Im Sommer wird gegrillt, mit dem Brenner gearbeitet, draußen geraucht und Lagerfeuerchen gemacht, wogegen auch nichts einzuwenden ist - mache ich auch nicht anders. Wegen der unweigerlichen Trockenheit ist jedoch erhöhte Vorsicht beim Umgang mit offenem Feuer geboten, auch im eigenen Garten. Ein Funken genügt, um trockene Gräser oder Büsche in Brand zu setzen und auch wenn Ihr noch so aufpasst: Passieren kann so etwas jederzeit! Feuer ist ohnehin nur bedingt beherrschbar und was es wirklich gefährlich macht ist, dass es innerhalb von Sekunden außer Kontrolle geraten kann. Da kann man noch so aufpassen; ein nicht vorhersehbarer Windstoß und schon habt ihr den Salat.
Für solch einen Fall sollte man Vorkehrungen treffen und hierfür eignet sich nichts besser als eine Kübelspritze!
Die Kübelspritze ist ein Kleinlöschgerät nach DIN 14405, welches aus einer doppelt wirkenden Kolbenpumpe und einem Wasserbehälter mit 10 oder 15 l Fassungsvermögen besteht. Das Wasser wird durch einfache Pumpbewegungen ausgestoßen, wobei eine Spritzweite von 10 bis 12 m erzielt werden kann - je nachdem, wie man sich da reinhängt. Verwendung findet sie bei der Feuerwehr für Nachlöscharbeiten und in sehr großen Stückzahlen bei der Bundeswehr.
Die Kübelspritze bietet gegenüber einem herkömmlichen Feuerlöscher den unschlagbaren Vorteil, dass sie nach erfolgtem Einsatz von Jedermann sofort wieder befüllt und sofort wieder eingesetzt werden kann. Wenn das Ding leer ist: Klappe auf, Wasser rein und fertig. Kostengünstiger geht es nicht.
Vor allem in jetzigen Zeiten, wo massenhaft Kasernen dichtgemacht werden, ist so eine Kübelspritze vielfach schon für nur 20 Euro zu haben. Nehmt am besten eine Kübelspritze Typ B, da diese über einen 1m langen Gartenschlauch verfügt und so auch problemlos von nur einer Person bedient werden kann. Die Kübelspritze Typ A ist mit einem 5 m D-Schlauch ausgerüstet und kann nur mit 2 Personen bedient werden. Außerdem: Für Spiele auf Kindergeburtstagen oder einfach nur zur Gaudi ist so eine Kübelspritze auch bestens geeignet!
©. Menzel 2015
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Sonntag, 29. März 2015
Dienstag, 11. Juni 2013
Kohlendioxidlöscher vor Erwärmung schützen!
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| GLORIA KS 2 SBS Bj. 1990 |
Ein Kohlendioxidlöscher ist im Prinzip nichts anderes als eine Gasflasche, in welcher das Gas teils flüssig und teils gasförmig vorliegt. Der Dampfdruck beträgt bei 20 °C etwa 57 bar. Das ist soweit auch alles kein Problem, denn die Behälter sind aus massivem Stahl oder hochdruckfestem Aluminium gefertigt (Wandstärken 0,5 - 1,0 cm) und halten hohen Drücken von 250 - 300 bar statt.
Vorsicht im Sommer
Wird so ein Feuerlöscher nun erwärmt (z.B. etwa durch Hitzestrahler wie Öfen, Fritteusen und dergleichen), dehnt sich das verflüssigte Kohlendioxid aus. Besonders jetzt im Sommer kann es vorkommen, dass Kohlendioxidlöscher oft mehrere Stunden in der prallen Sonne hängen - und das sollten sie keinesfalls!
Die kritische Temperatur des Kohlendioxids liegt bei 31,4 °C. Wird diese überschritten, geht das flüssige Kohlendioxid schlagartig in die Gasphase über und der Druck im Behälter steigt sprunghaft an. Veranschaulichen lässt sich diese gefährliche Druckerhöhung am besten mit ein paar Zahlen aus dem Dampfdruckdiagramm des Kohlendioxids.
- 20,0 °C - etwa 57 bar
- 30,0 °C - etwa 70 bar
- 31,4 °C - etwa 75 bar
- 40,0 °C - etwa 120 bar
- 50,0 °C - etwa 180 bar
- 60,0 °C - etwa 240 bar
- 70,0 °C - maximaler Flaschendruck von etwa 280 - 300 bar
Während der Druck bei Temperaturen bis 30 °C nur moderat um 10 - 15 bar steigt, findet bei Temperaturen jenseits der 31,4 °C ein Druckanstieg von satten 40 bar pro 10 °C statt. Kohlendioxidlöscher sollten deshalb nicht über 30 °C erwärmt werden!
Geräte nach der DIN EN 3 sind bis zu einer Temperatur von +60 °C zugelassen - müssen also einem Druck von rund 240 bar standhalten. Da ist dann aber auch wirklich Feierabend, da bei einem Druck von 250 - 275 bar schließlich die Berstscheibe anspricht und der Inhalt über das Notventil abgeblasen wird. Wenn man mal rechnet, dürfte also die maximale Temperatur, bei welcher der Inhalt in der Flasche bleibt, etwa 62,5 °C betragen.
Im Sommer können Gegenstände bei direkter Sonneneinstrahlung schnell 60 °C und mehr erreichen - denkt nur mal an die Autos, die ein paar Stunden in der Sonne gestanden haben. Auf dem Dach kann man locker Spiegeleier braten und das Lenkrad ist so heiß, dass man es nicht anfassen kann. Vor Jahren sollte bei unserem Auto mal eine kleine Delle aus dem Blech gezogen werden, doch da der Wagen den ganzen Tag in der Sonne stand, betrug die Temperatur des Blechs über 70 °C... und der Wagen musste erstmal über Nacht abkühlen, bevor mit der Arbeit begonnen werden konnte.
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| Berstscheibensicherung (grün) |
Solch eine Ausnahme ereignete sich im Juni 2011 in einer Rostocker Tchibo-Filiale. Dort zerknallte kurz vor Ladenschluss ein Kohlendioxidlöscher, wodurch eine Mitarbeiterin schwer am Kopf verletzt und das ganze Ladenlokal verwüstet wurde. Als Ursache wird ein Materialfehler angegeben. Da die massive Eingangstür aus Glas ebenfalls zertrümmert wurde, ist davon auszugehen, dass der Kohlendioxidlöscher im Eingangsbereich hing und dort einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt war. Aufgrund einer Materialschwäche bzw. eines Materialfehlers könnte dann der Behälter vor dem Ansprechdruck der Berstscheibe nachgegeben haben und es hat ihn zerrissen.
Solche Zwischenfälle sind zwar gottlob selten, doch sie können vorkommen.
Deswegen merkt Euch:
Kohlendioxidlöscher
- keinen Temperaturen von über 30 °C aussetzen!
- nicht in der Nähe von Wärmestrahlern aufstellen!
- nicht gegenüber großer Fensterfronten aufstellen!
- nicht als Autolöscher benutzen!
Außerdem: Je wärmer ein Kohlendioxidlöscher wird, umso geringer ist seine Löschwirkung. Da das Gas mit einem Steigrohr aus der Flüssigphase entnommen wird, ist die Schneeausbeute bei Temperaturen von über 30 °C annähernd Null. Es zischt bloß laut und das war´s
© C. Müller
Dienstag, 23. April 2013
Gartensaison: Richtiger Umgang mit Flüssiggas
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| 11 kg Propangasflasche mit Druckminderer (50 mbar) |
Der traditionelle Holzkohlegrill wird dabei jedoch zunehmend links liegen gelassen und immer mehr Leute greifen auf einen Gasgrill zurück - warum auch nicht. Diese Geräte werden mit Flüssiggas betrieben und im Umgang hiermit sind einige wichtige Dinge zu beachten, welche im Folgenden erläutert werden sollen.
Was ist Flüssiggas?
Als Flüssiggas (LPG - Liquid Petroleum Gas) werden brennbare Kohlenwasserstoffe bezeichnet, bei denen es sich hauptsächlich um Propan, Butan und deren Gemische handelt. Bei Umgebungsdruck (1013 hpa) und Zimmertemperatur (20 °C) sind diese gasförmig, doch lassen sie sich unter Überdruck verflüssigen und in entsprechende Behälter abfüllen. Diese Flüssiggasflaschen haben dann für den Hausgebrauch eine Füllmenge von 5, 11 oder 33 kg und der Fülldruck beträgt etwa 10 bar.
Wie gefährlich ist Flüssiggas?
Sowohl Propan als auch Butan werden als "Hochentzündlich" (F+) eingestuft und gehören somit zu den feuergefährlichsten Substanzen überhaupt. Freigesetzt und in Brand geraten erreicht Flüssiggas ein hohes Zerstörungspotential - der Feuerball führt auch bei nur kurzzeitiger Exposition zu schweren Verbrennungen. Nicht gezündet wirkt es narkotisierend und erstickend.
Sachgemäßer Umgang mit Flüssiggas
Bei unsachgemäßem Umgang mit Flüssiggasflaschen besteht eine erhöhte Brand- und Expolsionsgefahr. Folgende Punkte sind bei Transport, Aufstellung und Lagerung daher unbedingt zu beachten:
Transport
Der Transport solcher Flaschen darf nur mit aufgesetzter und fest sitzender Ventilschutzkappe erfolgen. Das Ventil ist empfindlich und kann bei Stößen leicht beschädigt werden oder abreißen. Wenn Ihr die Kappe nicht auf der Flasche habt, wird man Euch im Baumarkt oder an der Gasfüllstation Eures Vertrauens die Flasche auch nicht abnehmen bzw. umtauschen. Weiterhin sollten auch entleerte Flaschen möglichst stoß- und erschütterungsfrei transportiert und gegen Verrutschen gesichert werden. Keinesfalls sollte Euch die Flasche runterfallen oder umkippen! Wenn Ihr die Gasflasche(n) in Eurem Auto, Kombi oder Bulli transportiert, macht sicherheitshalber während der Fahrt ein Fenster auf.
Aufstellung
Flüssiggas kommt in privaten Haushalten überwiegend zu Heiz- und Kochzwecken zum Einsatz - wird also auch im großen Stil in Gasgrills und Heizpilzen verwendet. Heizpilze besitzen ein Staufach, in welchem eine 11 kg-Flüssiggasflasche problemlos und sicher untergestellt werden kann. Gasgrillwagen besitzen meist schließbare Unterschränke, bieten jedoch oft nur Platz für eine 5 kg-Flüssiggasflasche. Auch wenn eventuell eine 11 kg-Flüssiggasflasche knapp hineinpasst - lasst es lieber. In so einem Fall befindet sich das Ventil direkt unter den Brennern und wird gefährlich warm. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte sich die Gasflasche gut belüftet außerhalb des Schrankes befinden. Stellt die Flasche auch nicht zu nah an den Grill! Der Anschluss einer mannshohen 33 kg-Flüssiggasflasche ist unzulässig und nicht empfehlenswert.
Anschluss
Egal welchen Endverbraucher Ihr an eine Flüssiggasflasche anschraubt: Tut es niemals ohne einen DIN-geprüften Druckminderer!! Dieser regelt den Druck auf der Ausgangsseite auf die in Deutschland (zumindest für Grills) zugelassenen 50 mbar herunter. Würdet Ihr den Druckminderer weglassen, würde das Gas mit 10 bar in den Grill strömen, die Flasche wäre nach 1 - 2 Minuten leer und ihr würdet Eure Würstchen samt Grill auf den Mond schießen. Also: Immer einen Druckminderer verwenden! Auch die Schläuche müssen DIN-geprüft sein und den gültigen Sicherheitsnormen entsprechen! Prüft sämtliche Anschlüsse auf festen Sitz und Dichtheit und haltet die Verbindungen so kurz wie möglich. Sollten Schlauchlängen von mehr als 40 m erreicht werden, empfiehlt sich wie auf dem Bau vorgeschrieben das einbringen von Leckagesicherungen.
!!! Achtung - Linksgewinde beachten !!!
Lagerung
Propan und Butan sind schwerer als Luft und sinken deshalb zu Boden. Daher ist eine Lagerung von Flüssiggasflaschen in Räumen unter Erdgleiche (z.B. Keller) sowie in der Nähe von Gruben, Schächten und sonstigen Verbindungen zu tiefer gelegenen Bereichen verboten! Gleiches gilt für Wohnräume, Flure Durchfahrten und Durchgänge! Empfohlen wird eine Lagerung in einem gesicherten und gekennzeichneten Außenbereich - zur Not tut es aber auch die Garage oder das Gartenhaus. Achtet vor allem Darauf, dass die Gasflasche niemals direkt in der Sonne steht und der Unterbringungsort auch sonst nicht zu warm wird. Aus Sicherheitsgründen sollte niemals mehr Gas vorgehalten werden, als nötig. Größere Mengen sollten zudem in mehreren kleinen Gebinden, als in wenigen großen gelagert werden. Wer als z.B. 66 kg Flüssiggas benötigt, sollte nicht 2 x 33 kg einlagern sondern besser 6 x 11 kg.
Was tun bei Gasgeruch
Tritt Gas aus, ist Gefahr im Verzug und es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Die geruchlosen Gase Propan und Butan machen sich durch technische Verunreinigungen sowie Zusatzstoffe im Falle eines Lecks durch einen charakteristischen und üblen Geruch bemerkbar.
Bei Gasgeruch:
- Flaschenventil schließen!
- Offenes Feuer (Kerzen, Zigaretten) löschen!
- Keine elektrischen Geräte einschalten!
- Für ausreichende Belüftung sorgen!
- Gefahrenbereich verlassen!
In diesem Sinne: Feuer frei an der Grillfront! Beachtet die Ratschläge und genießt die Gartensaison 2013. Für ausführliche Informationen zum Thema "Sicherheit am Grill" beachtet auch den Artikel "Sicher Grillen" auf dieser Seite.
© C. Müller
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