Sonntag, 13. Januar 2013

AKO P 6 i Bj. 1962

AKO P 6 i 1962
Hersteller: AKO
DIN TROCKEN 6
Typ: P 6 i
Baujahr: 1962
Bauart: P 6 H - Aufladelöscher mit innenliegender Treibmittelpatrone
Inhalt: 6 kg BC-Pulver
Gewicht des gefüllten Geräts: 11 kg

Geschichte:
Hier haben wir ein schönes Stück Brandschutzgeschichte aus dem Jahre 1962 - einen 51 Jahre alten AKO Trockenlöscher vom Typ P 6 i. Typisch für die frühen 1960er ist der aufwändige, mehrfarbige Aufdruck sowie die Markierung der Füllhöhe. Ganz im Originalzustand befindet sich das Gerät nicht mehr, denn wenn man den gezeichneten Löscher auf dem Aufdruck mit dem Originalgerät vergleicht, fällt auf, dass dieser Feuerlöscher ursprünglich nicht über einen Schlauch, sondern lediglich über eine einfache Ausstoßdüse an der Oberseite des Behälters verfügte. Diese wurde jedoch vermutlich in den 1970ern durch einen flexiblen Schlauch mit abstellbarer Löschpistole ersetzt, um ihn auf den neuersten Stand der Technik zu bringen. Solch eine Nachrüstung erfuhren in den 1970er und 1980er Jahren viele Feuerlöscher, welche ursprünglich ohne Schlauch ausgeliefert worden waren oder sich nicht abstellen ließen (weitere Beispiele: GLORIA P 6 oder Pn 6 S).
Interessant: Als Hersteller ist die AKO Feuerschutztechnik GmbH Z.N. Berlin Steglitz angegeben. Die Firma AKO ist eigentlich in Opladen ansässig - das Z.N. könnte also für "Zweig- oder Zweitniederlassung" stehen.
Aufgrund seiner BC-Pulverfüllung war sein Einsatzbereich beschränkt auf Bereiche, in denen die größte Gefahr durch brennbare Flüssigkeiten oder Gase bestand. Die Geräte mit Glutbrandfüllung vom Typ P 6 Gi fanden einen großen Anwendungsbereich in Handel, Gewerbe und Industrie. Früher war beispielsweise die Kaufhalle in Paderborn mit diesen Löschern ausgestattet. Dieses Gerät hier dürfte an Tankstellen und Heizungsanlagen, in Werkstätten, Lackierereien und sonstigen Industriebetrieben, bei welchen Gefahren durch brennbare Flüssigkeiten und/oder brenngase Gase bestand, seinen Einsatzbereich gefunden haben. Der dunklen Verfärbung nach schätze ich, dass dieser Feuerlöscher Ruß und Abgasen ausgesetzt war.

© C. Müller 

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