Posts mit dem Label BC-Pulver werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label BC-Pulver werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. April 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 K Bj. 1968

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 K
Baujahr: 1968
Bauart: P 6 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 35/67
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 9,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1967-1968
©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 H Bj. 1967

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 H
Baujahr: 1967
Bauart: P 6 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 43/66
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 9,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1966-1968
©. Menzel 2018

Mittwoch, 4. April 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ Pn 12 Bj. 1963

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN 12
Typ: Pn 12
Baujahr: 1963
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 16/60
Inhalt: 12 kg BC-Pulver
Treibmittel: 300 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 20,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1963-1964
©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ Pn 6 Bj. 1964

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN 6
Typ: Pn 6
Baujahr: 1964
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 15/60
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1963-1964
©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ Pi 6 Bj. 1962

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN 6
Typ: Pi 6
Baujahr: 1962
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 15/60
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1960-1962
©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ Pn 6 Bj. 1961

Hersteller: GLORIA-WERK
DIN TROCKEN 6
Typ: Pn 6
Baujahr: 1961
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 15/60
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1960-1961
©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ Pi 12 Bj. 1962

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN 12
Typ: Pi 12
Baujahr: 1962
Bauart: P 12 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 16/60
Inhalt: 12 kg BC-Pulver
Treibmittel: 300 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 20,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1960-1962
©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 9 Bj. 1953

Hersteller: H. Schulte-Frankenfeld - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik
DIN TROCKEN 9
Typ: -
Baujahr: 1953
Bauart: P 9 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 18/52
Inhalt: 9 kg BC-Pulver
Treibmittel: 600 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 15,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1952-1954
©. Menzel 2018

Dienstag, 3. April 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ Pi 6 S Bj. 1970

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: Pi 6 S
Baujahr: 1963
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 15/60
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1967-71
©. Menzel 2018

Dienstag, 27. Februar 2018

GLORIA Typ Pn 6 Bj. 1964

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN
Typ: Pn 6
Baujahr: 1964
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 15/60
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 15-18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 10,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1963-64

Geschichte:
Hier haben wir einen schönen GLORIA Typ Pn 6 der zweiten Generation aus dem Jahre 1964. Der im Vorjahr bei dieser Serie eingeführte Siebdruck folgt in der Gestaltung einer Eins-zu-eins-Umsetzung der mehrfarbigen Nassklebebilder, wie sie von 1958 - 1962 Gang und Gäbe waren. Allerdings bin ich persönlich der Ansicht, dass die geschwungenen Formen in schlichtem weiß recht karg und irgendwie überholt wirken. Das wurde in Wadersloh wahrscheinlich ganz ähnlich gesehen, denn schon spätestens ab Ende 1964 erfolgte eine radikale Neugestaltung des erst ein Jahr alten Siebdrucks.
Änderungen erfolgten mit Einführung dieser Serie auch bei der Flügelüberwurfmutter - die vier Flügel sind geblieben, doch besteht diese selbst nun nicht mehr aus Kunststoff oder Druckguss, sondern aus massivem Messing. Die Überwurfmutter dieses Modells sieht aus wie frisch vom Band und strahlt mit der Sonne um die Wette, dass es eine wahre Pracht ist.
Der Ventilkörper besteht nach wie vor aus Kunststoff, was ältere Geräte* dieses Typs gefährlich macht. Der einst hochfeste, aber nun poröse Kunststoff würde einer schlagartigen Druckbeaufschlagung nicht standhalten und platzen.

Der Typ Pn 6 war mit einfachem Standard-BC-Pulver gefüllt und etwas günstiger zu erwerben als der Halbautomatik-Auflader vom Typ Pi 6. Im Gegensatz zum wiederum etwas günstigeren Pn 6 S bot er den Luxus einer abstellbaren Löschpistole, welche in einem am Mantel befindlichen Köcher Platz findet.
Da der Pn 6 für Brände von Stoffen der Brandklasse A nicht geeignet war, wurde er dementsprechend vornehmlich in Bereichen eingesetzt, in denen die hauptsächlichen Gefahren von Stoffen der Brandklassen B und C ausgingen. Typische Einsatzgebiete waren daher KFZ-Werkstätten, Lackierereien, Garagen, Tankstellen sowie auch Privathaushalte mit Ölheizung. Gekostet hat ein solches Modell um 90,00 DM, was bei Einführung 1963 schon ein ganz schöner Stiefel war. Da es 1963 allerdings noch keine Dauerdrucklöscher gab und der Pn 6 abstellbar war, dürfte er wohl vom Preis-/Leistungsverhältnis her das Beste gewesen sein, was man sich in den Keller hängen konnte.
Ein sehr schönes Gerät, welches heute sehr selten geworden ist und in diesem perfekten Erhaltungszustand ohne Rostbläschen und glänzendem Messing kaum mehr aufzutreiben sein wird. Vielen Dank dem edlen Spender!

*Der Kunststoff-Ventilkörper wurde bis 1978 verbaut.

©. Menzel 2018

Donnerstag, 24. August 2017

GLORIA Typ PD 6 Bj. 1981

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN FEUERLÖSCHER
Typ: PD 6
Baujahr: 1981
Bauart: P 6 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 52/79
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 15 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 9,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1979 - 1982


Geschichte:
Hier haben wir aber mal wirklich etwas ganz Besonderes - einen GLORIA Typ PD 6 von 1981. Jaha, das habt Ihr schon richtig gelesen... es ist kein PD 6 G mit ABC-Pulverfüllung sondern tatsächlich der einfache PD 6 mit BC-Pulver in der Ausführung von 1979-82. Sensationell!
Der PD 6 G war millionenfach verbreitet und taucht auch heute noch hier und da mal auf, aber den PD 6 sehe ich in dieser Ausführung seit über 30 Jahren das erste Mal - wie kann das sein?
Ich vermute, dass es mit einer Änderung der Bestimmungen zum Schutz von Ölheizungen zu tun hat.

Seit ihrer Einführung zur Mitte der 1960er Jahre wanderten die einfach konstruierten und günstigen Dauerdrucklöscher in die Keller der Privathäuser. Werbeanzeigen von GLORIA und MINIMAX aus den späten 1960er Jahren konnte ich entnehmen, dass zum Schutz von Ölheizungen ABC- und BC-Pulverlöscher gleichermaßen beworben wurden und aus dieser Zeit sind auch heute noch deutlich mehr BC-Löscher anzutreffen, als solche mit ABC-Pulver - schlicht, weil sie günstiger waren.
In den 1970er Jahren änderte sich das Verhältnis drastisch: Die BC-Pulverlöscher verloren zur Mitte hin zunehmend an Bedeutung und verschwanden bis Ende der 1970er Jahre fast völlig in der Versenkung.
Ursächlich hierfür könnte eine Neufassung der Feuerungsverordnung gewesen sein, denn in einem Auszug der FeuVO von 1977 heißt es, dass bei Lagerung von Heizöl Feuerlöscher anzubringen sind, welche die Brandklassen A, B und C abdecken. DAS könnte das recht plötzliche Verschwinden der BC-Dauerdrucklöscher schlüssig erklären, oder was meint Ihr?

Ich hatte angenommen, dass die Ära der BC-Dauerdrucklöscher bei GLORIA bereits 1978 mit der Einführung der PA-Reihe zu Ende gegangen wäre, aber hier lag ich dann wohl etwas daneben. Wirklich sensationell, zumal der PD 6 wieder eine vernickelte Druckhebelarmatur besitzt... diese hat es seit 1973 nicht mehr gegeben.

Tja - was ich mich jetzt frage ist: Wo hatte dieser PD 6 seinen Einsatzbereich? Ölheizungen fallen raus, da die Brandklasse A nicht abgedeckt wird. Private Garagen eher auch nicht, da Reifenbrände mit einem solchen Löscher nicht einzudämmen waren.
Ich kann mir nur vorstellen, dass er in kleinen Betrieben zu finden gewesen sein könnte, wo es eben hauptsächlich Gefahren durch brennbare Flüssigkeiten und brennbare Gase gegeben hat. Große Industriebetriebe waren hier allerdings bestimmt nicht darunter, da diese immer schon auf die langlebigeren Aufladelöscher gesetzt haben.

Ein Feuerlöscher, welcher nur ein Nischendasein geführt haben dürfte, was ihn in diesem unverschämt guten Zustand heute extrem selten macht. Zudem denke ich, dass es die wirklich letzte Ausführung überhaupt ist. Seinen Nachfolger ab 1983 hat es meines Wissens nicht mehr in der BC-Variante als einfachen PD 6 gegeben.
Vielen Dank an meinen Sammlerkollegen Samuel, welcher mir dieses tolle Stück mitgebracht hat.

©. Menzel 2017 

Freitag, 14. Juli 2017

GLORIA Typ P 12 Bj. 1958

Hersteller: H. SCHULTE-FRANKENFELD - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik (GLORIA)
DIN TROCKEN 12
Typ: P 12
Baujahr: 1958
Bauart: P 12 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibgasflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 12/56
Inhalt: 12 kg BC-Pulver
Treibmittel: 280 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 16 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 19,5 kg
                                 Bauzeit nach diesem Muster: 1958


Geschichte:
Hier haben wir eine sehr seltene Form des Typs P 12 aus dem Jahre 1958. Extrem selten ist er heute natürlich einerseits aufgrund seines Alters von knapp 60 Jahren und andererseits, weil es ihn mit diesem Aufdruck nur maximal ein Jahr gegeben hat - vielleicht auch nur ein halbes.
Was das Besondere an diesem Aufdruck ist, fragt Ihr Euch jetzt bestimmt, und diese Frage möchte ich gerne mit folgender Gegenfrage beantworten: "Wo ist das GLORIA-Signet?"

Richtig - es fehlt! Ende 1957/58 änderte sich die Grundfarbe des Aufdrucks von dunkelgrün nach goldgrün und auch die hier gezeigten Details entwickelten sich in dieser Form. Das runde GLORIA-Signet mit der damaligen Inschrift "Für jeden Brand - GLORIA - Handfeuerlöscher" befand sich anfangs noch unverändert oben im Aufdruck, bis dann eben 1958 der Schriftzug "GLORIA" in übergroßen, bogenförmigen Lettern erschien.
Das Signet nahm dann ab 1959 unten links Platz, doch in der kurzen Übergangszeit der Neugestaltung, fehlte es schlicht und einfach.

Der gerade geschnittene Bügelgriff auf dem Behälterdeckel und die exakte Führung des massiven, noch geklebten Hochdruckschlauches lassen den unglaublich sperrigen und schweren P 12 sehr symmetrisch wirken.
Zu finden gewesen sein dürfte dieser Typ aufgrund seiner BC-Pulverfüllung ausschließließlich dort, wo Gefahren durch größere Mengen brennbarer Flüssigkeiten (und Gase) gegeben waren. Hierzu dürften unteranderem KFZ-Werkstätten, Lager mit brennbaren Flüssigkeiten, ölbefeuerte Großheizungsanlagen, Lackierereien, Großgaragen, Flugplätze und Anlagen der chemischen und petrochemischen Industrie gezählt haben. Ein reiner Industrie- und Gewerbelöscher, welcher im Laufe der Jahrzehnte längst den gesetzliche Bestimmungen zum Opfer fiel und verschwand.
Dieser Feuerlöscher wurde auf einem Trödelmarkt erworben und sollte als zeitgenössisches Dekostück in einer Oldtimergarage dienen. Nunja - die Ehefrau des Besitzers fand ihn so hässlich, Weshalb er dieses Schmuckstück dort nicht installieren konnte und es dann an mich weiterverkaufte... unglaublich, oder?
Ich bin sehr stolz, dieses einmalige Stück im top Zustand mein Eigen nennen und es Euch hier präsentieren zu können.

©. Menzel 2017 

Mittwoch, 12. Juli 2017

GLORIA Typ P 6 Bj. 1963

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN 6
Typ: P 6
Baujahr: 1963
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibgasflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 9/58
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 11,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1963


Geschichte:
Hier habe ich eine wahre Rarität für Euch - einen 1963er GLORIA Typ P 6, welchen es vermutlich in dieser Form nur wenige Monate gegeben hat!
Der einfache Typ P 6 ist quasi als Nachfolger des DIN TROCKEN 6 alter Bauart zu sehen und erhielt seine Zulassung im Jahre 1958. Ihn hat es in mehreren Ausführungen gegeben und am häufigsten ist die Version von 1960 bis 1962 vertreten, von welcher ich bis dato annahm, dass es auch die letzte dieses Typs war. Ich dachte immer, dass dieser Typ im Jahre 1963 nahtlos vom Pn 6 S abgelöst worden wäre, aber wie man sieht, lag ich hier ein paar Meter daneben! Die Typen P 6 und Pn 6 S haben für kurze Zeit tatsächlich parallel existiert - und das ist, wie ich schon sagte, sensationell!

Dieser P 6 hat laut dem noch anhängenden Kärtchen am 10. Januar 1963 das Werk in Wadersloh verlassen und es ist aber trotzdem einer der Letzten überhaupt!
Sein parallel existierender Nachfolger - der Pn 6 S - war zwar auch nicht abstellbar, doch er besaß immerhin einen flexiblen Schlauch und war durch die innenliegende Treibgaspatrone wesentlich kompakter. Damit war er dem urtümlichen und unbequemen P 6 um längen überlegen, sodass er vermutlich spätestens zur Mitte des Jahres 1963 eingestampft worden ist.
Zu finden gewesen sein dürfte er vornehmlich in privaten Haushalten und genau das spiegeln meine Erfahrungen der letzten Jahre auch wider. Sämtliche P 6, die ich besitze, stammen aus Privathaushalten mit Ölfeuerung. Der P 6 war bis 1966 vor Einführung der Dauerdrücker das Günstigste, was es von GLORIA gab und deshalb kauften ihn vorwiegend Privatleute.
Mit diesem letzten 1963er Modell ist es mir gelungen, die Reihe zu komplettieren und nicht zuletzt deshalb bin ich sehr stolz, Euch dieses tolle Stück hier präsentieren zu können. 

©. Menzel 2017 

Sonntag, 20. November 2016

GLORIA TROCKENLÖSCHER DIN TROCKEN 9 alter Bauart Bj. 1953

Hersteller: H. SCHULTE-FRANKENFELD (GLORIA)
DIN TROCKEN 9
Typ: -
Baujahr: 1953
Bauart: P 9 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibgasflasche
Inhalt: 9 kg BC-Pulver
Treibmittel: 600 g Kohlendioxid
Gewicht des gefüllten Geräts: 14,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1952 - 53


Geschichte:
Mit dem GLORIA DIN TROCKEN 9 Bj. 1953 haben wir hier einen sehr, sehr seltenen Feuerlöscher, welcher nicht nur zu den seltensten Modellen aus dem Hause GLORIA, sondern auch zu einem der seltensten Feuerlöscher überhaupt zählen dürfte.
Der GLORIA DIN TROCKEN 9 ist ein Feuerlöscher alter Bauart, welcher die Pulverdüse in Form eines Trichters noch am Behälterboden besitzt.
Feuerlöscher dieser Größe und Bauart* sind gerade von GLORIA besonders selten, da diese Modelle an sich typische Vorkriegsgeräte nach der 1941 in Kraft getretenen DIN 14032 sind. Die heutige GLORIA GmbH wurde jedoch erst im August 1945 gegründet und ließ diesen Typ Löscher im Jahre 1952 unter der damals erst seit kurzem bestehenden DIN 14406 Teil 1 quasi nochmal neu zu (P1 - 17/52 und P1 - 18/52).

*Übliche Baumustergrößen der Vorkriegszeit sahen nach der DIN 14032 Feuerlöscher mit 4 kg, 5 kg, 7 kg und eben 9 kg vor.

Ich habe immer vermutet, dass es diesen Typen gegeben haben könnte, doch da ich in 30 Jahren noch niemals einen gesehen hatte - weder im Original, noch im Prospekt - war ich mir über die tatsächliche Existenz eines solchen Gerätes doch nicht so ganz einig. Das "muss ja" ging über die Jahre und Jahrzehnte von einem "könnte" zu einem sicheren "vielleicht" über, sodass man irgendwann selbst nicht mehr dran geglaubt hat, ein solches Modell mal irgendwie irgendwo zu finden. 
Doch hier ist nun der leibhaftige Beweis im Original und das ist SENSATIONELL!

Die Beschriftung erscheint ganz im klassischen GLORIA-Stil der frühen 1950er Jahre mit einem rot-weiß umrandeten Aufdruck von blass- bzw. hellgrüner Grundfarbe. Das berühmte GLORIA-Signet mit der Inschrift "Für jeden Brand - GLORIA - Handfeuerlöscher" befindet sich mittig an der Spitze des Aufdrucks. Unter diesem erscheint in übergroßer, weißer, mit schwarzen Schlagschatten versehenen Buchstaben die Bezeichnung "TROCKENLÖSCHER".
Das rechteckige Feld mit abgerundeten Kanten darunter enthält noch nicht die Typenbezeichnung wie bei den Nachfolgermodellen, sondern die Bauartbezeichnung. DIN TROCKEN 9.
Die Bedienungsanleitung wird mit Ausnahme der Überschrift "An der Brandstelle" in schwarz dargestellt, die Herstellerangaben erscheinen hingegeben wieder in weiß. Die bildliche Darstellung des Löschvorgangs ist detailgetreu und zeitgenössisch im Gesamtkonzept integriert.
"GLORIA" war 1952/53 noch keine eingetragene Wortmarke, weswegen in den Herstellerangaben noch "H. SCHULTE-FRANKENFELD - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik" angegeben wird und nicht das allseits bekannte GLORIA-WERK bzw. die GLORIA-WERKE.

Jetzt kommt das, was mein Herz als GLORIA-Fan, -Fanatiker und -Sammler wirklich höher schlagen lässt und mir doch glatt die eine oder andere Freudenträne ins Auge treibt: "GÜTERSLOH i. W."!

Ja, ganz richtig! Der Firmensitz wird nicht mit Wadersloh angegeben, sondern mit Gütersloh!
Die heutige GLORIA GmbH wurde im Augtust 1945 in Gütersloh gegründet und dort ist natürlich auch die ersten Jahre ab 1949 produziert worden. Die Standortverlagerung an den heutigen Hauptsitz in der Diestedder Str. 39 in Wadersloh erfolgte erst 1952.
Dieser Behälter wurde sehr wahrscheinlich noch in den alten Produktionsstätten gefertigt und ist dann mit in die neuen Räumlichkeiten nach Wadersloh umgezogen, von wo aus er dann im Oktober 1953 seinen Weg in die weite Welt (Köln) angetreten hat.
Heute noch GLORIA-Löscher aus Gütersloher Fertigung zu bekommen, ist nahezu unmöglich!



Kommen wir nu zu den technischen Raffinessen dieses Typs. Befeuert wurde der DIN TROCKEN 9 mit der heute unglaublichen Menge von 600 g Kohlendioxid und die Entladung erfolgte nach dem sog. Injektorprinzip - einer Funktionsweise, die sich ganz erheblich von jener der neuzeitlichen Feuerlöscher unterscheidet.
Wie auf dem Bild links zu sehen ist, besitzt das bis zum Behälterboden geführte Blasrohr zahlreiche eingelötete Lanzen, über welche das Kohlendioxid an verschiedenen Stellen in den Löschmittelbehälter geblasen wurde und so für einen langsamen und vor allem gleichmäßigen Druckaufbau sorgte
Die Düse am Pulvertrichter war mit einer lackversiegelten Platzscheibe verschlossen, welche bei erreichtem Betriebsdruck fliegen ging und so das Löschmittel freigab. Den exakten Betriebsdruck weiß ich nicht genau, doch ich vermute, dass er mindestens 10 - 15 bar betragen haben muss und sich dem der heutigen Pulverlöscher annähert.
Die zahlreichen Lanzen am Blasrohr gewährleisteten, dass das Pulver gänzlich aufgelockert wurde, und dass das Druckpolster stets über dem Pulverspiegel lag, sodass ein konstanter Pulverausstoß gewährleistet werden konnte. Um den Betriebsdruck aufrecht zu erhalten, wurde das Kohlendioxid nicht nur beim Aufladen, sondern während des gesamten Löschvorgangs (ca. 25 - 30 sek.) in den Behälter geleitet.
Zum Vergleich: Moderne 9 kg-Pulverlöscher kommen mit lediglich 210 g Kohlendioxid aus. 

Auch das enthaltene Pulver unterscheidet sich wesentlich von den heutigen Löschpulvern.
Während die Löschpulver ab Anfang der 1960er Jahre aus Millionen feinst vermahlenen Partikeln pro Kubikzentimeter wirklich staubartig daherkommen und schon beim bloßen anschauen mülmen, als gäb's kein Morgen, hat das in diesem Gerät noch verwendete Löschpulver die Konsistenz von eher feinkörnigem Salz und bleibt bei Freisetzung völlig ohne Staubentwicklung.

Sowohl der Behälter des großen DIN TROCKEN 9 sowie der des kleineren DIN TROCKEN 6 ist nahtlos geschweißt bzw. gezogen und besitzt als einzige Modellreihe aus dem Hause GLORIA ein im Behälter integriertes Überdruckventil. 
Die Handhabung der Feuerlöscher alter Bauart sowie in Sonderheit die der 9 kg-Modelle war äußerst schwierig. Ein Griff zum festhalten ist nirgends zu finden und man musste diesen Typ Löscher quasi wie ein 12 kg schweres Baby im Arm halten. Ein gezieltes Bekämpfen des Brandherdes war oft erst dann möglich, nachdem die Hälfte des Löschmittels beim Aufdrehen und Zielen verbraten wurde.

Zu finden gewesen sein dürften diese Geräte sowohl in Handel, Industrie und Gewerbe sowie in Privathaushalten - zumeist mit Ölheizung und Vorratstanks jenseits der 10.000 Liter Fassungsvermögen. Meiner persönlichen Einschätzung nach und auch nach der Meinung anderer Experten dürften jedoch gerade die 9 kg-Geräte nur äußerst selten anzutreffen gewesen sein. 

Die Ära der Feuerlöscher alter Bauart endete bei GLORIA spätestens 1958 mit der Einstellung der Produktion des DIN TROCKEN 6. Der DIN TROCKEN 9 verschwand sehr wahrscheinlich schon 1954 mit nahender Einführung der neuen 12 kg-Modelle mit Schlauch.
Ich persönlich vermute jedoch, dass der DIN TROCKEN 9 nur in den Jahren 1952 und 1953 produziert worden ist und ich bezweifle, dass es ein Modell aus Wadersloher Fertigung gibt. Der DIN TROCKEN 9 wurde sozusagen in einer Übergangszeit zugelassen und produziert, in welcher die Baugröße DIN TROCKEN 9 schon langsam in Fortfall geriet. Die produzierten Stückzahlen dürften sich auf nur wenige hundert Geräte belaufen, von denen heute nur noch ein Bruchteil existent sein dürfte.
Ein wirklich sehr schönes und zudem überaus seltenes Stück Brandschutzgeschichte, welches entweder gar nicht mehr oder zumindest in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr zu bekommen sein dürfte.
Dieser Feuerlöscher hing 63 Jahre in einem Kölner Keller und hat die lange Zeit nahezu unbeschadet überstanden - allein das grenzt schon ein Wunder. Dass ich ihn - zwischenzeitlich schon längst verloren geglaubt - dann doch noch nach langem Bangen und Zittern durch einen wirklich tiefen Griff in die Tasche erwerben konnte, grenzt ebenfalls an ein Wunder!

©. Menzel 2016
Überarbeitet ©. Menzel 2017

Sämtliche Texte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht und jegliche Verwendung ohne meine ausdrückliche Zustimmung wird hiermit untersagt. Zuwiderhandlungen werden verfolgt!




     

Montag, 16. Mai 2016

GLORIA Typ PN 6 Bj. 1961

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN TROCKEN
Typ: Pn 6

Baujahr: 1961
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 6 kg BC- Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: ca. 10,5 kg

Bauzeit nach diesem Muster: ca. 1960-1962




Geschichte:

Dieser Feuerlöscher vom Typ Pn 6 aus dem Hause GLORIA erfreute sich schon kurz nach seiner Zulassung im Jahre 1960 einer großen Verbreitung, doch auch, wenn diese Löscher in großen Stückzahlen auf den Markt kamen, dürfte dieses Modell hier eine ganz besonders seltene Ausführung sein.
Vom Aufdruck her weist dieser Feuerlöscher allen Typischen Merkmale und spiegelt mit seinen warmen Farben sowie den geschwungenen Formen den Charme längst vergangener Zeiten wieder. Der gelbe Tragbügel aus Kunststoff sowie der Kunststoff-Ventilkörper sind bei diesem Modell auch nicht weiter ungewöhnlich sondern Standard. Wenn man mal genau hinschaut, besteht die Flügel-Überwurfmutter nicht aus massivem Messing, sondern ebenfalls aus gelbem Kunststoff und das ist eine echte Sensation! Das habe selbst ich als GLORIA-Experte noch nie gesehen!

In meinem Lehrgang zum Sachkundigen nach DIN 14406-4 habe ich gelernt, dass bei der Unterdrucksetzung eines Aufladelöschers ein Gewicht von etwas mehr als einer halben Tonne von Innen gegen die Ventilarmatur drückt, welche eben von der Überwurfmutter am Behälter festgehalten wird. Unglaublich, dass die enorme Kraft auch von einer Überwurfmutter aus Kunststoff gebändigt werden konnte - doch das war vor 55 Jahren!

Ich vermute mal, dass einem heute bei der Unterdrucksetzung dieses Löschers die gesamte Armatur samt Überwurfmutter weggeplatzt und um die Ohren fliegen würde. Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben nämlich gezeigt, dass der Kunststoff brüchig und spröde wird, wenn sich die Weichmacher verflüchtigt haben. Mehrfach ist es auch schon zu Unfällen gekommen, bei denen der versprödete Kunststoff-Ventilkörper geplatzt oder wie ein Geschoss weggeflogen ist. Da ich mich beim Lösen der Flügel-Überwurfmutter sehr bemühen musste, diese nicht zu zerbröseln kann ich also mit Sicherheit sagen, dass auch dieser Kunststoff mittlerweile versprödet ist und den Belastungen einer Unterdrucksetzung nicht standgehalten hätte. Ich weiß von dieser Gefahr, der normale Verbraucher allerdings nicht und daher nochmal die Warnung: Alte Feuerlöscher sind kein Spielzeug und können sehr gefährlich werden, weswegen man sie unter keinen Umständen auslösen sollte!

Da es 1960 noch keine preiswerten Dauerdrucklöscher gab, war gerade der Typ Pn mit BC-Pulverfüllung oft in Privathaushalten anzutreffen, in welchen die gute Stube mittels einer Ölheizung auf behagliche Temperaturen gebracht worden ist. Nach der neu erlassenen FeuVO musste bei der Lagerung von Heizöl ab einer Menge von 1000 l ein geeigneter Feuerlöscher in der Nähe des Lagerraums angebracht werden und das war bis etwa Mitte der 1970er Jahre ein BC-Pulverlöscher (danach ABC).
Der Typ Pn war aufgrund seiner Schlagknopfarmatur etwas günstiger als das Topmodell Pi mit Halbautomatik-Aufladung, weswegen eben gerne zu diesem Modell gegriffen wurde. Im Gegensatz zum noch etwas günstigeren Typ Pn 6 S besitzt der Typ Pn 6 eine abstellbare Löschpistole - ein Ausstattungsmerkmal, auf welches auch ich nicht hätte verzichten wollen.
In Gewerbe und Industrie war dieser Feuerlöscher jedoch ebenfalls anzutreffen, allerdings nur in solchen Betrieben, bei denen Brandgefahren durch Stoffe der Brandklassen B und C bestanden. Für Brände von Feststoffen der Brandklasse A war dieser Löscher nämlich ungeeignet. Entsprechende Betriebe dürften daher KFZ-Werkstätten, Garagenanlagen, Tankstellen, Lackierereien, petrochemische Anlagen und dergleichen gewesen sein. Mit Blick auf die verarbeiteten Lösungsmittel könnten solche Löscher allerdings an bestimmten Stellen in der Möbelindustrie vorgekommen sein.

Ein sehr schönes, hervorragend erhaltenes und mit seiner Flügelüberwurfmutter aus Kunststoff ein wirklich seltenes Modell, welches heute nahezu nicht mehr zu bekommen sein dürfte.

©. Menzel 2016