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| GLORIA P 6 H 1968 |
Hersteller: GLORIA DIN PULVER 6 Typ: P 6 H Baujahr: 1968Bauart: P 6 L - Dauerdrucklöscher Inhalt: 6 kg BC-Pulver Gewicht des gefüllten Geräts: 10 kg
Geschichte: Der GLORIA P 6 H ist der Nachfolger des P 6 K und der erste Dauerdrucklöscher der GLORIA-WERKE mit Druckhebelarmatur.Die Zugehbelarmatur des P 6 K ist einem Tragegriff und einem Druckhebel für Handbetätigung gewichen, was die Anwendung dieses Geräts im Vergleich zum P 6 K erheblich angenehmer gestalten dürfte. Allerdings stehen Tragegriff und Druckhebel weit voneinander ab, was die Benutzung mit kleineren Händen erschwerte. Ganz typisch für die GLORIA-Dauerdrucklöscher aus den späten 1960ern ist der dreifache Siebdruck sowie die dreiu Aufhängelaschen - von denen in der regel übrigens eine unbrauchbar ist, da sie sich dicht an der Armatur befindet und der Löscher so nicht aufgehängt werden kann. Dieser Feuerlöscher konnte in mehreren Varianten bestellt werden und hier sehen wir die Basisversion ohne Schlauch und ohne Manometer. Letzeres war ohnehin eher selten bei GLORIA-Feuerlöschern aus dieser Zeit. Die BC-Pulverfüllung sowie die einfache Ausführung machten ihn verhältnismäßig günstig, weswegen er in großen Stückzahlen in neu gebaute Häuser mit Ölheizungen einzog.Ein schönes und heute sehr selten gewordenes Stück!© C. Müller
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| GLORIA Pn 12 G weiß |
Hersteller: GLORIA
DIN TROCKEN 12
Typ: Pn 12 G
Baujahr: 1961
Bauart: PG 12 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibgaspatrone
Inhalt: 12 kg ABC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 20 kg
Geschichte: Dieser GLORIA Typ Pn ist ein hochwertiger Aufladelöscher im typischen Design der frühen 1960er und blassrötliche, fast schon transparente Schlauch sowie der Tragegriff aus gelbem Kunststoff weisen ihn als ein Gerät der ersten Serie aus. Vor allem mit einer 12 kg Glutbrandfüllung war er ziemlich teuer, weshalb er vornehmlich in der Industrie und in allen möglichen öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz kam und nur selten in Privathaushalten zu finden war - schon gar nicht in dieser Farbe, denn dieses Modell ist heute aufgrund des weißen Lacks sehr, sehr selten. Weiße Feuerlöscher wurden in den 1960er Jahren in Krankenhäusern installiert um die sterile Atomsphäre der weiß getünchten Wände nicht zu stören. Eine echte Rarität im Originalzustand. Dieses schöne Stück habe ich irgendwo in Bayern mit der Äußerung "der ist eh nicht mehr zugelassen, kann ich den haben?" vor der Verschrottung gerettet.Mitte der 1970er (ich habe noch einen weißen MINIMAX PU 6i Bj. 1974) verschwanden die weißen Löscher und von da an waren andersfsarbige Feuerlöscher für etwa 40 Jahre völlig verschwunden. Erst seit kurzem können auch wieder Feuerlöscher in anderen Farben als rot als sog. Designfeuerlöscher geordert werden.*Dieses Stück ist jedoch kein Designobjekt, sondern ein seltenes Original und in diesem makellosen Zustand eine echte Rarität.*Designfeuerlöscher erfordern in öffentlichen Bereichen, in denen ein feuerlöscher vorhsnden sein muss, eine gesonderte behördliche Genehmigung oder sind unzulässig.
© C. Müller
Hersteller: GLORIA
DIN PULVER 6
Typ: P 6 D
Baujahr: 1969
Bauart: P 6 L - Dauerdrucklöscher
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 10 kg
Bauzeit nach diesem Muster: ca. 1966 - 1971
Geschichte
Der GLORIA P 6 D ist vermutlich die vollendete bzw. weiterentwickelte Version des P 6 H und kann als Vorgänger der erfolgreichen PD-Serie gesehen werden, welche auch heute noch gebaut gebaut wird.
Auch dieses Gerät gehört zu den ersten großen Dauerdrucklöschern der GLORIA-WERKE und kam bereits 1966 auf den Markt (erste Zulassung P1-43/66). Typische Merkmale der frühen Dauerdrucklöscher aus dem Hause GLORIA sind die drei Haltelaschen sowie die drei identischen, in der unteren Hälfte unter der Schweißnaht des Behälters aufgedruckten Siebdruckbilder. Die Druckhebelarmatur dieses frühen Dauerdrucklöschers trägt im Gegensatz zum P 6 H eine schwarze Gummibeschichtung - vermutlich um die doch sehr weit auseinanderstehende und nicht gerade ergonomischen geformten Hebel etwas umgänglicher zu gestalten. Interessant ist, dass diese Gummibeschichtung 1973 verschwand und von 1978 - 1983 wieder auftauchte. Weiterhin ist dies der erste Typ Dauerdrucklöscher von GLORIA, welcher mit einem Schlauch ausgestattet worden ist - dieses wird auch im Siebdruck wiedergegeben.
Ende der 1960er Jahre bis Mitte der 1970er Jahre wurden in Neubauten fast ausschließlich Ölheizungen eingebaut. Da der Gesetzgeber bei Ölheizungen einen Feuerlöscher forderte, wurden Löscher dieses Typs in großer Zahl in privaten Haushalten mit einem Öltank von bis zu 5000 l Fassungsvermögen installiert. Sie waren aufgrund der einfacheren Bauweise erheblich billiger als die Aufladelöscher una aufgrund des BC-Pulvers auch günstiger als Geräte mit Glutbrandfüllung.
Ein schönes Stück, welches man heute kaum noch zu Gesicht bekommt.
P.S.: Genau dieser Feuerlöscher ist der besagte GLORIA P 6 D, zu welchem ich bei unseren Bekannten immer hingetragen werden wollte. Seid Ihr neugierig auf die Ganze Geschichte? Die gibt es hier: Vom Sammeln und Horten. so sammelt man richtig
© C. Müller
Nachdem die Installation von Rauchmeldern bereits in 11 Bundesländern* Pflicht ist, zieht auch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen nach und beschloss am 04.12.2012 eine Änderung der Landesbauordnung, welche den gesetzlich vorgeschriebenen Einbau von Rauchmeldern in Privatwohnungen vorsieht.
Wann und wo muss ein Rauchmelder installiert werden?Die Einbaupflicht besteht für alle privaten Neu- und Umbauten ab dem 01.04.2013. Bereits bestehende private Gebäude müssen bis spätestens zum 31.12.2016 nachgerüstet werden.Dem Gesetz nach ist dann in jedem Schlafraum, Kinderzimmer und Flur, welcher als Rettungsweg dient, mindestens ein Rauchmelder einzubauen.
Wer ist für Einbau und Wartung zuständig?Für den Einbau ist stets der Eigentümer des entsprechenden Gebäudes zuständig, d.h. bei Mietwohnungen hat der Vermieter für die Installation zu sorgen. Die Wartung bzw. Instandhaltung ist vom Besitzer durchzuführen.Es ist allerdings noch nicht ganz klar, ob es ausreichend ist, dass die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft bei Mietwohnungen durch den Mieter über eine regelmäßige Funktionskontrolle mittels der Funktionstaste und einem regelmäßigen Batterietausch erfolgt, oder ob der Rauchmelder nach DIN 14676 jährlich von einer qualifizierten Fachkraft gewartet werden muss, welche wiederum vom Vermieter beauftragt wird.Da die eingebauten Rauchmelder nicht nur die Mieter der jeweiligen Wohnung, sondern alle Bewohner des Hauses schützen bzw. schützen sollen, ist eine Übernahme der Verpflichtung zur Wartung durch den Vermieter erstrebens- und zur Sicherheit Aller auch wünschenswert. Man denke allein schon an Studenten-WGs (Entschuldigung für das Klischee, ist aber leider so), die es nicht mal schaffen, das Treppenhaus zu fegen oder andere Pfeifen, welche die Batterien aus dem Rauchmelder entnehmen und in die Fernbedienung legen...Auch nach Expertenmeinung wäre eine zentral organisierte Sicherstellung der Funktionsbereitschaft aller im Haus vorhandener Rauchmelder durch den Vermieter die sinnvollste Handhabung der Wartung und Instandhaltung. Wenn dies in einem Zustaz im Mietvertrag vereinbart wird, dann können die Kosten für die Wartung auf die Nebenkosten umgelegt werden.Wenn die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft doch durch den Mieter erfolgen soll, dann muss dieser in jedem Falle eindeutig und unmissverständlich - etwa durch einen Zusatz im Mietvertrag - auf die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der verbauten Rauchmelder hingewiesen werden.
Was für eine Art Rauchmelder muss installiert werdenDie Preisspanne bei Rauchmeldern reicht etwa von 5 bis 80 Euro und eine gesetzliche Vorschrift, welches Gerät nun eingebaut werden soll, gibt es meines Wissens nicht - lediglich Verischerer könnten diesbezüglich auf die Erfüllung bestimmter Auflagen pochen, aber dieses ist wie gesagt vom Versicherer abhängig.Hochpreisige Rauchmelder sind etwas empfindlicher als günstige Geräte und im Gegensatz zu diesen mit Langzeitbatterien ausgestattet, welche mitunter 10 Jahre und länger halten. Richtig dicker Brandrauch, wie er schon nach kurzer Zeit entsteht, wird jedoch auch von günstigerenn Modellen erkannt. Achtet beim Kauf vor allem auf das CE-Kennzeichen, die Prüfnummer sowie die Angabe EN 14604. Zudem sollten sie von unabhängigen Instituten, z.B. vom VdS, zertifiziert sein.Aber, wenn Ihr erstmal nicht allzu viel Geld ausgeben wollt: Ein günstiger Rauchmelder ist besser als keiner!
Wo sollte der Rauchmelder installiert werden?Neben den bereits erwähnten Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren sollten auch in den anderen Wohnräumen wie Küche, Wohn- und Arbeitszimmer Rauchmelder installiert werden. Hier befinden sich in der Regel die meisten Elektrogeräte in einem Haushalt, welhalb hier auch jederzeit ein Brand ausbrechen kann. Jeder Rauchmelder sollte stets an der Zimmerdecke und möglichst zentral im Raum angebracht werden. Rauch steigt nach oben und wird so unter der Zimmerdecke am schnellsten erkannt und gemeldet. Die Anbringung an, hinter oder vor Stürzen und Balken oder an der Wand schränken die Raucherkennung erheblich ein und können zur völligen Wirkungslosigkeit des Geräts führen.
Ist die Rauchmelderpflicht sinnvoll?Angesichts der Tatsache, dass die meisten Menschen, die bei einem Brand ums Leben kommen, nicht in den Flammen verbrennen, sondern am Rauch ersticken und in der Gesellschaft alle auf Freiwilligkeit basierenden Appelle spätestens dann zu nichts führen, sobald auch nur ein paar Euro investiert werden müssen, finde ich persönlich die gesetzliche Verpflichtung zum Einbau von Rauchmeldern sehr sinnvoll und auch äußerst begrüßenswert. Zugleich stellen sich weite Teile der Gesellschaft selbst ein Armutszeugnis aus, denn wenn der Schutz des eigenen Lebens erst gesetzlich beschlossen werden muss, dann ist das irgendwie schon ein wenig armselig, oder wie seht Ihr das?Appelle von Feuerwehren, Sicherheitsexperten und nicht zuletzt auch von mir, sich einen Feuerlöscher zuzulegen, werden ebenso gern überhört und ignoriert. Vielleicht gibt es hierzu ja bald auch ein Gesetz - zumindest für Miethäuser wäre die verpflichtende Installation von Feuerlöschern in Fluren und Treppenhäusern sehr empfehlenswert, denn man weiß ja schließlich nie so genau, was der Nachbar nebenan, über- oder unter einem so alles treibt.
*Bundesländer mit bereits bestehender Rauchmelderpflicht- Bayern
- Bremen
- Hamburg
- Hessen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen-Anhalt
- Schleswig-Holstein
- Thüringen
© C. Müller
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| FAVORIT PG 10 BuT |
Hersteller: FAVORIT10 kg-BuT-Trockenlöscher PK 10 (U)Typ: PG 10Baujahr: 1986Bauart: PG 10 H - Aufladelöscher mit innenliegender TreibgaspatroneInhalt: 10 kg ABC-PulverGewicht des gefüllten Geräts: 20 kgGeschichte:Grubenbrände, Schlagwetteresplosionen und andere Unglücke haben im Bergbau eine ebenso lange Tradition wie der Bergbau selbst, und solange Bergbau betrieben wird, sind auch solcherart Gefahren ständig gegeben. Deutsche Zechen galten immer schon als besonders gut gesichert und auch die Grubenwehr verfügte schon vor über 100 Jahren im Vergleich zum benachbarten Ausland über eine überdurchschnittlich gute Ausrüstung, wie das Grubenunglück im französischen Courriéres von 1906 zeigt. Zur Rettung der durch eine Explosion verschütteten Kumpel wurde extra eine Hilfsmannschaft aus dem Ruhrgebiet angefordert, welche aus den Grubenwehren der Zechen Shamrock (Herne) und Rheinelbe (Gelsenkirchen) gebildet wurde.
Im Bergbau unter Tage (BuT) sind die Bereiche Brand- und Explosionsschutz von ganz besonderer Bedeutung und so dürfen auch unter Tage geeignete Brandschutzeinrichtungen nicht fehlen. Wie in Betrieben über Tage sind die Stollen / Sohlen von Bergwerken ebenfalls mit Handfeuerlöschern ausgerüstet, sodass die Belegschaft auch ohne speziell ausgebildete Kräfte selbstständig gegen kleinere Brände vorgehen kann. An solcherart Bergbau- und Grubenlöscher werden jedoch besondere Anforderungen gestellt. Da unter Tage eine besonders große Gefahr herbstürzender Gegenstände, meistens Gestein, Träger und Bohlen besteht, müssen die in diesen Bereichen vorgehaltenen Feuerlöscher besonders gegen Schlag- und sonstige, mechanische Gewalteinwirkung geschützt sein. Am empfindlichsten sind hierbei Armaturen, Schläuche und sonstige Anbauteile, welche sie sich wie bei diesem Gerät abgeschlossen unter einer Metallhaube befinden. So erhält der Feuerlöscher eine gänzlich zylindrische Form, wodurch er auch sehr gut durch engere Schächte u.ä. passt.Die Abbildungen unten zeigen den Löscher mit geöffneter Haube. Interessant ist auch die Art der Aufladung. Der nötige Betriebsdruck wird bei diesem Gerät in einer innenliegenden Treibgaspatrone gespeichert, welche durch Drehen des Ventielhahns geöffnet wird. Ob dies durch einen Dorn geschieht wie bei Aufladelöschern mit Schlagknopfarmatur oder ob mit dem Hahn ein Drehventil verbunden ist, vermag ich nicht zu sagen. Diese Methode ist jedoch denkbar einfach und schnell.Ein schönes, seltenes und interessanten Stück Brandschutz- Bergbau- und auch Ruhrgebietsgeschichte.
© C. Müller
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| GLORIA P 12 1982 |
Hersteller: GLORIADIN Feuerlöscher 12 kg BC-PulverTyp: P 12Baujahr: 1982Bauart: P 12 H - Aufladelöscher mit außenliegender DruckgasflascheInhalt: 12 kg BC-PulverGewicht des gefüllten Geräts: 20 kgGeschichte:Der Name GLORIA P 12 klingt alt bekannt, doch haben Kenner und Liebhaber beim bloßen Hören mit Sicherheit einen alten Feuerlöscher aus den frühen 1960ern im Kopf - mit mehrfarbigem Siebdruck, starrem Metallbügel und Kreuzverschluss. Doch hier handelt es sich um ein moderneres Gerät der 6. Generation P aus dem Jahre 1982 - auch schon ein Oldtimer, denn wäre der Feuerlöscher ein Auto, hätte er sich bereits das H-Kennzeichen verdient.Während Feuerlöscher mit BC-Pulverfüllung bis 1955 die alleinigen Pulverlöscher auf dem Markt waren und auch in den 1960ern trotz des sprunghaften Anstiegs der Verwendung von ABC-Pulver immer noch eine große Verbreitung fanden, schwand ihre Bedeutung in den 1970ern merklich und ging spätestens in den 1980er Jahren nahezu gegen Null. BC-Pulverlöscher gibt es zwar auch heute noch, doch sind diese extrem selten - genau wie ein BC-Pulverlöscher aus dem Jahre 1982. Interessant bzw. ungewöhnlich ist bei diesem Modell der Standfuß aus einem dünnen Stahlring, da die GLORIA-WERKE bereits ab 1966/67 dazu übergingen, den bis dahin verwendeten Standfuß aus Stahlblech durch einen nach innen gezogenen Behälterboden mit breiterer Standfläche zu ersetzen. Ab 1973 standen die Feuerlöscher aus dem Hause GLORIA auf Stollen - die 6 kg-Geräte zunächst auf drei und die 12er auf sechs. Wegen der besseren Standfähigkeit wurden ab 1978 auch die 6 kg-Geräte mit sechs stollen ausgestattet. Dieses Gerät verfügt also über einen Standfuß, welcher im Jahr der Herstellung bereits seit 15 Jahren nicht mehr verbaut wurde.Da für Privathaushalte oft zu teuer, fand dieser Feuerlöscher vermutlich in Gewerbe und Industrie dort Anwendung, wo besondere Gefahren durch brennbare Flüssigkeiten und Gase bestand. Ein seltenes und gut erhaltenes Stück.
© C. Müller
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| CEAG KSP 1,5 1965 |
Hersteller: CEAG
DIN KOHLENSÄURE 1,5
Typ: KSP 1,5
Baujahr: 1965
Bauart: K 1,5 - Gaslöscher
Inhalt: 1,5 kg Kohlendioxid, als Schnee austretend
Gewicht des gefüllten Geräts: 6 kg
Geschichte:
Einen CEAG Kohlensäure-Schneelöscher mit 1,5 kg Inhalt aus dem Jahre 1965 überhaupt zu finden, ist schon ein großes Glück - doch ein Gerät in Neuzustand wie dieses hier, grenzt an ein Wunder. Das Gerät trägt im Aufdruck die typischen Merkmale der frühen 1960er, auch eine Besonderheit, denn zur Mitte der 1960er haben eigentlich alle Hersteller auf den wesentlich günstigeren Siebdruck in weißer Farbe umgerüstet. Dies ist vielleicht als ein Zeichen für die baldige Einstellung der Feuerlöscherproduktion zu sehen, denn soweit ich mich erinnern kann, habe ich niemals einen CEAG-Feuerlöscher mit weißem Siebdruck gesehen. Das Aus der Feuerlöscherproduktion stand daher vielleicht Mitte der 1960er Jahre schon fest, sodass aus Kostengründen auf eine Umstellung verzichtet wurde, welche nur langfristig für Ersparnisse gesorgt hätte. Ebenfalls ungewöhnlich für die 1960er sind kleine 1,5 kg-Kohlensäure-Schneelöscher mit einer derart langen Schneebrause. Normalerweise wurde von allen großen Herstellern für feststehende Schneebrausen nur ein relativ kurzer Trichter benutzt. Längere Schneebrausen (z.B GLORIA Typ KS 1,5 D) waren bei solch kleinen Geräten stets schwenkbar.Wie jeder Feuerlöscher hat auch dieses Gerät eine Geschichte, welche glücklicherweise nicht untergegangen, sondern in Erinnerung geblieben ist. Dieser Feuerlöscher wurde in einem Privathaus zum Schutz der Ölheizung installiert - eine weitere Ungewöhnlichkeit, denn üblicherweise wurden hierfür BC-Pulverlöscher verwendet. Wie gesagt, der Feuerlöscher hing in einem Privathaus im Keller, aber nur kurz, denn im Keller des Hauses fanden alsbald Renovierungs- bzw. Umbauarbeiten statt und um das gute Stück vor Staub, Dreck und Beschädigungen zu schützen, wurde es abgehängt und gut verpackt an einen sicheren Ort gebracht. Der Ort war scheinbar so sicher bzw. so gut versteckt, dass er nach den Arbeiten vergessen wurde und über 40 Jahre lang warm und in Decken gehüllt vor sich hingeschlummert hat. Toll - so und auch nur so ist der erstklasige Erhaltungszustand zu erklären.Ein durch und durch ungewöhnliches und seltenes Stück mit einer Geschichte, die ihres Gleichen sucht.Vielen Dank, Andreas!
© Text: C. Müller© Bild und Geschichte: Andreas