Dienstag, 14. August 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ PD 6 G Bj. 1983

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher 6 kg ABC-Pulver
Typ: PD 6 G
Baujahr: 1983
Bauart: PG 6 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 50/79
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 15 bar Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 9,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1983-1985

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ PD 6 G Bj. 1980

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN Feuerlöscher 6 kg ABC-Pulver
Typ: PD 6 G
Baujahr: 1980
Bauart: PG 6 L - Dauerdrucklöscher
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 50/79
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 15 bar Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 9,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1980-1982

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 SG Bj. 1973

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1973
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 30/57
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1972-1973

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 SG Bj. 1968

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1968
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 30/57
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1968-1970

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher DIN TROCKEN 12 Bj. 1957

Hersteller: H. Schulte-Frankenfeld - Spezialfabrik für Feuerlöschtechnik
DIN TROCKEN 12
Typ: -
Baujahr: 1957
Bauart: P 12 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 12/56
Inhalt: 12 kg BC-Pulver
Treibmittel: 300 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 20,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1956-1958


©. Menzel 2018

Montag, 13. August 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 SG Bj. 1990

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1990
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 56/78
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1983-1992

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 SG Bj. 1980

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1980
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 56/78
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1978-1982

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 SG Bj. 1977

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1977
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 30/57
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1977-1978

©. Menzel 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ P 6 SG Bj. 1976

Hersteller: GLORIA-WERKE
DIN PULVER 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1976
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 30/57
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 150 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 12,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1975-1977

©. Menzel 2018

Montag, 6. August 2018

GLORIA Übungslöscher Typ ÜL 6 Bj 1994

Hersteller: GLORIA-WERKE
Übungslöscher
Typ: ÜL 6
Baujahr: 1994
Bauart: /
Zulassungs-Kennzeichen: /
Inhalt: 6 l Wasser
Treibmittel: 7 bar Pressluft
Betriebsdruck: ca. 7 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 10,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1985-1994

©. Menzel 2018

Sonntag, 5. August 2018

Report aus dem Museum: Die erste Baureihe der Typenserie Pi

Die Typenserie Pi war über viele Jahrzehnte DAS Zugpferd der GLORIA-WERKE und nun habe ich das große Vergnügen, Euch die erste Produktionsserie dieser wirklich legendären Typenreihe vorzustellen. Als Pate steht der hier links abgebildete GLORIA Typ Pi 12 G aus dem Jahre 1960.
Der Zustand ist, in Anbetracht der Tatsache, dass der Feuerlöscher 58 Jahre in einem nicht ganz trockenen Keller hing, noch ganz gut möchte ich meinen. Hier und da ist der Lack abgeblättert, aber von Rost keine Spur - ein Indiz dafür, dass es sich entweder um einen feuerverzinkten Stahlblechbehälter handelt oder um eine spezielle Legierung. Normalerweise rosten gerade die alten Behälter aus dem dünnen Trompetenblech hervorragend, sobald der Lack ab ist... dieser hier nicht. Sehr erfreulich ist auch, dass der Aufdruck in allen, für diese Ausführung wichtigen Details trotz der Feuchtigkeit gut erhalten geblieben ist. Feuchtigkeit mögen diese alten Nassklebebilder gar nicht und wenn man Pech hat, bröseln sie komplett kaputt.

Ein anderer Aufdruck
Beim turnusmäßigen durchstöbern der üblichen Verkaufsplattformen stieß ich auf diesen GLORIA Typ Pi 12 G und ich erkannte schon am Aufdruck, dass es genau so einer der ersten Version war, den ich suchte.
Hier links seht ihr mal in einer direkten Gegenüberstellung der Aufdrucke den kleinen, aber feinen Unterschied, den ich meine; links die erste Version der Jahre 1959/60 und rechts die der Jahre 1961/62.
Wie Ihr seht befindet sich der Hauptunterschied in der bildlichen Darstellung des Löschvorgangs, denn dieser wurde 1959/60 ganz einfach in nur einem Bild dargestellt. Der Löscher steht auf dem Boden, die obere Hand zieht an einem Hebel und Pulver Marsch!
Diese Darstellung sämtlicher Schritte in nur einem Bild war bei GLORIA bis Dato ganz üblich gewesen, doch kann hier nicht gezeigt werden, wie der Sicherungsstift gezogen wird. Auch, dass die Aktivierung des Feuerlöschers beim Anheben erfolgt, wird in dieser Art der Darstellung nicht ganz deutlich. Im Text steht es, klar, aber die Bebilderung kommt da nicht ganz mit und ich vermute, dass sie daher  - vermutlich beim Erscheinen der recht ähnlichen Typenserie Pn im Jahre 1960 - irgendwann Ende 1960 / Anfang 1961 auf zwei Abbildungen umgestellt wurde, so wie man es bei rechten Feuerlöscher sieht und kennt. Im ersten Bild wird entsichert, im zweiten aktiviert und gelöscht.

Ursprünglich besaß der Typ Pi noch nicht den markanten Handgriff, sondern nur einen einfachen Hebel und der Aufdruck geht auf dieses Detail auch sehr schön ein. Schaut mal genau hin. Das hier gezeigte Modell hat schon den typischen Handgriff, d.h. Aufdruck und Realität stimmen nicht ganz überein. Nach eingehender Prüfung kann ich allerdings bestätigen, dass das so original und nicht nachgerüstet ist. Zum Einen hat dieser Löscher in den 58 Jahren seiner Bereitschaft noch nie einen Prüfer gesehen, der ein Umrüstung hätte vornehmen können und zum Anderen passt die Patina der Armatur zum Rest des Feuerlöschers.
Ich vermute, dass es den Hebel zum Aktivieren nur ganz kurz gab. Ein möglicher Grund hierfür könnte gewesen sein, dass einem so ein Pi beim Anheben ganz gut aus der Hand gerutscht ist. Zweitens war der ansonsten formschöne und kompakte Pi durch den Griffhebel nach vorne hin sehr sperrig. Daher wird der Hebel schon spätestens 1960 verschwunden gewesen sein und man hatte diese Änderung lediglich nicht in den Aufdruck übertragen.
Einen solchen Pi mit Zughebel bit es und der steht natürlich bei GLORIA. Dort habe ich ihn mal im Showroom gesehen und der Hebel sieht aus wie eine riesige, braune Gumminase... man erschreckt sich fast ein bisschen davor. Es ist der Einzige, den ich bisher jemals gesehen habe.
Seht Euch auch mal die Typenbezeichnung an... da steht "PI" mit großem "I" anstatt wie bei allen anderen "Pi" mit einem kleinen "i"... sensationell!

Eine zweite Öffnung
Was selbst ich als GLORIA-Experte noch nicht gewusst habe: Die erste Serie hat an der Rückseite des Behälterdeckels eine weitere Öffnung und das ist wirklich phänomenal! Die zweite Öffnung ist mir auch gar nicht sofort aufgefallen, als ich ihn abgeholt habe. Der Löscher stand in einem Haufen Pröll auf der Terrasse und erst, als ich mich ihm näherte um ihn mitzunehmen, sah ich diesen Deckel! "Was soll das denn???" schoss es mir durch den Kopf und ich habe hierauf, auch nach Hinzuziehen anderer Fachleute noch keine plausible Antwort gefunden.
Ich dachte zunächst an eine Überdrucksicherung, doch das kann es nicht sein. Es finden sich weder Entlastungsbohrungen, noch Federn, noch sonst irgendetwas, was zu einer Überdrucksicherung gehört. Es ist ein einfacher Deckel aus Messing, so ähnlich, wie man ihn auch am Typ P 6 aus dieser Zeit findet - allerdings flacher und mit Außengewinde. Bei der Instandhaltung bringt er irgendwie auch keinen erkennbaren Nutzen... man muss die Armatur oben abschrauben, um die Patrone zu wiegen und eine einfache Nachfüllöffnung macht auch keinen Sinn. Ob die 6 kg-Version auch so eine Zusatzöffnung hatte... ich weiß es nicht, da ich noch keinen gesehen habe und es wird bestimmt noch einige Zeit dauern, bis ich hinter das Geheimnis dieser rätselhaften zweiten Öffnung gekommen bin. DAS habe ich noch bei keinem anderen Feuerlöscher gesehen!

Da alte Feuerlöscher nicht ganz ungefährlich sind, entleere ich sie natürlich alsbald und mache sie drucklos. Dieser Feuerlöscher hier hat sich im Laufe der Jahrzehnte selbst unter Druck gesetzt. Der Behälter hat Feuchtigkeit gezogen, wodurch die Berstfolie oben in der Druckpatrone (im Bild links) korrodiert ist und das Kohlendioxid unkontrolliert in den Behälter geblasen hat.
Das Pulver war durch das Kohlendioxid und die Feuchtigkeit völlig versaut und hat ganz übel nach Ammoniak gestunken. Ein gutes Beispiel, dass man Feuerlöscher nicht über viele Jahre sich selbst überlassen sollte.
Ein ziemlich krasses und seltenes Stück, von welchem ich froh bin, dass ich es Euch hier zeigen kann. Von dieser Version dürfte es nicht allzu viele gegeben haben und die meisten dürften vor Jahren schon in die Presse gewandert sein. Vor etlichen Jahren habe ich mal so einen gesehen, doch das ganze Projekt scheiterte an der Habgier des Verkäufers. Seitdem ist dieser hier der erste, der angeboten worden ist und wer weiß, wann oder ob überhaupt mal wieder einer auftaucht.

©. Menzel 2018

Mittwoch, 25. Juli 2018

FAQ - Waldbrandgefahr! Was gibt es zu beachten?

Ganz Europa stöhnt zur Zeit unter einer enormen Hitzewelle und in den letzten Tagen ist es in einigen Gebieten schon zu verheerenden Waldbränden mit zahlreichen Todesopfern und Schäden in Millionenhöhe gekommen.
Stehen größere Flächen Wald, Heide-, Wiesen- und Moorlandschaften erst einmal in Brand, haben selbst die Experten der Feuerwehr größte Mühen, solch ein Feuer in den Griff zu bekommen. Zum einen fehlt es an effektiver Ausrüstung* und zum anderen sind viele Einsatzkräfte zu unerfahren mit Bränden dieser Kategorie. Derartige Szenarien werden zwar immer wieder geübt, doch liegen die letzten Großereignisse in Deutschland Radioberichten zur Folge fast 40 Jahre zurück, d.h. die Feuerwehrleute, die solch einen Einsatz einmal mitgemacht haben, sind schon lange nicht mehr im Dienst!

*Deutschland besitzt beispielsweise keine Löschflugzeuge, weil es hier keine Wasserflächen ausreichender Größe gibt, welche die Flugzeuge überfliegen könnten, um aufzutanken. Daher wird in mit Hubschraubern gearbeitet.
Viele dieser Maschinen sind jedoch im Bundeswehreinsatz oder nicht einsatzbereit bzw. infolge mangelnder Befestigungseinrichtungen für die Wasserkörbe für solch einen Einsatz ungeeignet (Quelle: Radiobeitrag WDR4 vom 24.07.2018).

Daher ist es umso wichtiger, dass jeder einzelne von uns durch sein Verhalten dazu beiträgt, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Beachtet folgende Verhaltensregeln:

  • Werft keine glimmenden Zigarettenkippen achtlos weg, auch nicht auf Feldwegen und an Böschungen!
  • Parkt oder haltet nicht am Wegesrand auf trockenen Gräsern!
  • Vermeidet bei großer Trockenheit jegliche Art von offenem Feuer in der Natur! Verzichtet auch auf Abflämmarbeiten im Garten!
  • Meidet bei den Warnstufen 4 und 5 Wälder und dergleichen!
©. Menzel 2018

Sonntag, 22. Juli 2018

FAQ - Wie lange funktioniert ein Feuerlöscher?

Oft werde ich gefragt, wie lange ein Feuerlöscher funktioniert und ich kann vorweg schon einmal sagen, dass die allermeisten Leute, die Funktionsdauer eines Feuerlöschers völlig falsch einschätzen. Wenn Werner Schulze-Erdel im"Familienduell" Einhundert Leute auf der Straße gefragt hätte, wie lange ein Feuerlöscher funktioniert, würden gut 85 davon gründlich daneben liegen.
Gut - es kommt natürlich darauf an, was für einen Feuerlöscher man benutzt  d.h. wie groß ist der Löscher, was für ein Löschmittel ist drin und so weiter und so fort. Doch egal was ich für einen Löscher habe: Die oft geschätzten 4 - 5 Minuten sind es keinesfalls!

Funktionsdauer der gängigen Modelle:
30 - 45 Sekunden: Schaumlöscher  (6 l )
18 - 25 Sekunden: Pulverlöscher (6 kg)
10 - 20 Sekunden: Kohlendioxidlöscher (5 kg)

Ihr seht, dass so ein Feuerlöscher trotz seiner Größe und seines Gewichts schnell leergepustet ist. Erwartet also keine Wunder sondern bedenkt, dass er nur für Entstehungsbrände geeignet ist. Ihr könnt die Funktionsdauer etwas verlängern, indem Ihr stoßweise löscht.

©. Menzel 2018

Donnerstag, 14. Juni 2018

GLORIA Pulverlöscher Typ PI 12 G Bj. 1960

Hersteller: GLORIA-WERK
DIN TROCKEN 12
Typ: PI 12 G
Baujahr: 1960
Bauart: PG 12 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 34/59
Inhalt: 12 kg ABC-Pulver
Treibmittel: 280 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 18 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 19,5 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1959-1960

©. Menzel 2018

Donnerstag, 7. Juni 2018

GLORIA Wasserlöscher Typ DIN NASS 10 Bj. 1957

Hersteller: H. SCHULTE-FRANKENFELD
NASS-LÖSCHER
Typ: DIN NASS 10
Baujahr: 1957
Bauart: N 10 Hf-30 - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Zulassungs-Kennzeichen: P1 - 13/55
Inhalt: 10 l Wasser mit Netzmittel und Frostschutz*
Treibmittel: 75 g Kohlendioxid
Betriebsdruck: ca. 10 bar bei 20 °C
Gewicht des gefüllten Geräts: 17,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1955-1957

* Die genaue Zusammensetzung des Löschmittels dürfte aus etwa 7,5 l Frostschutz und 2,5 l Wasser bestehen.

©. Menzel 2018

GLORIA Pulver-Löschgerät Typ P 50 Bj. 1975

Hersteller: GLORIA-WERKE
PULVER-LÖSCHGERÄT
50 kg BC-Pulver
Typ: P 50 
Baujahr: 1975
Bauart: P 50 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P3 - 2/61
Inhalt: 50 kg BC-Pulver

Treibmittel: 150 bar (ca. 3 Ltr.) Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 20 bar bei 20 °C*
Gewicht des gefüllten Geräts: 100,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1964-1978

©. Menzel 2018

GLORIA Pulver-Löschgerät Typ P 50 G Bj. 1964

Hersteller: GLORIA-WERKE
PULVER-LÖSCHGERÄT
50 kg ABC-Pulver
Typ: P 50 G
Baujahr: 1964
Bauart: PG 50 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P3 - 3/61
Inhalt: 50 kg ABC-Pulver

Treibmittel: 150 bar (ca. 3 Ltr.) Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 20 bar bei 20 °C*
Gewicht des gefüllten Geräts: 100,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1961-1964

©. Menzel 2018

Mittwoch, 6. Juni 2018

Report aus dem Museum: Ein alter P 50 G Baujahr 1964

Wer mich und meine Sammlung kennt weiß, dass ich Feuerlöscher der Marke GLORIA zu meinem Spezialgebiet gemacht habe und versuche, die Produktpalette von 1945 bis heute möglichst vollständig zusammenzutragen.
Jetzt ist es so, dass Feuerlöscher doch ganz erheblich mehr Platz in Anspruch nehmen, als Briefmarken, Bierpappen, Uhren, Handys und viele andere Dinge, die gern gesammelt werden. Zudem hat die GLORIA neben Handfeuerlöschern und Gartengeräten* auch Großlöschgeräte produziert und lange Zeit war es allein schon aus Platzgründen völlig unmöglich, irgendetwas größeres als die Handfeuerlöscher zu sammeln.
Jahaa... dann bekam ich 2014 ein Angebot von der Feuerwehr, welche mir ihren ausgemusterten GLORIA Typ P 50 Bj. 1975 zukommen lassen wollte und wie man hier links auf dem Bild sieht, habe ich die Möglichkeiten geschaffen, dieses herrliche Stück bei mir aufzunehmen.

*Auch den Gartengeräten wird bei mir Rechnung getragen. Das ist unerlässlich, denn schließlich waren es die Geräte zur Schädlingsbekämpfung, welche die junge GLORIA in der schwierigen Anfangszeit so richtig in Schwung brachten. Wer mehr zur Geschichte von GLORIA lesen möchte, findet hier genau den Artikel, der ihn glücklich macht.

Wenn man etwas so vielschichtiges sammelt, wie Feuerlöscher aus dem Hause GLORIA, dann muss man Kompromisse finden und sich darüber im Klaren sein, dass man sich nicht alles hinstellen kann - es sei denn, man besitzt einen großen Kotten mit großzügigsten Räumlichkeiten... dann geht das vielleicht. Wer es noch nicht weiß: GLORIA hat eine unglaubliche Typenvielfalt im Programm gehabt - mehr, als jeder andere Hersteller - und viele dieser Typenserien wurden bis auf einige Ausnahmen natürlich über Jahrzehnte produziert.
Nehmen wir als Beispiel mal die Typenserie Pi, welche in Deutschland von 1959 bis 2005 auf dem Markt war. Im Wandel der Zeit veränderten sich natürlich auch die Feuerlöscher - ein überarbeiteter Aufdruck hier, ein anderer Boden da, ein modifizierter Griff dort und so weiter und sofort, sodass man allein beim Pi in den fast 50 Jahren seines Bestehens auf knapp 20  unterschiedliche Grundversionen kommt. Dann gab es ihn in den Varianten Pi 6 / G / S und das Ganze mit Ausnahme des Modell "S" auch als 12 kg-Version sowie einen Metallbrandlöscher... man kann also, wenn man es drauf anlegt, nur bei dieser einen Typenserie schon auf gut und gerne 70-80 verschiedene Modelle kommen... wahrscheinlich sind es noch mehr, denn es gibt mit Sicherheit hier und da noch ein kleines Detail bei irgendeinem Baujahr, welches auch ich noch nicht kenne.

Naja - wo waren wir... ach so genau: Wenn man nicht über Berge von Platz verfügt, muss man Abstriche machen und abwägen, was einem selbst wichtig bzw. wichtig für die Sammlung ist und worauf man, wenn auch ungern, verzichten könnte. Man muss verzichten können, sonst geht man unter!
Dieser Verzicht zeigte sich bei mir eben jahrzehntelang daran, dass ich keinen fahrbaren Feuerlöscher hatte - allein schon aus Platzgründen. Meine Eltern hätten mich zum Teufel geschickt  wenn ich mit so einem fahrbaren Ungetüm angekommen wäre und unsere damaligen Wohnungen im teuren Ruhrgebiet boten auch keinen Platz. Lange habe ich mich also damit arrangiert, kein fahrbares Gerät zu haben und dann habe ich mich - als die Richtung klar war, was ich mit meiner Sammlung erreichen möchte und als es die räumlichen Möglichkeiten gab - einige Jahre damit begnügt, als Referenzmodell sozusagen einen einzigen P 50 zu besitzen um dann auch Anhand eines Originals zeigen zu können, dass GLORIA sowas produziert.

Dann habe ich kürzlich allerdings einen weiteren P 50 entdeckt... einen P 50 G um genau zu sein; mit goldenem Aufdruck der ersten Jahre und ich sagte zu mir: Scheißegal WIE Du den unterbekommst - den MUSST Du haben! DER darf auf gar keinen Fall fehlen und so einer kommt bestimmt nie wieder! So ist das, wenn man alte Dinge sammelt... man kauft einen bestimmten alten Feuerlöscher nicht dann, wenn man möchte sondern dann, wenn er zu kaufen ist.
Nachdem ich der einzige ernsthafte Interessent war, der sowohl über die passenden Transportmittel, als auch über Zeit und Willen, den Löscher abzuholen, als auch die nötige Sach- und Fachkunde verfügte, konnte ich das gute Stück dann erwerben und "nach Hause" bringen. So ein fahrbarer Löscher ist nicht einfach zu bewältigen und gerade alte Modelle sind auch mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu genießen.

Schauen wir uns den herrlichen, wahrhaft urtümlichen und heute mit ziemlicher Sicherheit einzigartigen P 50 G mit all seinen technischen Daten erst einmal an:


Hersteller: GLORIA-WERKE
PULVER-LÖSCHGERÄT
50 kg ABC-Pulver
Typ: P 50 G
Baujahr: 1964
Bauart: PG 50 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibmittelflasche
Zulassungs-Kennzeichen: P3 - 3/61*
Inhalt: 50 kg ABC-Pulver

Treibmittel: 150 bar (ca. 3 Ltr.) Stickstoff
Betriebsdruck: ca. 20 bar bei 20 °C*
Gewicht des gefüllten Geräts: 100,0 kg
Bauzeit nach diesem Muster: 1961-1964

* Fahrbare Feuerlöscher wurden mit der Kennziffer P3 in Anlehnung an die DIN 14406 Teil 1-3 zugelassen.



So ein alter P 50 hat ein Einsatzgewicht von stolzen 100 kg, sodass allein schon die Logistik gut vorbereitet werden will. Mit einem PKW braucht man da gar nicht erst vorfahren... ein Bulli oder ein Anhänger sollte es schon mindestens sein. Zudem sollte das Fuhrwerk über ausreichend Zurrpunkte verfügen, woran man ihn befestigen kann. Befestigt man ihn nicht, kann man Pech haben und der ganze Vogel liegt mitsamt Heckklappe auf der Straße.
Wenn man denn alleine ist, braucht man mindestens ein Schalbrett und ein gutes Frühstück, um das Gerät ins Gefährt zu wuchten. So ein P 50 hat natürlich Räder, doch die werden einem auf zu steilen bzw. abschüssigen Rampen zum Verhängnis. Zu zweit gehts immer besser und solche schweren Dinger sollten meiner Erfahrung nach immer zu zweit verladen werden. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an den netten Verkäufer, der mir geholfen hat, den Löscher auf die Ladefläche zu tragen.
Das Ausladen sowie auch das hin- und herfahren gestaltet sich, wie schon kurz angedeutet, nicht unbedingt einfach mit solch einem schweren Teil. Die Räder sind bei den alten Modellen nur dünn, d.h. auf weicherem Untergrund wie Kies sinkt man hervorragend ein und wenn es zu steil wird, reißt der Löscher einen mit... den hält man nicht alleine. Stufe für Stufe die Treppe rauf oder runter kann man übrigens auch direkt vergessen, das braucht man gar nicht erst versuchen.
Der P 50 G war natürlich voll, als ich ihn abholte und da er weder im Fahrzeug, noch draußen bleiben konnte musste ich den Löscher irgendwie in die Räumlichkeiten meines Museums verfrachten und hierzu war es zwingend notwendig, ihn vorher zu entleeren.
Hier links sehen wir ein Bild des bis auf ein paar Krümel entleerten Löschers. Gut zu erkennen ist der fast mittig im Behälter liegende Druckauslass, über welchen das Pulver von unten vor Gebrauch nochmal richtig schön durchrührt und auflockert wird.


Das Entleeren geht natürlich nur mit Spezialwerkzeug. Man braucht zunächst erstmal einen speziellen Schlüssel, um den Behälter zu öffnen. Nur völlig ahnungslose Banausen würden hier mit einem Hammer rangehen. Dann braucht man natürlich noch eine  Pulversaugmaschine, denn anders ist es unmöglich, einen solchen Löscher zu entleeren. Mit irgendeiner Kindergeburtstags-Ausstattung  á la Schäufelchen oder sowas braucht man gar nicht erst ankommen und in der Wohnung können diese Arbeiten natürlich auch nicht durchgeführt werden. Man braucht schon eine gut ausgerüstete Werkstatt.
Hier sieht man, wie ich den P 50 draußen im Freien absauge. Ich hätte ihn und mich niemals heile in meine Werkstatt bekommen. Deshalb: Pulvermaschine raus und draußen die Arbeit erledigt. Wetter hat auch gut mitgemacht, von daher eine schöne Aktion..


Alte Dinge müssen hin und wieder restauriert, repariert und teilweise auch in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, was bei alten Feuerlöschern durchaus häufiger mal vorkommt. Völlig im Original belassene Feuerlöscher findet man im Prinzip nur in Privathaushalten; solche, die 50 Jahre unberührt an der Wand gehangen haben. Dass das gerade auf so einen P 50 natürlich nicht zutrifft, ist ja klar... die findet man in der Regel nicht im privaten Haushalt... außer bei mir natürlich...
Der P 50 hat auch schon runde 55 Jahre auf dem Deckel und dass er da nicht wie neu aussieht, ist völlig klar. Wenn alles im Rahmen ist, fummel ich auch nicht groß daran herum, doch gerade bei diesem Modell begann der schöne goldene Aufdruck an einigen Stellen großflächig abzubröseln, wie im unteren Teil schon an zwei Stellen geschehen ist. Da besteht natürlich akuter Handlungsbedarf und ich habe eine Möglichkeit gefunden, solch schadhafte Stellen wieder zu fixieren und den Verfall aufzuhalten. Das Bild links zeigt den Aufdruck nach der Restauration - alles ist wieder glatt und schön und es hält auch.


Im Zuge turnusmäßiger Wartungen wurde hier Ende der 1970er Jahre die Stickstoffflasche mal getauscht und man sah, dass sie neuer war, als der Rest des Feuerlöschers.
Die Ersatzteillage gestaltet sich ohnehin mit jedem Jahr schwieriger und gerade bei solchen uralten Großgeräten ist es fast unmöglich, zeitgenössische oder gar originale Ersatzteile aufzutreiben. Fast... denn in meinem gut sortierten Ersatzteillager war tatsächlich eine zeitgenössische Flasche mit dickem Kragen dabei - die, welche hier links auf dem Bild zu sehen ist. Sowas muss man einfach aufheben, wenn es einem in die Finger kommt und zum Glück habe ich sie vor einigen Jahren bei Seite gelegt... als hätte ich gehabt  dass ich sie brauchen werde. Die Flasche ist zwar von Total, aber das sieht man nur, wenn man sich die Einschläge auf der Flasche genau anschaut. So sieht's wieder original aus und die dicke Flasche mit leichtem Rostansatz passt ganz hervorragend zum bogenförmigen Anschluss an den Behälter. Perfekt, so kann er bleiben!
Die Stickstofflasche war übrigens noch voll und gerade das ist gefährlich. Wenn man nicht aufpasst, könnte man z.B. beim Verladen versehentlich das Ventil öffnen und dabei wäre einem der Löscher sehr wahrscheinlich um die Ohren geflogen.

Es gibt ja auch fahrbare Kohlensäure-Schneelöscher... doch das würde zu weit führen... vorerst!

©. Menzel 2018