modelle aus dem Hause GLORIA.
Wasserlöscher wurden in den 1980er Jahren nur sehr selten vorgehalten, da in diesen Zeiten die Präsenz des Allrounders "Pulverlöscher" noch übermächtig war. Die Wasserlöscher erkämpften sich seit 1973 Schritt für Schritt und Zentimeter um Zentimeter ihre Berechtigung am Markt wieder, doch Mitte der 1980er Jahre gehörten sie noch definitiv zu den Außenseitern. Auch ich habe solch ein Modell in dieser Ausführung noch niemals in freier Wildbahn gesehen - und das will schon was heißen.
Ich bin sehr stolz, dieses wirklich außergewöhnliche Modell mit Hilfe meines Sammlerfreundes Samuel heute mein Eigen nennen zu können.

©. Menzel 2017

Donnerstag, 9. Juni 2016

GLORIA Typ WSi 10 N Bj. 1977

Hersteller: GLORIA-WERKE 
DIN WASSER 10
Typ: WSi 10 N
Baujahr: 1977
Bauart: W 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Inhalt: 10 l Wasser + Netzmittel
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1973 - 1983



Geschichte

Ich sammle nun schon seit fast 30 Jahren Feuerlöscher und ich dachte, dass ich zumindest die Feuerlöscher aus dem Hause GLORIA alle kenne. Falsch, denn bei diesem Typ WSi 10 N von 1979 bin ich zugegebenermaßen wieder einmal eines Besseren belehrt worden, denn weder ich, noch andere Fachleute wussten von der Existenz dieses Typs. Nachdem ich mich durch Aussonderungslisten gewühlt habe, habe ich den Typ WSi tatsächlich entdeckt, aber dass niemand, den ich kenne, so einen mal ausgeliefert oder ausgesondert oder überhaupt mal gesehen hat, spricht dafür, dass es sich hierbei um ein ganz besonders seltenes Exemplar handeln muss. Auch in keinem Produktkatalog taucht dieses Ding auf!

Wasserlöscher waren in den 1960er und 70er Jahren ohnehin sehr selten, da sie ab Ende der 1950er Jahre von den Pulverlöschern fast vollständig vom Markt verdrängt worden sind. GLORIA hat zwischen 1963 und 1973 gar keine Wasserlöscher im Programm gehabt und die erste Zulassung erfolgte wieder im Jahre 1973. Hier wurden unter der Zulassungsnummer P1 - 17/73 die Typen Wi 10 N / Wi 10 F und WSi 10 N / WSi 10 F* auf den Markt gebracht.
*Wenn es den WSi 10 F denn überhaupt gegeben hat.

Da das Löschmittel Pulver aber auch in den 1970er Jahren noch das Nonplusultra und nach dem damaligen Stand der Technik das Modernste war, was die Löschmitteltechnik zu bieten hatte, waren die Wasserlöscher wenig gefragt und dementsprechend selten. Darüber, dass nach einem Löscheinsatz mit einem Pulverlöscher die ganze Bude versaut war, hat noch keiner nachgedacht und von daher wurden bevorzugt überall Pulverlöscher hingehängt.
Denkt mal 25 Jahre zurück und schreitet gedanklich nochmal durch den Supermarkt - überall Pulverlöscher (bei uns im real,- waren es bis 2004 herrliche GLORIA Pi 12 G der Baujahre 1969-75). Wenn Ihr heute durch den Supermarkt latscht, achtet mal drauf, denn nun hängen dort überwiegend Schaum- und Wasserlöscher! Sie reichen mit einer Abdeckung der Brandklassen A und B vollkommen aus und richten nicht so eine Sauerei an, wie ein Pulverlöscher.
Löscht man nämlich hinten in Gang 8 die Wursttheke mit einem Pulverlöscher, könnt Ihr vorne in Gang 2 die gesamte Elektroabteilung in den Container schmeißen. Jaja - Pulver ist schon eine unglaubliche Sauerei, aber wie gesagt: das sah man damals noch nicht so.

Der andere Wasserlöscher GLORIA Typ Wi 10 N nach dem Muster des Typs Pi war zwar auch schweineselten und ich hab so einen auch nur einmal live gesehen - wieder bei uns im real,- in der CD-Abteilung. Sonst habe ich so ein Modell auch noch niemals gesehen, aber - von dem Typ Wi wusste ich, dass es ihn gab.
Der Typ WSi 10 war mir bis zu dem Zeitpunkt, als ich ihn als sehr schöne Überraschung bekommen habe, völlig unbekannt und ich staunte wirklich nicht schlecht, als ich die ersten Bilder gesehen habe - ich traute meinen Augen nicht und es war schon fast zu schön, um wahr zu sein!

Dieser Typ WSi 10 besitzt die gleiche Armatur wie der sehr weit verbreitete Pulverlöscher vom Typ Pn, welche aus einem klappbaren Griffbügel und einem Schlagknopf besteht. Eine Verwechslungsgefahr mit dem sehr ähnlichen Pulvermodell des Typs Pn ist aber dennoch ausgeschlossen, da der Schlauch nicht wie bei diesem am unteren Teil des Behälters entspringt und über ein außenliegendes Steigrohr an der Geräterückseite entlang geführt wird. Der Schlauch entspringt am Behälterdeckel wie bei den alten Typen P der 1950er und 60er Jahre - eine Eigenheit, welche auch der GLORIA Typ Wi 10 aufweist. Warum das jetzt so gemacht worden ist, weiß ich nicht genau, aber die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zum Pulverlöscher handelt, um Verwechselungen und Unfälle auszuschließen. So sollte z.B. sichergestellt werden, dass niemand einen Wasserlöscher bei Bränden in elektrischen Anlagen einsetzt und die Vollstrahldüse aus kurzer Entfernung in den Schaltschrank hält.
Eine Zulassung zum Löschen von Bränden in elektrischen Anlagen hat der Löscher nämlich nicht wirklich, da kein Piktogramm für die damals noch bestehende Brandklasse E vorhanden ist. Diese wies die Benutzung bei Bränden in elektrischen Niederspannungsanlagen bis 1000 V als ungefährlich aus. Ganz ungeeignet schien er den Verantwortlichen jedoch auch nicht zu sein, da er mit dem Hinweis


"NICHT FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN MIT EINER SPANNUNG VON ÜBER 250 VOLT GEGEN ERDE"


versehen worden ist. Ein brennender Fernseher oder eine vor sich hinschröggelnde Steckdose konnte mit diesem Feuerlöscher also abgelöscht werden. Ein Hinweis auf den einzuhaltenden Mindestabstand - welcher bei Wasserlöschern mit Vollstrahl 3 m beträgt - ist hingegen nicht angegeben.
Eingesetzt wurden Löscher dieser Art vornehmlich in Schreinereien, Warenlagern mit brennenden Feststoffen, Mühlen, Verwaltung, Schulen, Kindergärten, Supermärkten und Krankenhäusern.
Der Typ WSi 10 N konnte allerdings nur in frostgeschützten Bereichen eingesetzt werden, denn der Zusatz "N" in der Typenbezeichnung steht für "Nicht frostsicher". Ich habe mal einen Wasserlöscher gesehen, welcher durch Frosteinwirkung völlig aus dem Leim gegangen ist - unglaublich, welche Kraft Eis hat.
Aber wie gesagt: Wegen des Allrounders ABC-Pulver waren Wasserlöscher nur selten anzutreffen und dieser Typ WSi 10 N ist ein ganz besonders seltenes Exemplar! Es war ein Riesenglück, dass ich dieses Modell bekommen habe und ich bin mir sicher: Noch einen davon auftreiben zu können dürfte fast unmöglich ein. TOP!

©. Menzel 2016

Montag, 23. Mai 2016

GLORIA Typ Wi 10 N Bj. 1977

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN WASSER 10
Typ: Wi 10 N

Baujahr: 1977
Bauart: W 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 10 l Wasser + Netzmittel
Gewicht des gefüllten Geräts: ca. 16,5 kg

Bauzeit nach diesem Muster: ca. 1976-1978




Geschichte:

Hier haben wir einen sehr seltenen Wasserlöscher vom Typ Wi 10 N von 1977 und schon zu seiner Zeit war er eine echte Rarität! Auch in den 1970er Jahren dominierten die Pulverlöscher und drängten die erst 1973 wiedereingeführten Wasserlöscher weit an den Rand. Nur sehr, sehr vereinzelt sah man damals mal einen solchen Wasserlöscher und ich kann mich nur an einen einzigen erinnern, den ich in freier Wildbahn bewundern durfte. Das war damals bei uns im real,- in Lippstadt - dort hing genau ein solcher Wi 10 N vorne links in der CD-Abteilung direkt unter einer Grabbelkiste mit "Hits für´n Euro", wenn Ihr versteht was ich meine.
Jedes, aber auch wirklich jedes mal, wenn ich in den real,- ging, bin ich zu dem Wasserlöscher gepilgert und habe ihn bewundert und mir natürlich insgeheim gewünscht, einen solchen auch mal besitzen zu können. Das jähe Ende meines Vergnügens endete abrupt im Jahre 2004, denn mit der radikalen Umgestaltung meines geliebten real,- verschwand der Wi 10 N und ist wahrscheinlich postwendend in der Tonne gelandet.

Das große Problem dieser alten Wasserlöscher ist, dass sie ganz furchtbar gammeln - trotz Innenbeschichtung! Als ich diesen hier öffnete, um ihn zu entschärfen, zeigte sich mir ein verheerendes Bild. Überall Gammel und Rost, Rost, Rost! Das Gewinde war derartig angegriffen,dass der Löscher nicht mehr abdichtete und während des Versands fast komplett ausgelaufen ist. Die Druckpatrone war derartig festgegammelt, dass ich die gesamte Ventilarmatur fast eine Woche in WD 40 gebadet habe und sie nur mit dem beherzten Eingreifen meines Nachbarn vom Ventilkopf lösen konnte.
Das Gefährliche: Die Patrone war noch 100% gefüllt, d.h. sie hatte noch genug Dampf, um den Löscher unter vollen Betriebsdruck zu setzen. Diesem hätte der innerlich marode Behälter allerdings mit Sicherheit nicht standgehalten! Der Löscher wäre geborsten - wahrscheinlich sogar irgendwann von selbst, da auch die Platzfolie, welche die Patrone abdichtet und beim Aufladen durchstochen wird, bereits angegriffen war. Früher oder später hätte sie den Druck von 60 bar nicht mehr halten können und der Löscher hätte sich quasi selbst unter Druck gesetzt! BUMMS!
Deswegen: Vorsicht bei alten Wasserlöschern! Von Außen sehen sie noch aus wie neu, innerlich aber total verrottet! Hierzu werde ich auch noch einmal einen gesonderten Artikel schreiben, denn ich habe genau hierfür tolles Bildmaterial bekommen!

Äußerlich ist auch dieser Wi 10 N in einem guten Zustand - als ich ihn bekam, fehlten ein Standfuß sowie die Schlauchhalterung - doch nach einem gezielten Griff in mein gut sortiertes Ersatzteillager ist er nun wieder komplett. Der Aufdruck ist gut erhalten und zeigt die typischen Merkmale der späten 1970er Jahre. Die Typenbezeichnung "Wi 10 N" bedeutet übrigens "Wasser - innenliegende Druckpatrone - 10 l - Normal". Es gibt einen baugleichen Typ Wi 10 F, welcher frostsicher bis -30 Grad ist (das "F" steht für "Frostsicher").

Ein sehr schönes und sehr seltenes Stück, was heute und wahrscheinlich auch schon vor 20 Jahren nur schwierig zu bekommen ist und ich freue mich, Euch dieses seltene Stück hier präsentieren zu können.

©. Menzel 2016

Mittwoch, 4. November 2015

MINIMAX Typ KR 10 Bj. 1966

Hersteller: MINIMAX
DIN NASS 10
Typ: KR 10

Baujahr: 1966
Bauart: W 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 10 l Wasser + Netzmittel
Gewicht des gefüllten Geräts: 16,0 kg

Bauzeit nach diesem Muster: 1962 - 1969



Geschichte
Jaha, hier haben wir etwas ganz besonderes - einen Wasserlöscher aus dem Jahre 1966 vom Typ KR 10 aus dem Hause MINIMAX! Warum ist der Löscher besonders? Naja, es ist der einzige mir bekannte Wasserlöscher, welcher Mitte der 1960er Jahre produziert worden ist! Bei den GLORIA-WERKEN in Wadersoh lief der letzte Wasserlöscher 1963 vom Band, ehe er stark verändert zehn Jahre später im Gewand des bekannten Pi-Pulverlöschers seine Reinkarnation erlebte. Man kann sagen, dass Wasserlöscher von ungefähr 1963 bis zum Anfang der 1970er Jahre herstellerweit aus der Produktpalette verschwunden waren - außer eben bei MINIMAX.
Warum? Nun, Armin und Christoph würden bei der "Sendung mit der Maus" jetzt erklären:
Gerade zum Anfang der 1960er Jahre boomten die Pulverlöscher und erlebten ihren großen Durchbruch, was letztendlich dazu führte, dass sie sowohl die Wasser-, als auch die frühen Schaumlöscher vollständig vom Markt verdrängten. Der Vorteil der Pulverlöscher lag natürlich klar auf der Hand: Brauchte man zum Beispiel in den 1950er Jahren zum umfassenden Brandschutz einer Scheune einen Wasserlöscher für Brände von Stoffen der Brandklasse A und einen Tetralöscher für Brände von Stoffen der Brandklasse B, kam man nun mit den verbesserten Löschpulvern nur mit einem Gerät für alles aus - sensationell! Dass man mit dem Pulver alles bis in die letzte Ritze versaut hat, war damals noch schietegal.

Aber kommen wir mal zu MINIMAX zurück: Eine mögliche Erklärung, warum MINIMAX im Gegensatz zu so doch ziemlich allen anderen Herstellern ihre Wasserlöscher auch in den 1960er Jahren noch im Programm hatte, mag daran liegen, dass der Erfolg der Firma MINIMAX eben auf einem Wasserlöscher begründet ist - auf der legendären Spitztüte nämlich, welche Gründer Wilhelm Graaff im Jahre 1902 patentieren ließ. Die Spitztüte wurde bis 1960 gebaut und hiernach folgte direkt der Typ KR 10, durch welchen die Spitztüte in etwas veränderter Form weiterlebte.

Der MINIMAX Typ KR 10 folgte konstruktionsbedingt natürlich nicht mehr dem technischen Standard der Jahrhundertwende und besaß einen Schlagknopf für Handauslösung - er musste nicht mehr auf den Boden geschlagen werden, um aktiviert zu werden. Jedoch wie sein legendärer Vorgänger war auch dieses Gerät weder abstellbar, noch mit einem Schlauch ausgerüstet und auch der seitliche Handgriff erinnert noch an die Spitztüte. Diese Ausstattungsmerkmale sind nach neuesten Maßstäben natürlich völlig unhaltbar und auch längst nicht mehr zugelassen, aber für die 1960er-Jahre waren sie durchaus üblich bzw. standard. 

Obwohl dieser Löscher zum regulären Produktprogramm gehörte, muss er doch nur sehr sehr selten geordert worden sein. Ich selbst habe lediglich einmal ein solches Gerät in freier Wildbahn sehen dürfen und zwar war das damals in der alten Woolworth in Lippstadt. Das letzte Mal, dass ich dieses Gerät dort sah, muss etwa 1993 gewesen sein, denn kurz danach wurde die Woolworth-Filiale renoviert und mit der braunen Wandvertäfelung sowie dem Mister-Minit-Schlüsseldienst verschwanden auch die ganzen alten Feuerlöscher. Die ganze Filiale war mit Pulverlöschern vom Typ PU 6 gleichen Baujahres ausgestattet - lediglich an einem Pfeiler der Klamottenabteilung - und zwar bei den Herrenjacken - hing der MINIMAX Typ KR 10. Ich war damals fasziniert von diesem Feuerlöscher, denn so ein komisches Ding hatte ich bis damals noch nie gesehen.
Sonst könnte ich mir vorstellen, dass dieser Löscher in Verwaltungen, Büros, Krankenhäusern (in weiß natürlich!) und vielleicht auch in manchen Geschäften anzutreffen gewesen sein könnte, aber wie gesagt: nur sehr sehr selten!

Ein sehr schönes, uriges und auch seltenes Stück Brandschutzgeschichte, welches mich auch an meine Kindheit erinnert. Ich bin sehr froh, nun ein solches Modell mein Eigen nennen zu können und bin natürlich auch sehr stolz, es Euch hier zu präsentieren. Das es so ein Modell überhaupt noch gibt, ist fast schon ein kleines Wunder. Danke Peter!

©. Menzel 2015

Montag, 2. Februar 2015

GLORIA Wasserlöscher Typ N 10 Hn / N 10 Hf-30 Bj. 1958 - 1962

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN NASS 10
Typ: N 10 Hn / N 10 Hf-30
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 5/55 (N10 Hn)
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 13/55 (N10 Hf-30)
Bauart: N 10 - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Treibmittel: ca. 50 g Kohlendioxid
Inhalt N 10 Hn: 10 l Wasser + Netzmittel
Inhalt N 10 Hf-30: 10 l Wasser + Netzmittel + Frostschutz (-30 °C)
Gewicht des gefüllten Geräts: 15 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1958 - 1962

Konstruktion:
Auch diese Serie der frühen Nasslöscher bestehen aus rostfreiem Stahl und verfügen deshalb über keine Innenbeschichtung. Der zylindrische Behälter scheint auch hier aus einem Stück gefertigt zu sein, da außer der Falz an der Rückseite keinerlei Schweißnähte zu erkennen sind. Bei dieser Serie ist der Boden allerdings schon als Einzelstück angefertigt und mit dem Behälter verschweißt worden. Der Standfuß ist kein einzelnes Element mehr und wird durch den Behältermantel gebildet. Die markantesten Merkmale der zweiten Generation sind ebenfalls der seitliche Handgriff, der Messing-Ventilkörper mit Flügelmutter und Schlagknopf sowie die an der Behälteroberseite angebrachte Spritzdüse - ebenfalls aus Messing.

Lösch- und Treibmittel:
Als Löschmittel kam bei den Typen N10 Hn / N 10 Hf-30 ebenfalls herkömmliches Wasser zum Einsatz, welches zur Herabsetzung der Oberflächenspannung mit einem Netzmittel versehen worden ist. Die Wasserlöscher der Bauart N 10 Hf-30 enthielten zusätzlich ein Frostschutzmittel, welches Schutz bis -30 °C bot.
Als Treibmittel wurden 50 g Kohlendioxid verwendet, welches in einer separaten Stahlpatrone im Behälterinneren untergebracht ist. Die Ladung setzte den Behälter unter einen Betriebsdruck von etwa 7 - 8 bar.

Aufdruck:
Der Aufdruck ist immer noch ein Aufkleber, doch ist im Vergleich zu dem des Vorgängermodells eine deutliche Veränderung zu erkennen. Zunächst fällt auf, dass die vorherrschende Farbe nicht mehr dunkelgrün sondern gold ist. Oben befindet sich nun - größer als alles andere - der Schriftzug "GLORIA" in mehrfarbigen und bogenförmigen Buchstaben. Die Bezeichnung "NASS-LÖSCHER" ist weggefallen und an deren Stelle tritt nun das "DIN NASS 10", welches vorher relativ klein im Feld für die Typenbezeichnung zu finden war, welches nun erstmals eine solche enthält. Der verwendete Aufdruck ist als Universalaufdruck ausgeführt, in welchem dann die Typenbezeichnung "TYPE N 10 Hn" für die Version ohne Frostschutz und "TYPE N 10 Hf-30" für die Füllung mit Frostschutz von Hand eingeklebt worden ist, wie auch auf dem Bild sehr schön zu sehen ist. Das "N" steht dabei für "Nass", also Wasser, die "10" für die Füllmenge in Litern und das "Hn" vermutlich für "Wasser (H2O null °C) ohne Frostschutzzusätze. Dementsprechend bedeutet das "Hf-30" "Wasser (H2O frostsicher bis -30 °C) mit Frostschutz. Der Hinweis, dass dieser Feuerlöscher nicht für Brände in elektrischen Anlagen zugelassen ist, befindet sich nun schwarz hinterlegt im Aufdruck selbst und nicht mehr als einzelne Banderole über diesem selbst. Der separate Hinweis auf die Frostbeständigkeit ist weggefallen und muss, bzw. kann aus der Typenbezeichnung entnommen werden.
Hinweise zur Bedienung sind auch hier wieder in Wort und Bild vorhanden und vor allem die bildliche Darstellung weist wieder eine unglaubliche Detailtreue auf. Beim Text fällt noch auf, dass bei dieser Generation der Satz "Löscher nicht umdrehen!" hinzugekommen ist. Dies soll in erster Linie anzeigen, dass der Druck nicht auf chemische Weise - indem beim Umdrehen des Löschers zwei Chemikalien (Schwefelsäure und Natron) miteinander vermischt werden - erzeugt wird und das Umdrehen des Löschers den Löscherfolg gefährdet bzw. den Löschvorgang unterbricht. Seltsam in der Hinsicht, da dieser Hinweis auf dem Vorgängermodell der Serie 1955 - 1958 nicht zu finden war - und da hätte ich ihn eigentlich vermutet.
Das Signet "Für jeden Brand - GLORIA - Handfeuerlöscher" ist nun an den linken unteren Rand gewandert und verleiht dem ganzen Aufdruck wieder etwas von einer Urkunde mit Siegel. Die Herstellerbezeichnung lautet auch hier noch H. Schulte-Frankenfeld - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik" und bezeugt, dass "GLORIA" auch im Jahre 1959 noch nicht der offizielle Firmenname war.
Gänzlich neu ist das Gelb hinterlegte Feld mit der Bauartkennzeichnung (N 10 Hn / Hf-30), der amtlichen Zulassung nach DIN 14406 (P1 - 5/55 bzw. 13/55) sowie der Brandklasseneignung (A). Ebenfalls neu ist der Zusatz in Form eines separaten, schwarzen Aufklebers "Mit Netzmittelfüllung".

Handhabung und Funktion
Die Inbetriebsetzung der zweiten Generation der alten Wasserlöscher basiert auf dem gleichen Prinzip wie die der ersten. Der Schritt des Entsicherns entfiel auch hier gänzlich, da der über die Halterung gesicherte Schlagknopf bei Entnahme aus dem Halter automatisch freigegeben wurde. Beim Einschlagen des Schlagknopfes wurde die Druckpatrone mit einem Durchstoßmesser angestochen und das Kohlendioxid strömte binnen weniger Sekunden in den Löschbehälter. Durch den ansteigenden Druck im Behälterinneren stieg das Wasser in das Steigrohr, welches in der Spritzdüse mündet. War der Druck hoch genug, platze die Versiegelung der Spritzdüse auf und das Wasser schoss bis zu 7 m weit aus dem Behälter. Nachteilig war, dass diese Löscher nicht abstellbar sind. Nach Einschlagen des Knopfes pusteten sie los, bis sie leer waren. Die Handhabung wurde einerseits durch die klobigen Abmessungen und das hohe Gewicht beeinträchtig. Andererseits wurde es mit zunehmender Entleerung des Löschers schwierig, Brände auf kurze Entfernung am Boden zu bekämpfen. Hierfür musste der Löscher weit nach vorne geneigt werden und wurde dabei ein bestimmter Winkel überschritten, schwappte das restliche Wasser zur Behälteroberseite, wodurch das Steigrohr in der Luft hing und kein Wasser mehr ausgestoßen wurde - der gleiche Effekt wie beim Umdrehen, wovon in der Bedienungsanleitung ausdrücklich abgeraten wird.

Anwendungsbereiche
Durch ihre Eignung allein für Brände von Stoffen der Brandklasse A war der Einsatzbereich der Nasslöscher auf solche Bereiche beschränkt, wo organische Feststoffe in Flammen aufgehen konnten (z.B. Holz, Kohle, Stroh, Papier). Dr Zusatz "Nicht für elektrische Anlagen" schränkte die Verwendung zusätzlich ein. In der Landwirtschaft, der Nahrungs- und Futtermittelindustrie, in Mühlen oder Holzverarbeitung waren diese Löscher besonders häufig anzutreffen. Der Zusatz "Nicht für elektrische Anlagen" schränkte die Verwendung zusätzlich ein. Im Vergleich zu den Pulverlöschern waren sie jedoch wesentlich seltener, da das Löschmittel Wasser in Handfeuerlöschern zur Mitte der 1950er Jahre mehr und mehr aus der Mode kam und aufgrund der beschränkten Anwendungsbereiche zumeist mindestens noch ein weiterer Feuerlöscher mit einem anderen Löschmittel vorgehalten werden musste.
Das Bild zeigt ein Modell aus dem Jahre 1959, welches heute nur noch sehr selten zu beschffaffen ist und zu einem der letzten noch existenten Exemplare gehört.

*GLORIA war noch nicht der offizielle Firmenname, weswegen als Hersteller "H. Schulte-Frankenfeld - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik" angegeben wird.

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