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Donnerstag, 11. Dezember 2014

GLORIA Wasserlöscher

Die Wasserlöscher lassen sich je nach Art Ihrer Druckerzeugung in Auflade- und Dauerdrucklöscher unterteilen und genau so wollen wir es hier auch machen. Dazu sei gesagt, dass mir bis 1992 kein Modell bekannt ist, welches als Dauerdrucklöscher ausgeführt ist. Des weiteren gab es die Nasslöscher bis dahin auch nur mit einer Füllmenge von 10 l.

Aufladelöscher
Aufladelöscher zeichnen sich dadurch aus, dass der Löschmittelbehälter nicht permanent unter Druck steht, sondern erst kurz vor dem Einsatz aufgeladen, d.h. unter Druck gesetzt wird. Das Treibmittel wird dabei in einer seitlichen Flasche außerhalb des Löschmittelbehälters oder in einer separaten Patron im Inneren des Löschmittelbehälters gespeichert. Die Aufladung erfolgt im Falle der Feuerlöscher mit außenliegender Druckgasflasche - den sogenannten Außenflaschenfeuerlöschern - einfach durch Aufdrehen des Ventils an der Druckgasflasche. Die Feuerlöscher mit innenliegender Druckgaspatrone werden mit Hilfe eines Schlagknopfes oder einer Zughebelarmatur unter Druck gesetzt.
Wasser-Aufladelöscher arbeiten mit einem Betriebsdruck von 7 bar und werden mit etwa 90 g (10 l-Löscher) Kohlendioxid aufgeladen.

DIN NASS 10

TYP N 10 Hn / N 10 Hf - 30


TYP Wi 10 N / Wi 10 F


TYP WSi 10 N / WSi 10 F


TYP W 10 DF (zu diesem Typ sind noch keine Informationen vorhanden)


TYP Wi 10 EN


© PhoenixFeuerschutz 2014

Freitag, 20. Juni 2014

GLORIA Typ N 10 Hn Bj. 1958 weiß

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN NASS 10
Typ: N 10 Hn
Baujahr: 1958
Bauart: N 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Inhalt: 10 l Wasser
Gewicht des gefüllten Geräts: 17 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1958 - 1963

Geschichte:
Hier haben wir ein gleichsam schönes, wie seltenes Exemplar aus der Anfangszeit der GLORIA-WERKE: Einen 10 l NASS-LÖSCHER vom Typ N 10 Hn aus dem Jahre 1958 in der seltenen, ausschließlich Anwendungszwecken in Krankenhäusern vorbehaltenen Farbe weiß!
Der Schlagknopf ist noch in Hammerschlagoptik und auch die Flügelmutter des Verschlusses sowie die Düse sind verchromt. Dieses Modell dürfte eines der ersten aus dem Jahre 1958 sein, da er den in diesem Jahre neu eingeführten und bis 1963 verwendeten Aufdruck aufweist. Dieser ist in gold-grün gehalten und besticht neben dem großen GLORIA-Schriftzug oben durch schöne Details in der bildlichen Darstellung zum Einsatz. Hier hatten, wie bei sehr vielen GLORIA-Feuerlöschern aus dieser Zeit die Gebr. Windhorst aus Bremen ihre Finger im Spiel, wie die mit ihrem Namen überklebten Herstellerangaben zeigen. Das wäre heute nach Maßgaben der EN 3 übrigens verboten. Der Zusatzaufkleber ist jedoch nach gleichen Vorgaben wie der GLORIA-Aufdruck gestaltet und passt ganz gut ins Bild. Zudem würde ich beim Versuch, ihn zu lösen mehr zerstören als wiederherstellen und deswegen bleibt er auch drauf. Zugelassen wurde dieser Typ Feuerlöscher im Jahre 1955, sodass dieses Gerät hier zu einem der ersten dieser Serie zählt.
Von der Handhabung her ähnelten die Wasserfeuerlöscher der frühen Nachkriegszeit der einer riesigen und unglaublich schweren Ölkanne. Nur unter Zuhilfenahme der zweiten Hand konnte das Löschmittel - in diesem Falle Wasser ohne Zusätze - durch Neigen des Löscher auf den Brandherd befördert werden; dies durch die zielgenaue Düse allerdings sehr präzise. Dennoch dürften insbesondere kleine und zierliche Personen mit der Handhabung eines solchen Eimers ihre Schwierigkeiten gehabt haben und da verwundert es ein wenig, dass ein solches Gerät einmal im Krankenhaus eingesetzt worden ist, wo viele Krankenschwestern und Patienten mit Sicherheit nicht in der Lage gewesen sind, diesen Löscher überhaupt von der Wand zu bekommen. Man muss nämlich wissen, dass Feuerlöscher bis etwa in die 1990er Jahre hinein (eigene Beobachtungen bzw. selbst angestellte Vermutungen) in etwa 1,80 - 2,00 m Höhe angebracht worden sind. Dies war nicht nur in Supermärkten, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und der Industrie so, sondern auch in Krankenhäusern. Der Grund: Die Wege sollten freigehalten werden.
Solch einen Feuerlöscher in diesem sensationellen Zustand heute überhaupt noch zu finden, ist schon wirklich ein großes Glück, aber das Ganze dann noch in weiß ist eine echte Sensation!

© C. Müller 

Freitag, 18. April 2014

Wasserlöscher

Wasser ist das älteste Löschmittel und es ist seit der Entdeckung des Feuers auch als solches bekannt. Die Löschwirkung des Wassers beruht nicht auf  reinem “Nass-machen” des Feuers, sondern in erster Linie auf Abkühlung des Brandguts. Das Verdampfen des Wassers auf der brennenden Oberfläche entzieht dem Feuer soviel Energie, dass das Brandgut schnell unter seinen Flammpunk abgekühlt wird und sich nicht so rasch wieder entzünden kann (Rückzündung). Aufgrund der abkühlenden Wirkung ist Wasser nur für die Brandklasse A, also Feststoffe als Löschmittel geeignet. In der Regel werden dem Löschwasser Salze zugesetzt, um die Löschwirkung zu erhöhen.
Wie funktioniert das? Durch den Zusatz von Salzen erhöht sich einerseits die Siedetemperatur, wodurch das Wasser nicht so schnell verdampft. Hierdurch wird dem Feuer wesentlich mehr Energie entzogen. Andererseits wird durch die Zugabe von Salz die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt, wodurch es in der Lage ist, tiefer in das brennende Material einzudringen. Manche Wasserlöscher enthalten zusätzlich noch einen Schluck Frostschutzmittel, wodurch ein solcher Löscher auch bei Temperaturen von unter von 0°C einsatzfähig bleibt. Doch wie gesagt: Der Frostschutz ist nicht bei allen Wasserlöschern vorhanden. Wasser-Feuerlöscher gibt es als Auflade- und Dauerdrucklöscher und werden heutzutage fast ausschließlich per Druckhebelarmatur betätigt. Ältere Modelle aus 14406-Zeiten gibt es ausschließlich mit 10 l Inhalt, die neuen nach der DIN EN 3 gibt es mit Meines Wissens gibt es Wasserlöscher mit 6 Liter, 6 und 9 l Füllung.

Einsatz und Sicherheitshinweise 
Die meisten Wasserlöscher erzeugen keinen harten Wasserstrahl, sondern eher einen weichen Sprüstrahl mit dem das brennende Objekt weich und großflächig eingenebelt werden kann. Wasser greift im Gegensatz zu Pulver oder CO2 nicht auf chemischer Ebene in den Brand ein -  es kühlt das Brandgut in erster Linie unter den Flammpunkt ab. Daher ist bei Wasserlöschern die Menge an Löschmittel, welche auf das brennende Objekt gepustet wird, entscheident. Soll heißen: Draufhalten ohne den Löschmittelstrahl zu unterbrechen und dabei auch ruhig recht nah ans Feuer herangehen! Nur viel Wasser kann dem Feuer genug Energie entziehen um es zu löschen. Stoßweises Löschen führt nicht zum Löscherfolg – das Wasser würde nur wirkungslos verdampfen. Bei dieser Vorgehensweise ist genaues zielen natürlich wichtig, denn nach spätestens 30 Sekunden ist ein 6 Liter Wasser-Feuerlöscher leer. Sonst gibt es eigentlich nicht viel zu beachten beim Umgang mit Wasserlöschern. Das Löschmittel ist ungiftig, kann in elektrischen Anlagen eingesetzt werden (Sicherheitsabstand beachten) und verdreckt nicht die ganze Umgebung. Nach dem Löschen aufwischen – fertig. Ein Wasserlöscher ist für den privaten Haushalt geeignet, ABER: Niemals einen Wasserlöscher bei einem Fettbrand einsetzen (Fettexplosion).

Technische Daten (Gloria-Wasser-Feuerlöscher DIN EN 3, Dauerdruck)
Die Angaben entstammen Aufladelöschern der GLORIA-WERKE aus dem Jahre 1996 und dürften heute auch noch aktuell sein.

6l: Gewicht: 11kg; Löschmittelmenge: 6l Wasser + 150g Netzmittel; Wurfweite: 4m; Temperaturfunktionsbereich: 0°C bis + 60°C; Funkionsdauer: 30 sek.
Rating: 13A

9l: Gewicht: 15,9kg; Löschmittelmenge: 9l Wasser + 150g Netzmittel: 4m; Temperaturfunktionsbereich: 0°C bis + 60°C; Funkionsdauer: 45 sek.
Rating: 13A

Sonntag, 23. März 2014

GLORIA NASS-LÖSCHER DIN NASS 10 Bj. 1957

Hersteller: GLORIA-WERKE
(H. SCHULTE-FRANKENFELD - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik) 
NASS-LÖSCHER 
DIN NASS 10 
Baujahr: 1957 
Bauart: N10 Hf-30 (Frostsicher bis -30 °C) 
Inhalt: 10 l Wasser + Frostschutzmittel 
Gewicht des gefüllten Geräts: 17 kg 
 
Geschichte 

Hier haben wir einen Wasserlöscher aus der Anfangszeit der GLORIA-WERKE! Als dieses Gerät vor nunmehr 56 Jahren das 1952 errichtete Werk in Wadersloh verließ, war die Firma selbst erst 12 Jahre alt und die Wortmarke "GLORIA" war noch nicht der offizielle Markenname. Die Marke GLORIA gab es so also noch gar nicht und die in dieser Zeit produzierten Feuerlöscher firmierten noch unter "H. SCHULTE-FRANKENFELD Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik".
Dieses Gerät ist in mehrfacher Hinsicht eine echte Rarität. Zum einen deshalb, weil es in diesem originalen und gut erhaltenen Zustand überhaupt noch existiert und zum anderen, weil es sich bei diesem Gerät um eines der wenigen Exemplare handelt, welche mit einem Frostschutzmittel versehen worden sind. In der Regel waren Wasserlöscher nämlich nicht frostsicher und mussten vor Temperaturen von unter 0 °C geschützt werden. Dieser Löscher, besser gesagt sein Inhalt, blieb bis zu einer Temperatur von -30 °C flüssig, ohne den Behälter zu sprengen. Welche Zusätze als Frostschutzmittel zugegeben wurden, weiß ich nicht genau, jedoch soviel, als dass es sich um irgend eine giftige Brühe gehandelt hat. Über eine wirkliche Typenbezeichnung verfügt dieses frühe Gerät noch nicht.
Weiterhin ist auf dem Gerät auf einer grünen Banderole vermerkt, dass dieser Löscher nicht für Brände in elektrischen Anlagen geeignet ist - eine Vorstellung, welche erst Ende der 1970er Jahre mit dem Abschaffen der Brandklasse E revidiert wurde. Tatsächlich ist es so, dass Wasserlöscher im Notfall auch in elektrischen Niederspannungsanlagen ohne Gefahr einzusetzen sind, wenn der vorgeschriebene Mindestabstand von 3 m eingehalten wird. Doch auch wenn dem so ist, wird heutzutage in der Nähe elektrischer Betriebsstätten mit Sicherheit kein Wasserlöscher zum Brandschutz bereitgehalten werden.
Feuerlöscher wie diese dürften von vornherein nur in geringer Anzahl vorhanden gewesen sein, da ab Mitte der 1950er Jahre das Trockenlöschpulver seinen großen Durchbruch erlebte und als DAS Löschmittel schlechthin galt.
Solcherart Löscher kamen entweder im privaten Bereich, in Scheunen, in der Holzverarbeitung oder in der Futter- und Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz. Dieses Gerät hing in einer alten Mühle, welche vor drei Jahren in eine Bio-Mühle umgewandelt wurde.
Ein sehr schönes Stück in sensationellem Zustand.
Danke Ingo, dass Du an mich gedacht hast :)

Zum Feuerlöschermuseum

Zum GLORIA-Museum

© C. Müller 

GLORIA Typ Wi 10 F Bj. 1978

GLORIA Wi 10 F - 1978
Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN WASSER 10
Typ: Wi 10 F (Frostsicher bis -30 °C)

Baujahr: 1978
Bauart: W 10 Hf - 30 - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 10 l Wasser + Frostschutz
Gewicht des gefüllten Geräts: 16 kg

Geschichte:
Auch wenn dieser Feuerlöscher auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich erscheint, ist er dennoch etwas ganz besonderes und sehr sehr selten. Selten deshalb, da diese Geräte nur in verhältnismäßig kleiner Stückzahl produziert worden sind, da auch die 1970er 
Jahre noch ganz im Zeichen des Pulvers standen.
Wasserlöscher sind zwar die Urform des modernen Feuerlöschers, denn auch die 1902 patentierten MINIMAX-Spitztüten waren bis in die 1930er Jahre hinein ausschließlich mit Wasser gefüllt. Ab etwa 1935 kamen die ersten Löschpulver auf und begannen mit fortlaufender Weiterentwicklung die Wasserfüllungen allmählich zu verdrängen. So geschah es auch im Hause GLORIA. Wasserlöscher gehörten in den späten 1940er und 1950er Jahren noch zum Standardprogramm, doch dies änderte sich im Jahre 1964. Mit der Umgestaltung des noch recht verschnörkelten Siebdrucks, welcher 1963 im Prinzip 1:1 von den goldenen Aufklebern der Jahre 1959 - 1962 übernommen worden war, verschwanden die Wasserlöscher gänzlich aus dem Produktionsprogramm. Soll heißen: Zwischen 1964 und 1973 - also beinahe ein ganzes Jahrzehnt - wurden bei GLORIA keine Wasserlöscher produziert, da vor allem Feuerlöscher mit ABC-Pulverfüllungen das modernste waren, was die Brandschutztechnik zu bieten hatte. Diese Löscher waren überall einsetzbar, wogegen mit herkömmlichen Wasserlöschern nur Brände von Stoffen der Brandklasse A abgelöscht werden konnten. Zudem waren Wasserlöscher damals ausdrücklich nicht zur Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen zugelassen, was dem nichtleitenden ABC-Pulver im Zuge der stark ansteigenden Elektrifizierung und bei gleichzeitigem Verschwinden der TETRA-Löscher zu weiterem Aufschwung verhalf.

Im Jahre 1973 wurde bei den GLORIA-WERKEN mit einer abermaligen Überarbeitung der Modelle die Produktpalette nach fast 10 Jahren wieder um einen Feuerlöscher mit Wasserfüllung erweitert, welcher ausschließlich mit einer Füllmenge von 10 Litern und mit oder ohne Frostschutz angeboten wurde. Von der Füllmenge her hatte sich im Vergleich zu 1963 nicht viel verändert, in Bezug auf die technische Ausstattung allerdings schon.

Die Wasserlöscher des Jahres 1963 waren mit einem einfachen Schlagknopf ausgestattet und besaßen zudem keinen Schlauch. Mit dem Handgriff an der Seite erinnerten sie entfernt an eine überdimensionierte Ölkanne und waren nach Auslösen nicht abstellbar. Da diese Funktionsweise veraltet und nicht mehr zugelassen war, wurden die neuen Wasserlöscher technisch auf den neuesten Stand gebracht. Anstelle eines Schlagknopfes wurde die moderne Zughebelarmatur der erfolgreichen Pi-Serie verwendet, welche zur Unterscheidung jedoch über einen schwarzen Ventilkörper aus Kunststoff verfügte und anstelle einer einfachen Düse kam ein Schlauch mit abstellbarer Löschpistole zum Einsatz. Auch in Bezug auf die Verwendung in elektrischen Anlagen wurde die Sichtweise ein wenig geändert, denn diese Geräte waren nun auch für die Bekämpfung von Bränden in elektrischen Anlagen mit einer Spannung von maximal 250 Volt einsetzbar. Eine generelle Zulassung für Brände in Niederspannungsanlagen bis 1000 V besaßen sie jedoch nicht, weshalb im Siebdruck auch das Piktogramm der später abgeschafften Brandklasse E fehlt. Stattdessen wurde folgender Warnhinweis angebracht:

"NICHT FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN MIT EINER SPANNUNG VON ÜBER 250 VOLT GEGEN ERDE"


Eine eindrucksvolle Warnung, welche zu einem vorsichtigen Umgang bei Bränden in elektrischen Anlagen mahnte. 1978/79 wurde die Brandklasse E jedoch ersatzlos gestrichen, was nichts anderes bedeutet, als dass alle Löschmittel bei Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstands ( 1- 3 m) gefahrlos in Anlagen bis 1000 V eingesetzt werden können.

Dieser Feuerlöscher vom Typ Wi 10 F trägt alle Merkmale der 1970er Jahre und ähnelt dem Typ Pi sehr stark. Was allerdings sofort auffällt, ist die geänderte Schlauchführung. Der Schlauch wird nicht wie beim Typ Pi rückwärtig in U-Form geführt, sondern entspringt am Behälterdeckel. Durch diese Schlauchführung wird das ohnehin schon große Gerät sehr sperrig. Ob diese Art der Schlauchführung nur als Unterscheidungsmerkmal zwischen den Typen Pi und Wi gewählt worden ist, oder ob dies einen anderen Grund hat, vermag ich momentan  allerdings noch nicht sicher zu sagen. Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann ist, dass es sich bei diesem Gerät um einen absolut seltenen Feuerlöscher handelt, welcher heute nicht mehr zu bekommen ist. Knapp 10 Jahre habe ich so ein Modell gesucht und ich habe nicht ein einziges erwerben können. Dies wird sich auch in den kommenden 10 Jahren nicht ändern und daher bin ich ganz besonders froh, dieses top erhaltene Gerät nun mein Eigen nennen zu können. Da er laut Werks-Endkontrolle im Dezember 1978 gebaut worden ist, gehört er zudem zu den letzten Exemplaren in diesem Design.
Eingesetzt wurden solche Feuerlöscher in Handel, Industrie und Gewerbe sowie auch in öffentlichen Einrichtungen. Wer aus Lippstadt kommt und sich an den real,- vor dem Umbau erinnern kann, der konnte ein solches Gerät in der CD-Abteilung bewundern. Dieser Löscher war auch der einzige, den ich jemals gesehen habe.

Zum Feuerlöschermuseum

© C. Müller

Sonntag, 19. August 2012

Wasserlöscher

Wasser ist das älteste Löschmittel und es ist seit der Entdeckung des Feuers auch als solches bekannt. Die Löschwirkung des Wassers beruht nicht auf  reinem “Nass-machen” des Feuers, sondern in erster Linie auf Abkühlung des Brandguts. Das Verdampfen des Wassers auf der brennenden Oberfläche entzieht dem Feuer soviel Energie, dass das Brandgut schnell unter seinen Flammpunk abgekühlt wird und sich nicht so rasch wieder entzünden kann (Rückzündung). Aufgrund der abkühlenden Wirkung ist Wasser nur für die Brandklasse A, also Feststoffe als Löschmittel geeignet. In der Regel werden dem Löschwasser Salze zugesetzt, um die Löschwirkung zu erhöhen.
Wie funktioniert das? Durch den Zusatz von Salzen erhöht sich einerseits die Siedetemperatur, wodurch das Wasser nicht so schnell verdampft. Hierdurch wird dem Feuer wesentlich mehr Energie entzogen. Andererseits wird durch die Zugabe von Salz die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt, wodurch es in der Lage ist, tiefer in das brennende Material einzudringen. Manche Wasserlöscher enthalten zusätzlich noch einen Schluck Frostschutzmittel, wodurch ein solcher Löscher auch bei Temperaturen von unter von 0°C einsatzfähig bleibt. Doch wie gesagt: Der Frostschutz ist nicht bei allen Wasserlöschern vorhanden. Wasser-Feuerlöscher gibt es als Auflade- und Dauerdrucklöscher und werden heutzutage fast ausschließlich per Druckhebelarmatur betätigt. Ältere Modelle aus 14406-Zeiten gibt es ausschließlich mit 10 l Inhalt, die neuen nach der DIN EN 3 gibt es mit Meines Wissens gibt es Wasserlöscher mit 6 Liter, 6 und 9 l Füllung.

Einsatz und Sicherheitshinweise
Die meisten Wasserlöscher erzeugen keinen harten Wasserstrahl, sondern eher einen weichen Sprüstrahl mit dem das brennende Objekt weich und großflächig eingenebelt werden kann. Wasser greift im Gegensatz zu Pulver oder CO2 nicht auf chemischer Ebene in den Brand ein -  es kühlt das Brandgut in erster Linie unter den Flammpunkt ab. Daher ist bei Wasserlöschern die Menge an Löschmittel, welche auf das brennende Objekt gepustet wird, entscheident. Soll heißen: Draufhalten ohne den Löschmittelstrahl zu unterbrechen und dabei auch ruhig recht nah ans Feuer herangehen! Nur viel Wasser kann dem Feuer genug Energie entziehen um es zu löschen. Stoßweises Löschen führt nicht zum Löscherfolg – das Wasser würde nur wirkungslos verdampfen. Bei dieser Vorgehensweise ist genaues zielen natürlich wichtig, denn nach spätestens 30 Sekunden ist ein 6 Liter Wasser-Feuerlöscher leer. Sonst gibt es eigentlich nicht viel zu beachten beim Umgang mit Wasserlöschern. Das Löschmittel ist ungiftig, kann in elektrischen Anlagen eingesetzt werden (Sicherheitsabstand beachten) und verdreckt nicht die ganze Umgebung. Nach dem Löschen aufwischen – fertig. Ein Wasserlöscher ist für den privaten Haushalt geeignet, ABER: Niemals einen Wasserlöscher bei einem Fettbrand einsetzen (Fettexplosion).

Technische Daten (Gloria-Wasser-Feuerlöscher DIN EN 3, Dauerdruck)
Die Angaben entstammen Aufladelöschern der GLORIA-WERKE aus dem Jahre 1996 und dürften heute auch noch aktuell sein.

6l: Gewicht: 11kg; Löschmittelmenge: 6l Wasser + 150g Netzmittel; Wurfweite: 4m; Temperaturfunktionsbereich: 0°C bis + 60°C; Funkionsdauer: 30 sek. – 13A

9l: Gewicht: 15,9kg; Löschmittelmenge: 9l Wasser + 150g Netzmittel: 4m; Temperaturfunktionsbereich: 0°C bis + 60°C; Funkionsdauer: 45 sek. – 13A

© C. Müller