Montag, 4. März 2013

GLORIA Typ Pi 6 G Bj. 1974

GLORIA Pi 6 G 1974
Hersteller: GLORIA
DIN PULVER 6
Typ: Pi 6 G
Baujahr: 1974
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 10 kg

Geschichte

Dieser Pi 6 G Löscher trägt die überarbeitete Version des 1973 neu eingeführte und neu designte Siebdruckbild mit den Piktogrammen der Brandklassen, für welche der Feuerlöscher geeignet ist. Hier wird die Brandklasse E (Brände in elektrischen Anlagen) noch extra aufgeführt.  Am abgerundeten und nach außen gewölbten Behälterboden sind immer noch die drei Stollen angebracht - nun allerdings nicht mehr in schwarz, sondern in rot. Doch auch auf diesen steht der Feuerlöscher recht wackelig, weshalb bei Modellen ab 1978 sechs Stollen verwendet wurden.

Ein sehr schönes und sehr gut erhaltenes Stück Geschichte.

© C. Müller

GLORIA Typ Pi 6 G Bj. 1962

GLORIA Pi 6 G 1962
Hersteller: GLORIA
DIN TROCKEN 6
Typ: Pi 6 G
Baujahr: 1962
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg

Geschichte

Ein hochwertiger Feuerlöscher, der aufgrund seiner sehr hohen Löschleistung überall zum Einsatz kam, aufgrund des recht hohen Preises aber nur selten in Privathaushalten. Eine mehrfarbige und aufwändig gestaltete Beschriftung prägen auch die 1. Ausführung der erfolgreichen und bis 1992 gebauten GLORIA Pi-Serie. Revolutionär war die kombinierte Trage- und Auflade-Einrichtung (weißer Handgriff). Die Zughebelarmatur ist im Ruhezustand durch eine Sicherung blockiert, sodass man den Feuerlöscher daran hochheben kann. Zieht man die Sicherung und hebt den Löscher am Tragegriff an, wird die innenliegende Treibgaspatrone mit einer Nadel angestochen und der Feuerlöscher auf diese Weise einsatzbereit gemacht.

Schönes und heute sehr seltenes Stück.

© C. Müller

GLORIA Typ Pi 6 G Bj. 1968

GLORIA Pi 6 G 1968
Hersteller: GLORIA
DIN PULVER 6
Typ: Pi 6 G
Baujahr: 1968
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg

Geschichte
Dieser Typ Pi 6 G von 1968 gehört zur ersten Serie, welche nicht mehr unter DIN TROCKEN sondern unter DIN PULVER läuft. Auch die Prüf- und Füllhinweise unter dem Siebdruck sind ordentlich verkürzt und zusammengestaucht worden. Ansonsten hat sich nichts verändert. Bemerkenswert: Auch hier ist die alte originale Zugsicherung an der Rückseite der Zughebelarmatur wie bei seinem Vorgänger von 1967 noch erhalten und - weil die Armatur nicht wie sie sollte nach vorn, sondern zur Seite zeigt - auch hier deutlich sichtbar.

Nächste Änderungen bei diesem Typ gab es ca. 1969/70, als die gerade erwähnte Sicherungslasche durch die bis zum Ende der Produktionsszeit dieses Typs verwendete Bügelsicherung ersetzt wurde. Es musste sich mit der Sicherung dementsprechend auch der Aufdruck ändern.
Ein schönes und in dem zustand sehr seltenes Stück.

© C. Müller

GLORIA Typ Pi 6 G Bj. 1967

GLORIA Pi 6 G 1967
Hersteller: GLORIA
DIN TROCKEN 6
Typ: Pi 6 G
Baujahr: 1967
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg

Geschichte

Die GLORIA-Feuerlöscher vom Typ Pi 6 G sind in sehr großen Stückzahlen an Industrie, Handel, Gewerbe und sonstige Einrichtungen abgegebenen worden. Doch auch in einer großen Masse gibt es besondere Stücke wie dieses hier. Dieser Löscher verfügt schon standardgemäß über den abgerundeten Standfuß, läuft aber noch unter der etwas antiquierten Bezeichnung „DIN TROCKEN“. Im Jahre 1968 wurde bei GLORIA für die Pulverlöscher die Bezeichnung „DIN PULVER“ eingeführt, welche sich bis 1978 gehalten hat.

Aber nochmal zurück zu dem abgerundeten Standfuß, mit welchem von 1966 bis 1973 alle Aufladelöscher der GLORIA-WERKE (Typen P, Pi, Pn und PS) ausgerüstet wurden. Zur Standsicherheit hat dieser abgerundete Standfuß allerdings nicht beigetragen, denn diese Feuerlöscher brauchen nur einen kleinen Rempler und sie kippen um – vor allem die Typen P und PS mit außen angebrachter Druckgasflasche. Die Vorgänger mit dem bis auf den Boden gezogenen Behältermantel kippten nicht so schnell – waren dafür aber auch etwas höher. Deswegen vermute ich mal, dass der abgerundete Standfuß dazu beitragen sollte, die Geräte etwas kompakter und stimmiger zu gestalten – was meines Erachtens auch gelungen ist. Da dieser Löscher aus dem Jahre 1967 ist, dürfte er einer der letzten mit der Kombination aus abgerundetem Standfuß und der Bezeichnung „DIN TROCKEN“ sein. Ebenfalls bemerkenswert ist bei diesem Gerät, dass die originale Abzugslasche hinten an der Auslösearmatur erhalten geblieben ist. Diese wird durch zwei Plexiglasstifte unter dem weißen Handgriff gehalten, welche jedoch mit der Zeit so porös und brüchig wurden, dass sie fast alle durch die moderne Abzugslasche mit Keil ersetzt werden mussten.  Ein gut erhaltenes Stück Technikgeschichte im seltenen Originalzustand.

© C. Müller

Sonntag, 3. März 2013

GLORIA Typ P 6 SG Bj 1967

GLORIA P 6 SG - 1967
Hersteller: GLORIA
DIN TROCKEN 6
Typ: P 6 SG
Baujahr: 1967
Bauart: PG 6 H - Aufladelöscher mit außenliegender Treibgasflasche
Inhalt: 6 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg

Geschichte
Der GLORIA P 6 SG ist ein hochwertiger aufladelöscher, welcher im Vergleich zu seinen Vorgängern der Baujahre 1960 - 1962 jedoch erheblich seltener im Umlauf war. In der 6 kg-Version waren die Pi oder Pn-Geräte erheblich kompakter und somit platzsparender, weswegen der "gute alte P 6 SG" - der Urlöscher aus dem Hause GLORIA - zum Ende der 1960er viel seltener anzutreffen war, als noch zu Beginn des Jahrzehnts. Häufiger vertreten war hingegen noch der Typ PS 12 G.

An Design und Technik hat sich im Vergleich zum Urtyp nicht viel geändert. Der Aufdruck wurde ganz im Stile der 1960er minimalistischer und so wichen auch hier die bis 1964 noch geschwungenen Formen einer nüchternen quadratischen. Der Handgriff wanderte vom Behälterdeckel an die rechte Seite und auch der Schlauch entsprang nun nicht mehr am Deckel, sonder wie bei den Typen Pi und Pn an der linken unteren Behälterseite und wird rückwärtig in Hufeisenform nach rechts geführt. Auch der Verschlussdeckel passte sich den Pi- und Pn-Typen an.
Dadurch, dass sowohl der Handgriff, als auch die schwere Druckgasflasche an der rechten Seite befestigt sind, kippt der Feuerlöscher in leerem Zustand um. Nachdem ich diesen Löscher entleert hatte, kippte er ständig rechts rüber und ich konnte ihn nirgendwo hinstellen. Einfache Abhilfe: Einfach wieder 1 kg Löschpulver wieder zurück in den Behälter.
Ein schönes und heute selten gewordenes Sammlerstück.


© C. Müller

Löschdecken

Löschdecke GLORIA G 100
Eine Löschdecke, auch als Feuerlöschdecke bezeichnet, ist ein Kleinlöschgerät, welches sich hervorragend zum Ablöschen von Entstehungsbränden eignet. Löschdecken bestehen heute aus feuerhemmend behandelter Wolle bzw. Baumwolle oder Glasfaser-, Kevlar- und Kunststoffgeweben (z.B. Nomex). Früher enthielten sie einen beträchtlichen Teil Asbest.
Die Hauptlöschwirkung von Löschdecken beruht auf Ersticken. Der Brandherd wird einfach abgedeckt, wodurch die Sauerstoffzufuhr unterbunden wird und die Flammen verlöschen. Sie sind jedoch nur wirksam, wenn der brennende Bereich komplett abgedeckt werden kann.
Löschdecken eignen sich hervorragend zum Ablöschen brennender Personen oder von in Brand geratener Töpfe und Pfannen. Zwar wurde bei Versuchen festgestellt, dass Löschdecken durch den Dochteffekt - sie saugen sich teilweise mit heißen Fettdämpfen voll - durchbrennen können, aber dennoch sind sie besser als der unbesonnene Griff zu einem Glas Wasser.
Die Abbildung zeigt eine Löschdecke vom Typ G 100 aus dem Hause GLORIA. Sie misst 1m x 1m und ist hervorragend für den privaten Haushalt geeignet.

© C. Müller

Handfeuermelder (Druckknopfmelder)

Handfeuermelder nach DIN 14675
Handfeuermelder, früher auch als Druckknopfmelder bezeichnet, sind Teil einer Brandmeldeanlage und eine weit verbreitete Alarmeinrichtung zur Meldung eines Brandes. Verwendung finden sie nahezu in allen Bereichen des menschlichen Lebens - von Schulen und Kindergärten über öffentliche Einrichtungen bis hin zu Kaufhäusern. Auch am Arbeitsplatz sind solche Brandmelder oft zu finden. In Deutschland sind sie durch die DIN 14675 genormt, welche den Begriff "Handfeuermelder" sowie den Farbton RAL 3000 vorschreibt.
Handfeuermelder gehören - wie der Name schon erahnen lässt - zu den nicht-automatischen Brandmeldern und müssen im Gefahrvoll manuell bedient werden. Um einen Alarm abzusetzen, muss zunächst die Glasscheibe, welche den Alarmknopf gegen Missbrauch und unbeabsichtigte Betätigung sichert, eingeschlagen werden (Aufschrift: Scheibe einschlagen). Hierbei ist Vorsicht geboten, denn die Scheibe besteht nicht aus Sicherheitsglas und bildet beim Einschlagen scharfe Bruchkanten wie etwa eine Fensterscheibe oder sonstige Glaserzeugnisse. Benutzt am besten den Ellbogen, um die Scheibe einzudrücken. Nachdem die Scheibe zerstört ist, kann der Alarmknopf gedrückt werden (Aufschrift: Knopf tief drücken). Zumeist befindet sich bei neueren Geräten neben dem Alarmknopf eine rote LED, welche zu blinken oder leuchten beginnt, wenn der Alarm erfolgreich abgesetzt wurde.
Der Alarm läuft in der Brandmelderzentrale (BMZ) ein, von wo aus er zur betreffenden Feuerwehr oder Werkfeuerwehr weitergeleitet wird. Nach Betätigen kann der Alarm nur durch die Feuerwehr oder eine andere autorisierte Person zurückgesetzt werden.
Gelbe, graue, blaue, graue, orange und alle sonstigen Druckknopfmelder, welche nicht rot sind, sind keine Handfeuermelder und leiten im Ernstfall auch keinen Alarm zur Feuerwehr weiter. Mit solchen Meldern können jedoch einen Hausalarm auslöst (blau) oder andere Brandschutzeinrichtungen wie automatische Löschanlagen, Brandschutztüren oder Rauchabzüge betätigt werden.


Piktogramm Handfeuermelder
In Brandschutzplänen, wie sie in öffentlichen Gebäuden, Kaufhäusern und am Arbeitsplatz zu finden sind, werden Handfeuermelder durch dieses Piktogramm gekennzeichnet.











© C. Müller