Hersteller: CEAG (Concordia Elektrizitäts-AG)
DIN TROCKEN 12
Typ: PG 12
Baujahr: 1960
Bauart: PG 12 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Inhalt: 12 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 19 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1959 - 1965
Geschichte:
Hier haben wir ein sehr schönes Stück aus dem Hause CEAG, einen großen 12er vom Typ PG 12 aus dem Jahre 1960. Die Concordia Elektrizitäts-Aktiengesellschaft aus Dortmund, kurz CEAG, existiert heute nur noch teilweise und gehört zur US-Amerikanischen EATON-Gruppe. Die Produktion beschränkt sich dabei hauptsächlich auf Notlichsysteme. Früher jedoch war das Unternehmen auch auf dem Brandschutzsektor tätig und hat hier sogar Pionierarbeit geleistet, denn 1934 entwickelte die CEAG erstmals einen tragbaren und kompakten Hand-Luftschaumlöscher für den Bergbau. Auch in der Folgezeit, also in den 1940er, 50er und 60er Jahren waren CEAG-Feuerlöscher nicht nur im Bergbau, sondern auch im normalen Leben Übertage weit verbreitet. Ich habe als Schüler in der Oberstufe meine Sommerferien mal damit verbracht, in einer Lippstädter Reifenbude tausende Winterreifen zu wuchten - Knochenjob kann ich Euch sagen, aber ich erinnere mich trotz der Strapazen daran, dass auf der Firma neben dem großen 3000 l Druckluftkessel von Booge ein CEAG-Feuerlöscher hing.
Dieser Feuerlöscher hier ist mit tatsächlich 19 kg Gesamtgewicht ein besonders schwerer Eimer und ich hatte Angst, dass beim Fototermin mein selbstgebastelter mobiler Feuerlöscherhalter in sich zusammenknickt. Hat aber alles gut gehalten! Markantestes Merkmal der CEAG-Löscher aus den 1960er Jahren ist neben dem leicht eiförmigen Aufdruck der rote Schlauch, welcher bei diesem Gerät mitsamt massiver Löschpistole aus Guss noch erhalten ist. Zudem waren alle CEAG-Pulverlöscher zu dieser Zeit wie die Typen P 6 / P 12 von TOTAL mit einem anklappbaren Handgriff ausgerüstet. Eine weitere CEAG-typische Eigenheit ist der große, weithin sichtbare Aufdruck "Glutbrandlöscher" unter dem eigentlichen Siebdruck. So war dieser Löscher sofort als ABC-Löscher zu erkennen.
Eingesetzt wurden Feuerlöscher dieses Typs vornehmlich in Gewerbe und Industrie, da sie zum einen sehr sperrig und schwer waren und andererseits mit Ihrer seitlichen Druckgasflasche auch gut mit groben Malocherhänden und dicken Arbeitshandschuen zu bedienen waren.
Ein sehr schönes Stück in Originalzustand, was heute sehr selten geworden und nur noch schwer zu bekommen ist.
© C. Müller
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Donnerstag, 14. August 2014
Samstag, 19. Januar 2013
CEAG Typ KSP 1,5 Bj. 1965
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| CEAG KSP 1,5 1965 |
DIN KOHLENSÄURE 1,5
Typ: KSP 1,5
Baujahr: 1965
Bauart: K 1,5 - Gaslöscher
Inhalt: 1,5 kg Kohlendioxid, als Schnee austretend
Gewicht des gefüllten Geräts: 6 kg
Geschichte:
Einen CEAG Kohlensäure-Schneelöscher mit 1,5 kg Inhalt aus dem Jahre 1965 überhaupt zu finden, ist schon ein großes Glück - doch ein Gerät in Neuzustand wie dieses hier, grenzt an ein Wunder. Das Gerät trägt im Aufdruck die typischen Merkmale der frühen 1960er, auch eine Besonderheit, denn zur Mitte der 1960er haben eigentlich alle Hersteller auf den wesentlich günstigeren Siebdruck in weißer Farbe umgerüstet. Dies ist vielleicht als ein Zeichen für die baldige Einstellung der Feuerlöscherproduktion zu sehen, denn soweit ich mich erinnern kann, habe ich niemals einen CEAG-Feuerlöscher mit weißem Siebdruck gesehen. Das Aus der Feuerlöscherproduktion stand daher vielleicht Mitte der 1960er Jahre schon fest, sodass aus Kostengründen auf eine Umstellung verzichtet wurde, welche nur langfristig für Ersparnisse gesorgt hätte. Ebenfalls ungewöhnlich für die 1960er sind kleine 1,5 kg-Kohlensäure-Schneelöscher mit einer derart langen Schneebrause. Normalerweise wurde von allen großen Herstellern für feststehende Schneebrausen nur ein relativ kurzer Trichter benutzt. Längere Schneebrausen (z.B GLORIA Typ KS 1,5 D) waren bei solch kleinen Geräten stets schwenkbar.
Wie jeder Feuerlöscher hat auch dieses Gerät eine Geschichte, welche glücklicherweise nicht untergegangen, sondern in Erinnerung geblieben ist. Dieser Feuerlöscher wurde in einem Privathaus zum Schutz der Ölheizung installiert - eine weitere Ungewöhnlichkeit, denn üblicherweise wurden hierfür BC-Pulverlöscher verwendet. Wie gesagt, der Feuerlöscher hing in einem Privathaus im Keller, aber nur kurz, denn im Keller des Hauses fanden alsbald Renovierungs- bzw. Umbauarbeiten statt und um das gute Stück vor Staub, Dreck und Beschädigungen zu schützen, wurde es abgehängt und gut verpackt an einen sicheren Ort gebracht. Der Ort war scheinbar so sicher bzw. so gut versteckt, dass er nach den Arbeiten vergessen wurde und über 40 Jahre lang warm und in Decken gehüllt vor sich hingeschlummert hat. Toll - so und auch nur so ist der erstklasige Erhaltungszustand zu erklären.
Ein durch und durch ungewöhnliches und seltenes Stück mit einer Geschichte, die ihres Gleichen sucht.
Vielen Dank, Andreas!
© Text: C. Müller
© Bild und Geschichte: Andreas
Dienstag, 23. Oktober 2012
CEAG Typ P 6 Bj. 1960
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| CEAG P 6 - 1960 |
DIN TROCKEN 6
Typ: P 6 (D) Nr. 5201/27
Baujahr: 1960
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibgasflasche
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg
Geschichte
Feuerlöscher dieses Typs gehörten kamen aufgrund ihrer guten Löschleistung vornehmlich in der Industrie und in Gewerbebetrieben zum Einsatz. Wegen ihrer BC-Pulverfüllung jedoch hauptsächlich dort, wo eine Gefahr durch brennbare Flüssigkeiten ausging, wie etwa Heizungsanlagen, Tankstellen, Lager brennbarer Flüssigkeiten und dergleichen. Obwohl dieser Feuerlöscher weder einen Schlauch besitzt, noch abstellbar ist, war die Bedienung durch den längs angebrachten Handgriff recht komfortabel. Heute sind Feuerlöscher dieses Typs nicht mehr zugelassen und allein schon aufgrund des Alters längst aus der Öffentlichkeit verschwunden. Ein schönes und seltenes Sammlerstück im Topzustand. Die Treibgasflasche wurde scheinbar nachträglich aus ästhetischen Gründen nochmals überlackiert. Der Lack sieht zu frisch und makellos aus, als dass er schon 52 Jahre alt ist. Außerdem sind die Schlagzahlen mit überlackiert worden, was werksseitig, zumindest zu dieser Zeit, nicht üblich war.
Der Feuerlöscher befindet sich heute im Museum der FF Lippstadt.
© C. Müller
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